Skoda Enyaq 85 Reichweite und Verbrauch - Erfahrungen aus der Praxis

  • Falls mal jemand danach googeln sollte, Verbrauch bei durchschnittlich 130km/h von A nach A im Flachland bei BMW werken Dingolfing - Enyaq 85 Kombilimo auf 20" Winterreifen, Heizung war nur für Fahrer eingeschaltet auf 20 Grad, Außentemperatur im Schnitt -10 Grad.

    Finde ich garnicht so schlecht, vermutlich wären es 29kWh, wenn die Heizung überall laufen würde mit 4 Personen.

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    Skoda Enyaq 85 Kombilimousine; BJNov2025 MJ2026
    20 Zoll, Blau, WP, AHK

  • Ich bin mit drei Mitfahrern und Gepäck bei 19° Innentemperatur, Außentemperatur 3 - 6° am Freitag von Würzburg nach München (über Ulm) gefahren. Bei Start hatte ich noch 63% in der Batterie. Wir haben nach ~halber Strecke bei Fatsned geladen. Das Auto stand zuvor 2 Tage bei Minusgraden am Hotelparkplatz herum. Die Batterieheizung hat bei Start begonnen zu arbeiten und Am Schnellader bei 4% habe ich auch gute 175kW gezogen. Der Verbrauch dorthin lag aber bei etwas über 30kWh/100km. Aua.

    Danach ging es deutlich runter, sodass wir für die zweite Hälfte der Strecke bei um die 27 waren.

    Nein, im Winter macht das Auto deutlich weniger Spaß. Schlechte Traktion, viel Gerutsche und Heckschwenker und eine sehr geringe Reichweite.

  • Gestern abends bei meiner Probefahrt im Schnee mit Sportmodus und ASR aus. Ich habe die Zeit genutzt, um auch die Bremsen freizubremsen weil es hinten wieder knackt. Die Bundesstraße war trocken ohne Schnee und es war wenig los. Vollgas, N und bremsen. Vollgas, N und bremsen. 20x oder so.


    18 km, Auto kalt am Start, ohne Reku waren dann 81.2 kWh/100 km. Der SoC schmilzt dann wie Schnee in der Sonne.

  • Nach rund 10.000 Kilometern mit meinem Skoda Enyaq 85 möchte ich meine Erfahrungen teilen, vor allem zum Verbrauch und zur Alltagstauglichkeit. Vielleicht hilft es ja Leuten, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Wollte dafür jetzt keinen eigenen Threads aufmachen.

    Meine Ausgangssituation:

    Ich fahre den Enyaq 85 als Dienstwagen. Er ist kein klassischer Außendienstwagen, sondern eher ein Gehaltsbonus. Ein sehr wichtiges Detail dabei: Ich habe eine DKV-Ladekarte.

    Ich wohne in einer Stadtwohnung und habe keine Lademöglichkeit zu Hause. Laden kann ich auf der Arbeit, bin dort aber nur etwa 1–2 Tage pro Woche im Büro.

    Langstrecke geschäftlich: Ostwestfalen – Mailand (November)

    Im November bin ich geschäftlich von Ostwestfalen nach Mailand gefahren – am Stück, ohne Übernachtung. Die Fahrt war insgesamt entspannt und problemlos.

    Alle 2–3 Stunden eine Ladepause zu machen, hat mich überhaupt nicht gestört. Ich fahre auf der Autobahn in der Regel mit Tempomat 130 km/h, wo es erlaubt ist.

    Die Rückfahrt war allerdings deutlich nerviger:

    Einige Lader direkt an der Autobahn haben nur mit 30–50 kW geladen. Das hat die Reise unnötig verlängert und war frustrierend. Seitdem meide ich klassische Autobahnraststätten und lade lieber an Autohöfen oder ähnlichen Standorten, wo man meist deutlich schneller laden kann.

    Private Reise: Ostwestfalen – Savona (Italien) mit Fahrrad auf dem Heckträger

    Die Hinreise war trotz Minusgraden sehr entspannt. Wir haben etwa alle 250 km (2–3 Stunden) geladen – das empfanden wir als völlig unproblematisch.

    Zwischenstopp mit Übernachtung in der Schweiz, allerdings nicht wegen des E-Autos. Das haben wir früher mit dem Verbrenner genauso gemacht. Positiv: Direkt am Hotel gab es einen Schnelllader, sodass wir morgens fast mit 100 % gestartet sind.

    Die Weiterfahrt von der Schweiz nach Savona mit nur einem Ladestopp war absolut problemlos und gefühlt kein Unterschied zum Verbrenner.

    Der Verbrauch lag bei etwa 23 kWh/100 km.

    Die Rückreise war dann eine andere Geschichte:

    Durch Schnee und Salz auf der Straße haben wir das Fahrrad auf dem Heckträger mit einem Cover geschützt. Dieses Cover wirkte aerodynamisch wie ein Segel.

    Minusgrade + zusätzlicher Luftwiderstand = Worst Case für jedes E-Auto.

    Der Verbrauch lag hier bei 28–29 kWh/100 km, trotz Tempomat mit maximal 120 km/h.

    Erschwerend kam hinzu, dass unser Zwischenstopp-Hotel diesmal keine Lademöglichkeit hatte. Insgesamt wurde die Rückfahrt dadurch deutlich zäher. Zusätzlich sind die Ladestationen in Italien südlich von Mailand spürbar dünner gesät, was die Planung anspruchsvoller macht.

    Alltag & Verbrauch

    Im Alltag ist der Enyaq für mich eine Umstellung, aber insgesamt gut machbar. Mit einer Ladestation zu Hause hätte ich vermutlich gar keinen echten Nachteil.

    Mein durchschnittlicher Alltagsverbrauch liegt bei etwa 21 kWh/100 km.

    Fazit

    Unterm Strich: Schönes Auto, ich bereue die Entscheidung nicht.

    Ein entscheidender Punkt für mich ist allerdings die DKV-Ladekarte. Dadurch muss ich mir keine Gedanken machen, wo ich lade und was es kostet.

    Ohne diesen Benefit würde ich mir den Umstieg auf einen Enyaq mehr als doppelt überlegen. Ja, mir ist klar, dass es im Sommer besser wird – und ja, ich habe heute vermutlich den Worst Case erlebt.

    Aber genau das spiegelt eben auch mein Nutzungsprofil wider.

  • Die Rückreise war dann eine andere Geschichte:

    Durch Schnee und Salz auf der Straße haben wir das Fahrrad auf dem Heckträger mit einem Cover geschützt. Dieses Cover wirkte aerodynamisch wie ein Segel.

    Das war der Kardinalfehler und alle mir bekannten Hersteller von Fahrradträgern für die AHK verbieten das. Da kommt ein massiver Druck auf die Haltepunkte. Am Verbrauch habt ihr es ja auch gemerkt.

  • Ich hatte gestern leider ein etwas ernüchterndes Ladeerlebnis...


    30 km ein Weg, 2 Stunden später 30 km zurück und manuell Batterieheizung angestellt.

    Auto stand über Nacht in der Garage.


    Bei 23 % am 300 kW Lader fing er mit 80 kW an... Hat sich dann bis 58 % in der Spitze auf 98 kW "gehangelt und ist dann wieder leicht runter. Bei 60 % und 90 kW Leistung hab ich abgesteckt...


    Klar war es um die 0 Grad und nicht "optimal" aber wenn man sich vorher ein Video von Xpeng angeschaut hat ist das schon frustrierend wenn man nicht mal 3 stellige Werte unter den Bedingungen sieht.

  • Wie lange ist die Batterieheizung denn gelaufen, vor dem Ladevorgang?

    Enyaq 85, Modelljahr 25, Race-Blue, Lounge, Maxx, AHK, Software 5.2

    (Bestellt 07.07.2023) (Produktion KW 33 2024) (Ankunft Händler KW35 2024) (Übergabe am 11.09.24)

  • Die 400kg Akku bei minus xx Grad werden von dem kurzen vorheizen nicht warm. Willkommen in der Welt der 3.8 Software. Da sind selbst mit einstelligen SOC kaum über 80kW zu erreichen wenn der Akku so kalt ist.

    30.12.2021 ULT 12.22. 80x Sportline

    Panasonic Wp 5kW, 4,9kWp mit 20x245W plus 38x440W Bluesun auf Nord- und Flachdach, LG 10Resu Speicher, Passivhaus

  • Nächstes Mal einfach kein Video vom XPeng vorher schauen... 🙈

    stimmt………und ein Vergleich von E-Autos unterschiedlicher Generationen ist auch nicht ganz fair. Zwischen der Entwicklung des Enyaq und der des xPeng liegen mindestens 5, wenn nicht 6 Jahre. Bei der schnell fortschreitenden Entwicklung der Batterien sind das Welten.


    Wer ganz viel Wert auf die Schnellladefähigkeiten legt, muss immer nur allerneuesten Fahrzeugentwicklung greifen.


    Das ist übrigens der Grund, warum ich, seit der Nutzung von E-Autos, immer nur noch für zwei Jahre lease.

    Enyaq 85, Modelljahr 25, Race-Blue, Lounge, Maxx, AHK, Software 5.2

    (Bestellt 07.07.2023) (Produktion KW 33 2024) (Ankunft Händler KW35 2024) (Übergabe am 11.09.24)

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