Beiträge von Meik

    Dieses Megwatt-Laden ist aber auch wirklich nicht nötig? Denkt mal an die Infrastruktur, was da an einem Ladepark los wäre, wenn da an zehn Säulen mit 1MW geladen werden würde…

    So viel würde das im Schnitt gar nicht ändern. Je kürzer die Ladezeit desto weniger wahrscheinlich wird es, dass alle gleichzeitig ankommen. Bei 5min Ladezeit wäre der erste ja schon wieder weg wenn der dritte ankommt. Je länger die Ladezeit desto wahrscheinlicher ist der Zustand "alle Laden gleichzeitig". Die Gesamtenergie die die Autos brauchen ändert sich ja nicht, wenn ich 10-80% lade brauche ich ja immer die gleiche Energiemenge, egal ob in 5 oder in 30min. Kurze Spitzen puffern einige Ladeparks heute schon per Akku.


    Wobei ich diese tolle Werbung mit den Spitzenladeleistungen und Megawatt und Co. eh nicht so ganz verstehe, das ist für Diesel-Dieter. Jeder der E-Auto fährt kennt das an seinen Ladekurven doch, die Maximalleistung wird gar nicht so lange aufrecht erhalten. Den 77kWh-Akku in 10min von 10-80% zu bekommen wären gerade mal "nur" rund 320kW. Wenn man mal guckt wie viele Ladesäulen heute schon 300 oder 400kW könnten ist die Seite gar nicht das Problem.


    Der Enyaq ist im unteren Bereich schon fix genug, auf Langstrecken hält eher der Bereich >70% auf, da fängt meiner an schon deutlich die Ladeleistung zu reduzieren. Bedingt dann zeitoptimiert leider mehr Ladestopps, da kann man sinniger 2* nur auf 60% laden statt einmal auf 80% oder gar mehr. So viel damit beschäftigen wollen sich aber die meisten nicht. Anstöpseln und das Ding soll gefälligst zügig voll werden.


    Und dann kommt ein Xpeng mit 10min von 20-80% ... im Mittel fast 3mal so schnell wie der Enyaq. Da reden wir auf Langstrecken - gerade wenn auch mal zügiger gefahren wird - nicht von 7min Zeitvorteil sondern auch schnell von 30min und mehr.

    aber die Handerkennung ist, wenn man mit einem TA fährt, meines Wissens eindeutig gesetzlich vorgeschrieben....

    Nein, vorgeschrieben ist nur ein - nicht weiter beschriebenes - System welches erkennt ob der Fahrer noch aufmerksam ist. Es ist halt nur ein Assistent, d.h. der Fahrer muss permanent weiter aufmerksam sein. Das kann über Lenkradwackeln (was beim Enyaq wie genannt problemlos immer noch funktioniert), über Handerkennung oder auch über Kameras funktionieren.


    Abgelenkt werde ich da nicht, das "Problem" ist eher dass der TA mittlerweile so gut ist und auf der Autobahn schon fast in Richtung autonomes Fahren geht.


    Die meisten Assistenten sind besser als ihr Ruf.

    Hier und da auch ein Rechenexempel. Beim Auto meiner Mutter haben wir Sommerreifen bestellt, ab zum Reifenhändler GJR montiert und die SR bei kleinanzeigen vertickt. 4 GJR mit Montage waren billiger als der Aufpreis den VW damals haben wollte. Und ungebrauchte nagelneue Reifen lassen sich ziemlich gut weiterverkaufen, die Anzeige war keine halbe Stunde online.


    Der Hersteller möchte an Optionen halt auch Geld verdienen. ;)

    Doch. Lies gerne mal im Internet nach.

    Ja. Nein. Doch. Ohh ... ^^


    Im diesem Dings namens Internet liest man alles und viel Blödsinn. Wir sind beim Thema "vorstehende Außenkanten" bzw. "gefährdende Fahrzeugteile". Per se ist es danach so, dass die Radschrauben nicht überstehen dürfen da zu kantig. Die meisten PKW-Stahlfelgen haben aber um die Schraubenbefestigung eine Wulst die weiter nach außen steht als die Schraube, da ist keine Radkappe notwendig. Steht die Schraube über Reifen/Felge weiter nach außen muss da eine Abdeckung drüber. Da reichen aber auch reine Schraubenabdeckungen ala Nabendeckel.


    Es gibt keine pauschale Pflicht für eine Radkappe, aber man kann auch nicht pauschal sagen die wäre nie nötig. Wäre zu einfach. 8o

    dann würde ich erst zum Verkehrsrechtanwalt gehen

    Nicht nur bei der HUK, die meisten anderen Versicherer agieren mittlerweile nicht viel besser:

    Verkehrsunfall: OLG Frankfurt sieht es als fahrlässig an, keinen Anwalt einzuschalten | SALEO Recht
    „Auch bei einfachen Verkehrsunfallsachen ist die Einschaltung eines Rechtsanwalts von vornherein als erforderlich anzusehen. Gerade die immer unüberschaubarere…
    www.saleo-recht.de


    Kann man kaum besser formulieren. Der normale Autofahrer hat statistisch alle 10 Jahre oder länger mal einen Schaden. Auf der anderen Seite sitzen gut ausgebildete Kürzungsprofis die dir alles erzählen um Geld zu sparen. Ganze Firmen - und keine Kleinen - existieren die nichts weiter machen als als Dienstleister mit tollen meistens erfundenen Begründungen für die Versicherer Rechnungen und Gutachten zu kürzen. Und dann steht man auf der anderen Seite als Laie da und soll das regeln? Und nein, ich bin kein RA, ich verdiene mit dem Tipp kein Geld.

    Ich habe aber das Gefühl, dass bei den chinesischen Fahrzeugen bei vielem drübergeschaut und gleichzeitig bei deutschen Herstellern alles sehr schnell kritisiert wird.


    Das finde ich einfach nicht ganz fair.

    Irgendwo schon, das ist am Ende auch dem Preis geschuldet. Bei einem billigen Kurs guckt man halt eher drüber weg als bei dem "Premiumanspruch" den deutsche Autohersteller aufrufen. Ein Punkt der mich aber - derzeit - noch bei VW, Skoda und Co. hält ist der Fahrkomfort, da kam in ähnlicher Preisregion noch nicht viel ran was Tesla, BYD oder ähnlich hieß.


    Die Zeiten wo beim Chinesen bei 200 das Auto auseinanderfällt sind aber definitiv vorbei, die Lernkurve ist bei denen immens, das ist ja das was mir für die nahe Zukunft Angst und Bange um die deutschen Hersteller werden lässt. Von einem Brilliance vor 10 Jahren bis zu dem was Xpeng und Co. heute auf die Beine stellen sind Welten. Aber ich sehe derzeit keinen der mit dem Entwicklungstempo mithalten kann - und leider auch nicht ansatzweise will. So ein Xpeng P7 den ich mir angeguckt habe ist schon ein Brett. 50000€, die Ausstattung und 10min (!) von 10-80% und über 400kW Spitzenladeleistung. Beim MEB reden wir von grob der 2,5fachen Zeit. Und teurer und schlechter ausgestattet. Da die nächste Generation bei Xpeng, VW hat gerade die Nachfolgeplattform SSP auf frühestens 2029 verschoben ... da muss mal die Kettensäge durch Vorstand und Entwicklung gehen sonst ist das Thema in 10 Jahren durch.

    Ging jetzt eher um die Verarbeitungsqualität.

    Mercedes-Benz W124: aus dem AUTO BILD-Archiv 44/1986 - AUTO BILD KLASSIK
    AUTO BILD-Archiv 44/1986: Taxi-Fahrer sind sauer. Die neue Mittelklasse-Baureihe W 124 (200 D bis 300 E) lässt qualitativ oft zu wünschen übrig.
    www.autobild.de


    Man verdrängt bei der "guten alten Zeit" leider die Realität. Von eingelaufenen Nockenwellen, übergesprungenen Einfachketten, früh durchgesessenen Sitzen etc.. ist die Zeit der W201 und W124 keine die nüchtern betrachtet für die hohe Qualität spricht.


    Es gab nie Autos die länger hielten, mehr Kilometer bei weniger Wartung und Defekten machen als die heutige Generation. Immer mehr Fahrzeuge, das Durchschnittsalter steigt, die Fahrleistung steigt, die Wartungen werden weniger -> und die Werkstätten mangels Arbeit auch. Was hat man damals gesagt, mit elektronischer Einspritzung und Kat, die Kisten werden nie Oldtimer. Heute überlegt man das Oltimeralter anzuheben weil jede Allerweltskarre mit wenig Pflege 30 wird.

    . Ob man nochmal zu den Zeiten kommt wie einen Passat B5 oder Audi A6 C5/6 oder einem Mercedes 190E.....wage ich irgendwie zu bezweifeln.


    So ist es. Das Problem an der ganzen Nummer ist aber, das eben andere kosten um das Vielfache gestiegen sind, eben nicht nur nach Inflation, sondern eben über die normale inflation hinaus....und teils die Gehälter eben nicht im gleichen Maße gestiegen sind. Aus der Kombi heraus sind nun mal die Hohen Preise der Autos viel weniger zu stemmen als noch früher.

    Nüchtern betrachtet: Nein. Der Maßstab ist bei der Diskussion völlig entglitten. Mein erstes Auto war ein 190D von 1990, das war damals schon Oberklasse. 75PS Saugdiesel, Klima für 4500DM Aufpreis, 4-Gang-Handschalter, 160 Spitze, manuelle Fenster ... da liegt heute in allen Kriterien ein Fabia drüber, egal ob Ausstattung, Komfort, Fahrleistungen oder Sicherheit bei deutlich weniger Verbrauch. Wir überdrehen da völlig unsere Ansprüche, wo damals ein nackter Golf Traum der Arbeitnehmer war ist der Anspruch heute mit einem Kind mindestens der SUV, ach ja unter 150PS ist völlig untermotorisiert ...

    . Der ID.7 ist allerdings auch keine Schönheit.

    Als Schrägheck geht's, ist halt etwas äh wie sagt man heute, optisch mehrgewichtig. :D


    Der Platzverlust gegen den Kombi ist marginal in der Höhe hinten im Kofferraum. Für mich nicht relevant, dafür finde ich die riesigen Klappen bei den Schrägheckmodellen deutlich bequemer zum Ein- und Ausladen. Am Ende war es in der Leasingrate kaum Unterschied zum Enyaq. Die besseren Sitze und als Pro S noch etwas mehr Reichweite haben dann den Ausschlag zum id7 gegeben.

    Ein bisschen bin ich noch hier, der Enyaq läuft als Langzeitmiete noch bis März. Nachfolger wird für mich ein Id7 Pro S.


    Per se ist der Enyaq schon klasse, ich bin aber so überhaupt kein SUV-Fan. Der Antrieb ist super, auch über Fahrkomfort und Reichweite kann ich nicht meckern, auch wenn "simply-clever" bei Skoda leider in vielen Punkten nicht mehr so clever ist (viel zu kleine Becherhalter, das Trennnetz, kein Frunk). Ich wäre gerne bei einem anderen Hersteller gelandet, am Ende haut VW für Firmenkunden den id7 gerade mit so üppigen Rabatten im Leasing raus ... und in Punkto Komfort mit DCC und den geilen belüfteten Massagesitzen.


    Der kompaktere CLA Shooting-Brake wäre eigentlich meine erste Wahl gewesen, aber der ist so viel teurer im Firmenleasing als der id7 mit hohem Eigenanteil, da war ich dann einfach raus.


    Aber eins hat der Enyaq geschafft, auch als Firmenwagen für Langstrecken nie wieder Verbrenner. :)