Wieso man sich schikaniert fühlt, wenn man nur noch die Hälfte oder sogar ein Viertel von dem eines Verbrenner-Fahrers versteuert, bleibt dein Geheimnis.
Bei uns kenne ich niemanden, der seinen Plugin-Hybriden nicht regelmäßig lädt.
"Nach 3 Jahren wird das Ladekabel in Originalverpackung zurück gegeben" ist eine der größten Lügen von Gegnern der Mobilitätswende.
Es kann durchaus sein, dass in kleineren Unternehmen das Kostenbewusstsein höher ist. In großen Unternehmen ist der Dienstwagen gefühlt ein muss. Hier wird selten von den MA an die laufenden Kosten gedacht. Da wird zu erst auf das geschaut was das Fahrzeug den MA kostet (an Abzügen), dann an die Bequemlichkeit. Die Tankstelle anfahren, Rüssel rein und weg ist einfacher als nach zudenken wo ist die nächste Ladesäule, wie weit reicht mein Batteriestand, wie lange muss sich stehen bis ich weiter kann..... Das ist gefühlte Schikane.
Ich selbst fahre als einer der wenigen in einem sehr großen Unternehmen elektrisch ohne eigene WB. Einige fahren elektrisch, da sie das schon privat kannten und auch teilweise weil sie eine eigene WB installieren konnten. Dann ist E, je nach täglichem Aktionsradius, bequemer als Verbrenner. Der Rest fährt Diesel oder Hybrid, aber meist ohne zu laden. Da ich in diversen überregionalen AKs und Gremien tätig bin sehe ich auch viele MA von anderen Firmen. Alles große Firmen mit vielen Dienstwagenberechtigten. Dort ist das Bild ähnlich.
Die Hybriden die geladen werden sind meist die der Führungskräfte. Denn die stehen dann in den Zentralen von 8:00 - 17:00 an den firmeneigenen WBen, kostet ja nichts, und blockieren den echten E-Autos die Ladeplätze, dafür steht man in erster Reihe!
Das man sich mit den Kosten vom Tanken oder Laden beschäftigt- Fehlanzeige. Von dieser Gleichgültigkeit leben Firmen wie DKV und Co.
Mir ist durchaus bewusst, dass ein solches Verhalten wie es in der Realität oft vorherrscht und von mir beschrieben wird bei vielen in der E-Mobilitätsbubble nicht wahrgenommen werden will. Oder gar als Spinnerei und nicht E-Mobilitätsaffin abgedroschen wird. Aber das ist der Zustand der ein Hindernis für die Ausbreitung der E-Mobilität ist.
Ich selbst hatte die letzten Wochen mit zwei Kollegen Gespräche.
Nummer Eins: Eigenheim und die Möglichkeit für eine WB vorhanden, Aktionsradius 50 - 400km / Tag hat sich erkundigt was ich fahre und was ich für Erfahrungen gemacht habe. Um einen Tag später freudenstrahlend zu berichten, das er wieder einen Diesel bestellt hat, da er dann ohne weiteres auch seine 400 km fahren kann. Mein Gott, das klappt mit einer WB auch mit 5 Minuten zwischen Laden. Nein, dass ist zu unsicher, unflexibel und dauert zu lange. Sorry Quatsch
Nummer zwei: Mietwohnung , Laternenparker hat im direkten Großstadt Umfeld 4 Stadtwerke Ladepunkte und zwei Aral Pulse Lader sonst nichts. Aktionsradius 10 - 500km / Tag. OK, da würde ich auch schwanken. Er will einen i4 Mein Hinwies, dass er doch eine neuere Plattform mit mehr Reichweite und größerer Effizienz wählen sollte will er überlegen. Tendiert aber eher doch wieder zum Diesel.
Mit meinem Fuhrparkmanagement liege seit einem Jahr im Clinch da ich die DKV für Humbug und Preistreiber mit unverständlichem Tarifsystem (Speziell seit diesem Jahr) halte. Nö die Abrechnung dort ist bequem.
Das ist Realität nicht der Hybridfahrer der täglich lädt. Wach auf!