Skoda Enyaq Problem Thread: Defekte - Störungen - Fehler - Meldungen

  • An dieser Stelle teile ich gerne eine Methode mit Euch, die mir selbst häufig hilft, mich nicht über vermeintliche Missstände aufzuregen.


    Gedankenspiel: stellen wir uns mal kurz vor, die VW-Ingenieure wären weder besonders böse noch besonders dumm ... welche anderen Erklärungen könnte es dafür geben, dass sie eine 12V-Batterie mitsamt dieser bestimmten Ladelösung in die Systemarchitektur der (aus Konzernsicht strategisch überlebenswichtigen) Elektro-Plattform eingeplant haben?

  • Ich habe versucht meine 12 Volt Batterie mit einem ganz normalen KFZ-Ladegerät so weit aufzuladen, dass ich den Enyaq starten kann und die 5 Kilometer bis zur Werkstatt schaffe.


    Hat leider nicht funktioniert. Auch nach 2 Stunden Laden rührt sich der Enyaq nicht…..komplett tot.


    Ich habe dann doch über meine ŠKODA-Werkstatt einen Abschlepper ordern müssen. Der war auch nach 15 Minuten schon da.


    Die gute Nachricht ist, weil mein Enyaq in die Werkstatt geschleppt wurde, habe ich Anspruch auf einen Ersatzwagen, abgedeckt durch die Mobilitätsgarantie. Da die Werkstatt viel zu tun hat, und sich erst morgen früh um meinen Enyaq kümmern kann, habe ich einen nagelneuen Golf Mildhybrid als Leihwagen bekommen.


    Ich musste mit meinem Vorgängerfahrzeug, dem Ioniq 5, in die Werkstatt geschleppt werden, und jetzt mit dem Enyaq. Ich hoffe, die Serie setzt sich mit meinem neu bestellten Enyaq Modelljahr 27 nicht so fort ;) :/ Immerhin war bei Hyundai und jetzt auch bei Skoda der Service ganz problemlos.

    Enyaq 85, Modelljahr 25, Race-Blue, Lounge, Maxx, AHK, Software 5.2

    (Bestellt 07.07.2023) (Produktion KW 33 2024) (Ankunft Händler KW35 2024) (Übergabe am 11.09.24)

    Einmal editiert, zuletzt von HAL01 ()

  • An dieser Stelle teile ich gerne eine Methode mit Euch, die mir selbst häufig hilft, mich nicht über vermeintliche Missstände aufzuregen.


    Gedankenspiel: stellen wir uns mal kurz vor, die VW-Ingenieure wären weder besonders böse noch besonders dumm ... welche anderen Erklärungen könnte es dafür geben, dass sie eine 12V-Batterie mitsamt dieser bestimmten Ladelösung in die Systemarchitektur der (aus Konzernsicht strategisch überlebenswichtigen) Elektro-Plattform eingeplant haben?



    Vielleicht, weil sie nicht daran gedacht (es nicht intensiv getestet) haben, wie oft und wie intensiv es zu Entladungen in der so genannten Ruhezeit kommen kann.....und wie schnell die Warnschwelle bezüglich des Batteriezustandes unterschritten werden kann, was dann zu Funktionsausfällen führt.


    Das zeigt eigentlich schon die Wahl der anfänglich verwendeten Starterbatterie:

    Es wurde anfänglich eine Batterie der Bauart EFB verwendet.

    Theoretisch, es geht ja lediglich um die Ansprüche eines reinen E-Autos, war das m.E. völlig ok....


    Warum nicht von Anfang an, eine AGM-Batterie, die bekanntlich genau das (etwas) besser kann, was in einem MEB gefordert wird, nämlich mehr Zyklen durchhalten?

    Wusste man nicht, wieviel Kapazität ein MEB in einem Jahr in der Realität in die Batterie durchschnittlich lädt, bzw. entlädt?


    Erfahrungen mit diesen Batteriebauarten sollte es reichlich geben, denn nahezu alle reinen Verbrenner des Konzerns haben so ca ab 2013 (Ca. Start des Golf 7) ein Start&Stop-System inkl. Rekuperation verbaut, dass die Batterien "eigentlich", aus mehreren Gründen, deutlich mehr fordern sollte, als es bei einem reinen E-Auto der Fall ist...u.a., weil es bei den Verbrennern keine Möglichkeit gibt, jederzeit, auch in Ruhephasen, nachladen zu können.


    Bei diesen Verbrenner-Fz kommt es meiner Foren-Beobachtung nach zu einer durchschnittlichen, vollständigen Funktionsdauer von, ganz grob, rund 5 Jahren. Erst dann findet z.b. Start und Stop weniger bzw. weniger lange statt,

    Ohne die spritsparende Start&Stop-Technik, sowie Minimalrekuperation, kommt man i.d.R., selbst mit günstigen Starterbatterien, weiter.....das kann man bei vielen älteren Modellen sehen.


    Zumindest das (die 5 Jahre...) sollte man bei den MEBs daher auch hinbekommen, weil deren Voraussetzungen für ein längeres Starterbatterieleben, "eigentlich" deutlich besser sein könnten.


    Die Realität zeigt bisher, dass die kurze Lebensdauer der Starterbatterien nicht nur mit bedauerlichen Einzelfällen (und selbstverständlich nur aufgrund der schlechten Batteriequalität...) erklärt werden kann. Zudem gibt es handfeste, private Spannungsdiagramme die durchaus Anormalitäten zeigen, welche die relativ starke Entladung während der Ruhephasen deutlich machen.

    Diese Diagramme werden von VW/Skoda nicht gewürdigt und eigene Langzeit-Aufzeichnungen machen die Werkstätten nicht bzw. dürfen sie offenbar nicht machen. Sie wechseln nur die Batterie.....


    Auf mich macht diese Schlappe mit den teilweise sehr kurzen Batterie-Funktionszeiträumen bei den MEB (durchaus auch nur mal 1 Jahr...) eher den Eindruck, dass da etwas generell nicht stimmt (wieso wird in Ruhephasen teilweise für 1-2 Stunden recht viel Strom, und für was, gebraucht?), eventuell vorher nicht ausreichend getestet wurde oder man es drauf ankommen lassen wollte, weil keine Zeit mehr vorhanden war.

    Ausgreift wirkt das definitiv nicht, egal wie schlau die Ingenieure waren.

    Bestellt 23.11.2021: Enyaq iV80/ unverbindliches Lieferdatum: 4.Q 2022

    Auslieferung: 22.03.2023 mit SW 3.2

    AKtuell SW: 3.8

  • ... welche anderen Erklärungen könnte es dafür geben, dass sie eine 12V-Batterie mitsamt dieser bestimmten Ladelösung in die Systemarchitektur der (aus Konzernsicht strategisch überlebenswichtigen) Elektro-Plattform eingeplant haben?

    ….vielleicht die kaufmännischen Controller ? Es wird nicht immer das technisch Sinnvollste und technisch Notwendigste eingebaut. Es werden immer die Kosten abgewogen. Und dann wird z.B. keine AMG Batterie oder eine Batterie mit mehr Kapazität eingebaut.


    ……vielleicht ist es aber einfach auch mangelnde Erfahrung mit der neuen Technik? Die MEB Plattform gilt ja nun nicht gerade als der ganz tolle Entwurf. Die war noch nicht ganz auf dem Markt, da war sie schon überholt.

    Enyaq 85, Modelljahr 25, Race-Blue, Lounge, Maxx, AHK, Software 5.2

    (Bestellt 07.07.2023) (Produktion KW 33 2024) (Ankunft Händler KW35 2024) (Übergabe am 11.09.24)

  • Kann auch sein dass "Nerds" mit den Remotefunktione des Autos mehr rumspielen (Integration in die Heimautomation, häufigere Benutzung der App usw.) die die 12V Batterie mehr belasten. Und natürlich kann es auch Bugs geben die z.b. verhindern dass ein bestimmtes Steuergerät sich schlafen legt, obwohl es eigentlich sollte, und dadurch der 12V Akku ausgesaugt wird. Kann evt. auch die Diebstahlwarnanlage, die ja inzwischen Serie ist, einen negativen Einfluss haben?

    mfg

    80 - blau - Loft - Infotaimaint Basic - Convenience BASIC - Transport

  • Ich schätze, dass es eventuell mit der Kombination von Steuergeräten optionaler Funktionen zu tun hat.

    Mein iV80 hat nur wenig Zusatzausstattung und bisher, obwohl nahezu permanent die Spannung überwacht wurde, nahezu keine Auffälligkeiten in den Ruhephasen.

    Insgesamt säuft aber auch mein Enyaq für meinen Geschmack zu viel Strom bei simplen Abfragen o.ä.


    Dass es überhaupt dazu kommen kann, dass das Fz aufgrund einer (vom Fz selbst....) ausgelutschten 12V-Batterie nicht mehr starten kann, ist bei einem E-Auto mit ausreichend Energie im Fahrakku, ein Unding.....das kann man mit einiger Sicherheit besser machen.....und das schaffen auch weniger schlaue Leute.


    Heraus zu bekommen, welche Steuergeräte ungewollt durch was getriggert werden und dies ab zu stellen, ist m.E. eine ganz andere Nummer.

    Bestellt 23.11.2021: Enyaq iV80/ unverbindliches Lieferdatum: 4.Q 2022

    Auslieferung: 22.03.2023 mit SW 3.2

    AKtuell SW: 3.8

  • Der E-Kona von unserem Nachbar hat die gleichen Probleme. Ca. 1,5 Jahre gibt es eine

    neue 12 Volt Batterie.


    Finde den Fehler.

    erstes BEV Smart EQ fofour, zweites BEV Skoda Enyaq IV 60, aktuelles Fahrzeug Elroq 85. 9,9 kWp mit 15 kW Speicher. Hobby Bogensport und Anleiter für Menschen mit Behinderung.

  • Mein Enyaq ist ziemlich "voll" und ich hab bislang keine Probleme mit der 12 Volt Batterie. Beim Update auf 3.7 musste vom Vorbesitzer das Steuergerät getauscht werden. Der Update auf 3.8 wurde in der Werkstatt durchgeführt, seitdem keine Probleme.

    Könnte das Steuergerät einen Einfluss haben? Oder hab ich einfach Glück, dass meiner diesbezüglich keine Probleme macht? Ich werde das im Rahmen der 4-Jahresinspektion Ende Jahr prüfen lassen.

    Enyaq 80X Sportline, Jg 12.22, weiss, voll bis auf doppelten Ladeboden und 360° Kamera, 21 Zoll Supernova Sommer, 19 Zoll Regulus Winter, SW 3.8, übernommen am 12.3.25 mit 31'420 km, mein erster Stromer.

  • Mein jetzt fast 4 Jähriger iV80 ist ebenfalls fast komplett ausgestattet. Bis auf die neue Batterie beim SW Update 3.0 keine Probleme. Für mich liegt es eher an etwas anderem... wie Licht im Inneren an... etc... duck und weg

  • Glaube noch nicht, dazu muss dann aber auch das Steuergerät angepasst werden?

    ...

    Bei LFP ist ja die Ladespannung, Ladeschlussspannung eine andere, oder liege ich da falsch?

    Eine "Ladespannung" gäbe es nur bei einer Konstantspannungskennlinie, aber die gibt es in der Praxis so nicht.
    Geladen wird daher mit einem Strom mit ansteigender Spannung bis zu einer Ladeschlussspannung.
    Die Ladeschlussspannung liegt bei LFP nicht zwangsläufig höher, beide Typen bewegen sich in einem Bereich von 14,4 Volt bis 14,8 Volt.

    Da hätte ich keine Bedenken.

    Was anderes wäre es, wenn eben nicht bis zur Ladeschlussspannung geladen wird, sondern der SoC bei ca. 80% gehalten wird.
    Da könnte es dann schwierig werden, weil das Spannungsniveau an diesem Punkt unterschiedlich ist.
    Das ist aber nur bei den modernen Verbrennern der Fall, damit dort im Schubbetrieb noch Platz ist, um Ladung aufzunehmen.
    Haben wir beim BEV so aber nicht.

    Ich müsste mal mit dem Oszi die Spannung aufzeichnen.
    Zum testweisen Umbau auf LFP ist mir unser Eny mit noch nicht einmal einem Jahr dann doch zu neu...

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