Wallbox Beratung

  • Bzgl. BiDi-Laden: wir hatten uns, bevor wir den zweiten Ladepunkt wieder mit einer "normalen" openWB gemacht haben, auch die Pro angeschaut, da die BiDi-Laden unterstützt. Aber wie Chili schon schrieb: das ist derzeit eher eine finanzielle Totgeburt. Der Enyaq (und alle MEB-Fahrzeuge, soweit ich da auf Stand bin) können das nur über DC; dafür braucht es also eine spezielle DC-Wallbox (teuer). Über AC kann man wohl bei einigen Fahrzeugen mit "negativen Steuersignalen" tricksen, aber das ist mir dann doch zu wild, um es mit unserem Enyaq auszuprobieren. Bleibt zudem noch das Problem, dass die sinnvollen Anwendungsfälle bei uns z.B. so extrem selten wären (wir haben schon 12,5kWh im Keller stehen), das wir das schon kostenlos zu einer Wallbox, die auf Grund anderer Funktionen gekauft wurde, dazu bekommen müssten, damit es sich "lohnt".


    BMW bringt das ja jetzt auch mit dem iX3 in der neuen Klasse - bin gespannt, was die dann für die passende Wallbox aufrufen...

    Enyaq Coupe RS in Mamba-Grün 🐸
    VW e-up Facelift in Honey-Yellow 🐝


  • Zum Thema BMW hatte ich auch schon recherchiert.


    Du musst immer davon ausgehen, dass niemand was zu verschenken hat.

    Google mal nach dem BMW / E.ON Angebot, das ist das mit den vergüteten 40 Cent.

    Das ist Bauernfängerei.


    Der Kunde ist ja nicht dumm und kann auf die Idee kommen, sein Auto über die PV voll zu machen (es entgehen allenfalls 8 Cent Einspeisevergütung).

    Und dann den Strom für 40 Cent an E.ON via V2G zu verkaufen. Weit gefehlt:


    "Beachten Sie: Sie können beim bidirektionale Laden Ihres BMW an der BMW Wallbox Professional elektrische Energie entweder in das Hausstromnetz (Vehicle-to-Home (V2H) – nur in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage) oder in das öffentliche Stromnetz (Vehicle-to-Grid (V2G)) einspeisen. Ein Wechsel zwischen Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Grid (V2G) ist derzeit nicht möglich."


    Quelle: https://www.bmw.de/de/s/articl…orteile-oEc6C?language=de


    Es scheint so zu sein, dass du zwar mit 40 Cent / kWh vergütet wirst.

    Aber beim Laden wirst du mit 32,97 Cent /kWh zur Kasse gebeten.


    Ist ja irgendwie logisch, dass BMW/E.ON das anders kaum zulassen.


    Der Arbeitspreis von 33 Cent/kWh gilt in dem BMW Angebot übrigens für alles, auch für den Haushalt. Das ist Bestandteil des Tarifs.

    Und die Vergütung für das reine Anstecken ist gedeckelt auf 250h monatlich, also rund 10,5 Tage pro Monat. Darüber hinaus stellt man seinen Akku und dessen Lebenszeit gratis zur Verfügung.


    Und die Investitionen für Wallbox und Co. hast du natürlich auch erstmal zu tragen.

    Das ist Dummenfang vom Feinsten, meine ich.

    Es gibt aber sicher viele Kunden, die sich da ködern lassen.


    E.ON schreibt dazu:

    "Aktuell steht das V2G Angebot Kunden ohne Photovoltaikanlage oder mit einer PV-Anlage mit 100% Netzeinspeisung (über einen separaten Stromzähler gemessen und abgerechnet) zur Verfügung."


    Die sind wahrlich nicht blöd.

    Deinen Strom verkaufst du zu Volleinspeiser-Konditionen und darfst deinen gesamten Haushaltsverbrauch (inkl. Auto) für 33 Cent zurückkaufen.

  • Der fest zu installierende "go-E Charger" hat einen potentialfreien Kontakt zur netzdienlichen Steuerung gem. Paragraph 14a EnWG.


    https://shop.go-e.com/de-de/wallbox/go-e-charger-gemini-11-kw/


    Bin diese Woche von meinem "Octavia III TDI (Bj. 2016) auf einem "Enyaq iV80" (Bj. 2022) gewechselt und habe mir den "go-E Charger" installiert, da ich ebenfalls den potentialfreier Kontakt zur netzdienlichen Steuerung über einen Rundsteuerempfänger des Netzbetreibers benötige.


    VG Zwenni

  • Der fest zu installierende "go-E Charger" hat einen potentialfreien Kontakt zur netzdienlichen Steuerung gem. Paragraph 14a EnWG.


    https://shop.go-e.com/de-de/wa…o-e-charger-gemini-11-kw/


    Bin diese Woche von meinem "Octavia III TDI (Bj. 2016) auf einem "Enyaq iV80" (Bj. 2022) gewechselt und habe mir den "go-E Charger" installiert, da ich ebenfalls den potentialfreier Kontakt zur netzdienlichen Steuerung über einen Rundsteuerempfänger des Netzbetreibers benötige.

    Eine feste Reduzierung auf 4,2kW hat den Nachteil, dass damit auch die Leistung von der eigenen PV reduziert wird. IMO besser und zukunftsträchtiger ist die dynamische Reduzierung. AFAIK geht das aber nur, wenn der Netzbetrieben ein Intelligentes Messsystem mit Smartmetergateway zur Kommunikation zu sich (Netzbetreiber) und eine Steuerbox mit Netzwerkschnittstelle ins Haus installiert hat.


    An dieser Netzwerkschnittstelle der Steuerbox (FNN z.B.) kann man dann sein EMS (Energiemanagementsystem) koppelt, was diese dynamische Reduzierung vornimmt.


    Hört sich extrem kompliziert an? Ich befürchte das ist Ansicht der Netzbetriebe rund ihrer Mutterfirmen.


    Real ist das nur ein Smartmeter mit Funkmodul (Sache des Netzbetreibers) und man braucht in eigenes EMS.


    Ein EMS - da kann schon ein Rasberry Pi und evcc reichen Oder man hat eine PV mit z.B. einem SMA Home-Manager 2.0, der kann mir den letzten Firmwareupdates auch solche §14a EnWG Steuerungen vornehmen.


    Folge: vom Dach kommen z.B. 4kW Solarüberschuss, Lader ist vom Netzbetreiber auf 4,2kW abgeregelt: es stehen hier im Beispiel 8,2kW zum laden bereit.

  • Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Reduzierung der Wallbox-Leistung durch den Netzbetreiber nur in Ausnahmesituationen durchgeführt wird, also wenn es schwerwiegende Probleme im Netz gibt. Die Netzbetreiber wollen ja an der Durchleitung verdienen, und das tun sie nur, wenn der Strom mit voller Leistung fließt.


    Was ich so gelesen habe, ist noch kein Fall bekannt, dass ein Netzbetreiber Wallboxen heruntergeregelt oder ausgeschaltet hat.


    Ich will sagen, wenn ich mir die Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Häufigkeit im Jahr anschaue, dann ist m.E. eine einfache, kostengünstige Lösung ausreichend. Keep it simple :)


    Und, was wäre schon dabei, wenn die Wallbox ein- oder zweimal im Jahr für jeweils eine Stunde heruntergeregelt wird. M.E. wird das eher seltener bis gar nicht vorkommen.

    Enyaq 85, Modelljahr 25, Race-Blue, Lounge, Maxx, AHK, Software 5.2

    (Bestellt 07.07.2023) (Produktion KW 33 2024) (Ankunft Händler KW35 2024) (Übergabe am 11.09.24)

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    Was ich so gelesen habe, ist noch kein Fall bekannt, dass ein Netzbetreiber Wallboxen heruntergeregelt oder ausgeschaltet hat.


    Ich will sagen, wenn ich mir die Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Häufigkeit im Jahr anschaue, dann ist m.E. eine einfache, kostengünstige Lösung ausreichend. ...

    Gar keinen Widerspruch.

    Wer aber eine PV Anlage und einen EV Lader hat, wird ohnehin eine Solarüberschussregelung haben und dann wird die Abregelung via Steuerbox und privatem EMS in vielen Fällen einfacher.


    Oder: die Wallbox ist vom Zähler/Steuerbox/Rundsteuerempfänger recht weit entfernt.

    Bei mir hängt die, natürlich vom Elektromeister angemeldete, mobile go-e an einer 3p CEE16 Steckdose mit einem 20m Kabel. Zwei Adern für einen Kontakt vom Rundsteuerempfänger wären da für eine Elektrofachkraft machbar, aber doch ziemlich sperrig. LAN Kabel liegt überall, mehrere Accesspoints sind vorhanden. PV, go-e, Steuer-Shellys usw. habe ich ein ein extra VLAN eingesperrt.


    Es ist durchaus möglich, dass es nie (oder nur zu Test-/Demozwecken) zu diesen Abregelungen von steuerbaren Verbrauchsein­richtungen nach § 14a EnWG kommt, es erscheint mir eher als eine Art "Wallboxinstallationserschwernismaßnahme". (ja, Wärmepumpen und Speicher mit Netzanschlussleistungen >4,2kW sind auch betroffen)

    So in der Art von: "Laden sie doch lieber an unserer öffentlichen Ladesäule, wir verkaufen ihnen gern die Energie". Aber das sehe ich bestimmt zu schwarz.


    Öffentliche Ladepunkte (auch privat betriebene, öffentliche) werden btw nicht abgeregelt, falls das wirklich mal passieren sollte.

  • Gar keinen Widerspruch.

    Wer aber eine PV Anlage und einen EV Lader hat, wird ohnehin eine Solarüberschussregelung haben und dann wird die Abregelung via Steuerbox und privatem EMS in vielen Fällen einfacher.

    Da musst du aber schon eine ziemlich große PV haben damit du da über das Jahr nennenswert was rausholen kannst. 4,2kW, dann hast du noch den normalen Hausverbrauch, da braucht es bei meinen knapp 10kWp auf dem Dach schon wolkenlose Sommertage und eine Autonutzung die Laden in der Mittagszeit ermöglicht um da noch durch weiteren Solarüberschuss in den begrenzten Abregelzeiten nennenswert Ertrag zu bekommen. Die letzten Sonnentage hier Ende April haben bei meiner Anlage so ca. 5,5kW in den Mittagsstunden gebracht, blauer Himmel und nur ein paar hundert Watt die ins Netz gingen. Ab 16 Uhr reichte es gerade noch um die 4,2kW abzudecken, danach war mit Hausverbrauch schon Netzbezug dabei.


    Sollte man in der Überlegung auch mal betrachten wie oft man in Zeiten in denen man tatsächlich lädt deutlich mehr als 4,2kW plus Hausverbrauch von der PV bekommt. Ich hab meine Wallbox auf fix 4,2kW gedrosselt, da ist keine externe Steuerung nötig und zu Hause habe ich Zeit zum Laden. Für Notfälle zum Glück 500m weiter ein paar DC-Schnelllader.

  • Da musst du aber schon eine ziemlich große PV haben damit du da über das Jahr nennenswert was rausholen kannst. ...

    ...

    Ich habe auch nur gut 11kWp an einem 10kVA Wechselrichter.

    Wie gesagt, zu dem angeführten Setup habe ich gegenüber der reinen PV Anlage lediglich eine go-e und einen Raspi mit evcc dazu gekauft - und damit würde der Rest gehen, wenn mein VNB mal ein IMS+Steuerbox verbauen würde.

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