Umweltplakette

  • Ich denke, dass man hier stark differenzieren muss. Ich kenn einige Firmen wo es nur noch Hybrid und E-Autos gibt. Da man sich nicht vom Laden "Schikanieren" lassen will wählen viele den Hybrid und fahren ihn als reinen Verbrennet, also laden nie.

    Wieso man sich schikaniert fühlt, wenn man nur noch die Hälfte oder sogar ein Viertel von dem eines Verbrenner-Fahrers versteuert, bleibt dein Geheimnis.


    Bei uns kenne ich niemanden, der seinen Plugin-Hybriden nicht regelmäßig lädt.


    "Nach 3 Jahren wird das Ladekabel in Originalverpackung zurück gegeben" ist eine der größten Lügen von Gegnern der Mobilitätswende.

    Enyaq iV 80 seit 26.04.2023:


  • Bei uns kenne ich niemanden, der seinen Plugin-Hybriden nicht regelmäßig lädt.

    Gut, regelmäßig Laden kann auch zweimal im Jahr sein.


    Vom Bauchgefühl mal wieder zu mehr Zählbarem - ich habe berufliche Beziehungen zu 3 sehr großen deutschen Unternehmen mit Außendienst und ähnlichem. Dort wurden mit Einzug der Hybriden die komplette Flotten auf diese umgestellt. Heißt für Vielfahrer sowie Mitarbeiterfahrzeuge für den regionalen Einsatz. Nach den Jahren wurde der Großteil nun komplett auf E umgestellt oder wieder der klassische Verbrenner genommen. Aussagen der entsprechenden Verantwortlichen in den Firmen, wird überhaupt nicht angenommen und haben die Kosten in die Höhe getrieben - eigentlich war das Gegenteil angedacht. In einem Fall spricht man von 7% Erhöhung durch die Verwendung von Hybriden, da E nicht genutzt wird und über den Zeitraum der Verwendung das höhere Gewicht mitgeschleppt wird.


    Der Blick in meinen Bekanntenkreis zeigt rund 30-40 Ladende, der Rest pustet komplett raus hinten aus den Rohren.

    Enyaq 85 Sportline samt PANO und AHK, seit Oktober 2024

    Sungrow PV-Anlage mit 9,8 kW/h und 10 kW Speicher (Ost-West Ausrichtung) und Sungrow Wallbox

  • Wieso man sich schikaniert fühlt, wenn man nur noch die Hälfte oder sogar ein Viertel von dem eines Verbrenner-Fahrers versteuert, bleibt dein Geheimnis.


    Bei uns kenne ich niemanden, der seinen Plugin-Hybriden nicht regelmäßig lädt.


    "Nach 3 Jahren wird das Ladekabel in Originalverpackung zurück gegeben" ist eine der größten Lügen von Gegnern der Mobilitätswende.

    Es kann durchaus sein, dass in kleineren Unternehmen das Kostenbewusstsein höher ist. In großen Unternehmen ist der Dienstwagen gefühlt ein muss. Hier wird selten von den MA an die laufenden Kosten gedacht. Da wird zu erst auf das geschaut was das Fahrzeug den MA kostet (an Abzügen), dann an die Bequemlichkeit. Die Tankstelle anfahren, Rüssel rein und weg ist einfacher als nach zudenken wo ist die nächste Ladesäule, wie weit reicht mein Batteriestand, wie lange muss sich stehen bis ich weiter kann..... Das ist gefühlte Schikane.

    Ich selbst fahre als einer der wenigen in einem sehr großen Unternehmen elektrisch ohne eigene WB. Einige fahren elektrisch, da sie das schon privat kannten und auch teilweise weil sie eine eigene WB installieren konnten. Dann ist E, je nach täglichem Aktionsradius, bequemer als Verbrenner. Der Rest fährt Diesel oder Hybrid, aber meist ohne zu laden. Da ich in diversen überregionalen AKs und Gremien tätig bin sehe ich auch viele MA von anderen Firmen. Alles große Firmen mit vielen Dienstwagenberechtigten. Dort ist das Bild ähnlich.

    Die Hybriden die geladen werden sind meist die der Führungskräfte. Denn die stehen dann in den Zentralen von 8:00 - 17:00 an den firmeneigenen WBen, kostet ja nichts, und blockieren den echten E-Autos die Ladeplätze, dafür steht man in erster Reihe!

    Das man sich mit den Kosten vom Tanken oder Laden beschäftigt- Fehlanzeige. Von dieser Gleichgültigkeit leben Firmen wie DKV und Co.

    Mir ist durchaus bewusst, dass ein solches Verhalten wie es in der Realität oft vorherrscht und von mir beschrieben wird bei vielen in der E-Mobilitätsbubble nicht wahrgenommen werden will. Oder gar als Spinnerei und nicht E-Mobilitätsaffin abgedroschen wird. Aber das ist der Zustand der ein Hindernis für die Ausbreitung der E-Mobilität ist.


    Ich selbst hatte die letzten Wochen mit zwei Kollegen Gespräche.

    Nummer Eins: Eigenheim und die Möglichkeit für eine WB vorhanden, Aktionsradius 50 - 400km / Tag hat sich erkundigt was ich fahre und was ich für Erfahrungen gemacht habe. Um einen Tag später freudenstrahlend zu berichten, das er wieder einen Diesel bestellt hat, da er dann ohne weiteres auch seine 400 km fahren kann. Mein Gott, das klappt mit einer WB auch mit 5 Minuten zwischen Laden. Nein, dass ist zu unsicher, unflexibel und dauert zu lange. Sorry Quatsch

    Nummer zwei: Mietwohnung , Laternenparker hat im direkten Großstadt Umfeld 4 Stadtwerke Ladepunkte und zwei Aral Pulse Lader sonst nichts. Aktionsradius 10 - 500km / Tag. OK, da würde ich auch schwanken. Er will einen i4 Mein Hinwies, dass er doch eine neuere Plattform mit mehr Reichweite und größerer Effizienz wählen sollte will er überlegen. Tendiert aber eher doch wieder zum Diesel.

    Mit meinem Fuhrparkmanagement liege seit einem Jahr im Clinch da ich die DKV für Humbug und Preistreiber mit unverständlichem Tarifsystem (Speziell seit diesem Jahr) halte. Nö die Abrechnung dort ist bequem.


    Das ist Realität nicht der Hybridfahrer der täglich lädt. Wach auf!

  • Das ganze gerät zwar weg vom ursprünglichen Thema, das m.E. eigentlich abschließend zum Ende gekommen ist. Es tut sich was mit den Plaketten, ich sehe da aber kein Riesenproblem, meine habe ich für lau vom Händler bekommen. Zur Not sind 5€ Gebühr zu verkraften.


    Die Regelungen in den Nachbarländern sind teils noch chaotischer, da oftmals jede Stadt das individuell regelt. Da blickt kaum einer durch, umgekehrt sind die Strafen bei nicht regelkonformer Einfahrt drakonisch.


    In meiner Stadt ist, wie schon angesprochen, ein großes internationales und ein großes nationales Unternehmen, im Bekanntenkreis sind viele, die dort im mittleren und höheren Management arbeiten und Dienstwagen gestellt bekommen. Darunter Hybride aufwärts ab A6 und Q5, kein BEV, die allermeisten allerdings Diesel. Keiner von den Hybridfahrern hat eine WB, nur ganz wenige nutzen die Lademöglichkeit im Betrieb, weil sie nach kurzer Zeit, wenn die Mini-Batterie voll ist, das Auto wegfahren müssen. Dann ist kein nahegelegener Parkplatz mehr frei, sie müssen dann 5 Minuten zum Büro zurück laufen.

    Also gleich zum Parkplatz nahe am Büro und dann gelegentlich zum Benzintanken (Kosten egal, übernimmt die Firma). Die E-Reichweite würde auch nur allenfalls für Fahrten von zu Hause in die Firma reichen, zurück nur für die, die nahe genug wohnen. Einer von den Bekannten fährt privat aus Überzeugung ein BEV, er lädt tatsächlich seinen Diensthybrid zu Hause, ärgert sich, für Dienstreisen mit Benzin fahren zu müssen...und ärgert sich noch mehr über die Kollegen, die auch für die Kurzstrecken nie elektrisch fahren.

    Einer der Geschäftsführer fährt einen Taycan, der, wenn voll geladen, von der Sekretärin auf einen reservierten Parkplatz umgeparkt wird.

    Das Hybridmodell ist durch die Sonder-Afa und reduzierte Pauschalbesteuerung für die private Nutzung sowohl für die Firma, als auch für die Nutzer höchst lukrativ, aber nützt der Umwelt nix.


    Es mag sicher einige Enthusiasten geben, die mit einem Hybrid viel elektrisch fahren, aber die breite Masse der Nutzer interessiert sich nur für die 0,5% Steuer.


    Das ist kein Bashing, sondern Realität.

    Man kann es denen auch nicht verübeln, diese vom Staat angebote Gelegenheit zu nutzen!


    Die Bundesregierung müsste der gelebten (und nicht der gewünschten) Realität in die Augen blicken, sich den Sand der von den Lobbyisten in dieselben gestreut entfernen, dann dieses Umweltfeigenblatt entsorgen, die freiwerdenden Gelder den BEV-Besitzern zugute kommen lassen, um da den Absatz anzukurbeln.

  • Das Hybridmodell ist durch die Sonder-Afa und reduzierte Pauschalbesteuerung für die private Nutzung sowohl für die Firma, als auch für die Nutzer höchst lukrativ, aber nützt der Umwelt nix.


    Es mag sicher einige Enthusiasten geben, die mit einem Hybrid viel elektrisch fahren, aber die breite Masse der Nutzer interessiert sich nur für die 0,5% Steuer.


    Die Bundesregierung müsste der gelebten (und nicht der gewünschten) Realität in die Augen blicken, sich den Sand der von den Lobbyisten in dieselben gestreut entfernen, dann dieses Umweltfeigenblatt entsorgen, die freiwerdenden Gelder den BEV-Besitzern zugute kommen lassen, um da den Absatz anzukurbeln.

    keine Kfz-Steuer und 0% geldwerter Vorteil bei BEV sind aber nicht zu verachten.

    Deine Analyse und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen fürs Regierungshandeln sind goldrichtig.

  • Aktuell liegt der pauschale Steuersatz für die Privatnutzung von betrieblich genutzten BEV bei 0,25%.


    Bis zum 31.12.25 galt für in 25 angeschaffte BEV eine eingeführte Sonder-AfA von 75% (!!!) im ersten Jahr.

    Trotzdem führte das nicht zu einem Boom im Absatz von betrieblich genutzten BEV, weil keiner die im Volke kursierenden Nachteile in Kauf nehmen möchte, sondern lieber, wie bisher, 700-1000km mit einer Tankfüllung durchfahren und nicht alle 300-400 km nach einer passenden Ladesäule suchen möchte.


    Für Privatleute gibt es außer der ausgesetzten Kfz-Steuer keinen monetären Anreiz.

    Im Gegenteil, das BEV ist in der Anschaffung teurer, als ein vergleichbarer Verbrenner, die Kosten für Betrieb sind bei ausschließlichem externem Laden höher, als mit Benzin/Diesel (von der aktuellen Situation mal abgesehen). Der Preis für die CO2-Zertifikate ist massiv gesunken...

    Eine PV-Anlage kann nicht jeder haben, oder finanzieren, die Rentabilitätsdauer liegt bei 15-20 Jahren, ohne zu wissen, was die Zukunft bringt.


  • Für Privatleute gibt es außer der ausgesetzten Kfz-Steuer keinen monetären Anreiz.

    Im Gegenteil, das BEV ist in der Anschaffung teurer, als ein vergleichbarer Verbrenner, die Kosten für Betrieb sind bei ausschließlichem externem Laden höher, als mit Benzin/Diesel (von der aktuellen Situation mal abgesehen). Der Preis für die CO2-Zertifikate ist massiv gesunken...

    Eine PV-Anlage kann nicht jeder haben, oder finanzieren, die Rentabilitätsdauer liegt bei 15-20 Jahren, ohne zu wissen, was die Zukunft bringt.

    Den letzten Satz kann ich beantworten, es wird teurer, vielleicht nicht nächstes Jahr aber auf 10 und mehr Jahre gesehen, ziemlich sicher. :/ Derzeit liegt Adhoc laden auch schon unter 50cent wenn man will und wer nur extern laden kann wird sich wohl ein Abo eines geeigneten Anbieters zulegen. Es sei dann man will beweisen das es nicht geht. ||

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