Pures Kostenstellendenken... Hauptsache Kostenstelle XYZ soll reduziert werden, wenn dann eine andere explodiert, wundert man sich vielleicht 6 Monate später...
Deutschland: Erfahrungen? Welche Tarife, Ladeapps oder haptische Ladekarten werden benötigt?
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Kommt mir alles bekannt vor😎.
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Die Leute sollen nicht denken, sondern die in irgendwelchen Vorlesungen, Fortbildungen und Schulungen eingetrichterten Inhalte stumpf anwenden.
Nunja. Da es unser Geschäftsführer (CFO) geschafft hat, ein vor 8 Jahren "auf der Kippe" stehendes Unternehmen komplett auf solide Füße zu stellen, in dieser Zeit die Anzahl der Ingenieure im Unternehmen von 65 auf 110 zu erhöhen und zum Marktführer der (kleinen) Branche zu machen unterstelle ich ihm mal, dass er rechnen kann...
Ich habe mal durchgerechnet:
In 2025 habe ich 33.500 km absolviert. Dafür habe ich 4.843 kWh an der heimischen Wallbox geladen und diese mit 26,85 Cent / kwh (= netto 22,56 Cent / kWh) verrechnet (insgesamt 1.300,22 € brutto bzw. 1.092,62 € netto). 1.787 kWh habe ich mit der DKV-Karte geladen. Auf Basis der neuen Preise und der zweithöchsten Kategorie (64 Cent netto / kWh) wären dies externe Ladekosten in Höhe von 1.143,86 €. Insgesamt hat der Spaß die Firma also 2.236,48 € Stromkosten gekostet, dies entspricht 6,68 € / 100 km.
Zum Vergleich:
Ausgehend von einem Verbrauch von 7 l und einem Spritpreis von 1,50 € / l (bzw. 1,26 € / l netto) wären mit einem Verbrenner 8,23 € / 100 km angefallen.
Schlussfolgerung: rechnet sich alles in allem auch mit DKV-Karte (im Vergleich zum Verbrenner). Und dabei sind die entfallene KFZ-Steuer, THG-Quote etc. noch gar nicht eingerechnet...
Hätte ich eine Elli-Karte gehabt und damit durchschnittlich für 0,50 € / kWh (netto) geladen, wären "externe" Stromkosten in Höhe von 893,64 € angefallen. Ersparnis zu DKV: 250,22 € bzw. 20,85 € / Monat. Für mich schwer zu sagen, ob diese 20,85 € / Monat den Minderaufwand für die vereinfachte Rechnungsprüfung (nur 1 Monatsrechnung für die gesamte Flotte) aufwiegen.
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Davon abgesehen, dass du mal mit Brutto-Werten, dann wieder mit Netto-Werten rechnest: bei uns fahren die allermeisten Dienstwagenberechtigten lediglich aufgrund der 0,25%-Regel ein E-Auto und haben dieses noch nie zuhause geladen - sie wissen nicht mal, was eine Wallbox ist oder ein geeichter Zähler. Da wird auch nicht groß zwischen AC oder DC unterschieden (wobei AC in der Regel vermieden wird, das ist immer so ein Gefummel mit dem eigenen Kabel), auch die Blockiergebühren nach 45 und neuerdings schon nach 30 Minuten interessieren nicht. Wir hatten sogar den Extremfall eines Kollegen, der hat über ein gesamtes Wochenende am an einer DC-Säule gestanden, weil er sich mit dem Thema schlichtweg nicht beschäftigt hat und "die Karre voll sein sollte, wenn mein Flieger landet".
Rechnet man mit solch einem Verhalten, sieht deine Rechnung schon ganz anders aus. Bei DKV bleiben die Firmen, weil es etabliert und bequem ist, alle buchhalterischen Prozesse sehr einfach sind und die Akzeptanz der Karte extrem hoch ist. Verbrenner, Plugin-Hybride, BEVs - egal, wird alles über dieselbe Plattform verwaltet und abgerechnet. Nebenleistungen wie Wischwasser etc. ebenso.
Rein vom Finanziellen her müsste man die DKV-Karten als Frechheit zurücksenden - aber genau das ist eben nur ein Aspekt neben vielen anderen.
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Davon abgesehen, dass du mal mit Brutto-Werten, dann wieder mit Netto-Werten rechnest
Falsch. Alles netto. Die Brutto-Werte stehen nur rein informativ daneben.
Wir hatten sogar den Extremfall eines Kollegen, der hat über ein gesamtes Wochenende am an einer DC-Säule gestanden, weil er sich mit dem Thema schlichtweg nicht beschäftigt hat und "die Karre voll sein sollte, wenn mein Flieger landet".
Dem hätte ich die Blockiergebühren komplett aufs Auge gedrückt. Solche Idio... haben wir aber in der Firma auch nicht. Zumindest halten die sich nicht lange...
ZitatRein vom Finanziellen her müsste man die DKV-Karten als Frechheit zurücksenden - aber genau das ist eben nur ein Aspekt neben vielen anderen.
Eben. In meinem Fall beträgt die Ersparnis gegenüber Elli nicht einmal 21 € / Monat. Wenn man das als repräsentativ ansieht, wären es für die gesamten 30 BEV im Unternehmen 625,50 € / Monat. Ob es sich dafür rechnet, die gesamte Flotte (insgesamt ca. 120 Fahrzeuge) zu UTA umzuziehen (die sind günstiger als DKV, aber teurer als Elli) oder statt einer zwei Rechnungen pro Monat zu bekommen, kann ich Dir nicht sagen. Ich habe das Thema mehrfach angestoßen, bisher kam immer die Antwort "rechnet sich unterm Strich nicht".
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Ein par Rechnungen mehr pro Monat verkraftet die Buchhaltung. Aber Verträge
abschließen mit Hinterlegung der Bankververbindung scheuen diese.
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Davon abgesehen, dass du mal mit Brutto-Werten, dann wieder mit Netto-Werten rechnest: bei uns fahren die allermeisten Dienstwagenberechtigten lediglich aufgrund der 0,25%-Regel ein E-Auto und haben dieses noch nie zuhause geladen - sie wissen nicht mal, was eine Wallbox ist oder ein geeichter Zähler. Da wird auch nicht groß zwischen AC oder DC unterschieden (wobei AC in der Regel vermieden wird, das ist immer so ein Gefummel mit dem eigenen Kabel), auch die Blockiergebühren nach 45 und neuerdings schon nach 30 Minuten interessieren nicht. Wir hatten sogar den Extremfall eines Kollegen, der hat über ein gesamtes Wochenende am an einer DC-Säule gestanden, weil er sich mit dem Thema schlichtweg nicht beschäftigt hat und "die Karre voll sein sollte, wenn mein Flieger landet".
Rechnet man mit solch einem Verhalten, sieht deine Rechnung schon ganz anders aus. Bei DKV bleiben die Firmen, weil es etabliert und bequem ist, alle buchhalterischen Prozesse sehr einfach sind und die Akzeptanz der Karte extrem hoch ist. Verbrenner, Plugin-Hybride, BEVs - egal, wird alles über dieselbe Plattform verwaltet und abgerechnet. Nebenleistungen wie Wischwasser etc. ebenso.
Rein vom Finanziellen her müsste man die DKV-Karten als Frechheit zurücksenden - aber genau das ist eben nur ein Aspekt neben vielen anderen.
Auch bei uns laden viele nie zu Hause. In einer solchen Konstellation ist die DKV der falsche "Partner". Wenn der meiste Strom über die heimische WB bezogen wird mag die Bequemlichkeit der Abrechnung u.U. noch zeihen, aber bei >50% Ladung @road wird es teur.
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Ist in meiner Firma ähnlich, die Firmenwagenfahrer hängen meist an den Ladestationen dort, auch wenn zu Hause eine WB einstaubt...
Da ein gewisser Teil der Leasingsumme auch für den Strom gilt, kann ich es auch verstehen. Wenn man den nicht verbraucht, kann man entweder mehr Kilometer feahren, oder es gibt eine Gutschrift am Ende des Leasings... bezahlt wurde der Strom/Sprit vom Fahrer... nicht von der Firma...
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Da ein gewisser Teil der Leasingsumme auch für den Strom gilt, kann ich es auch verstehen. Wenn man den nicht verbraucht, kann man entweder mehr Kilometer feahren, oder es gibt eine Gutschrift am Ende des Leasings...
Manche Konstrukte muss man nicht verstehen...
Bei uns lebt die große Mehrheit der Dienstwagennutzer in Eigentum, kann also privat eine WB installieren. Eine Zeit lang hat die Firma die Wallboxen sogar bezahlt. Abgerechnet wird ganz einfach: die privat geladenen kWh werden über unseren Fuhrpark-Dienstleister abgerechnet, die extern geladenen kWh per DKV-Karte.
Die Mehrheit der Kollegen ist zu 90% regional, also im Umkreis ihres Büros, unterwegs. Nur wenige Kollegen (unter anderem ich) haben sich auf die Bearbeitung von Fällen in einer bestimmten Sparte spezialisiert und sind dafür seltener, dann aber weltweit, unterwegs. Soll heißen: ganz überwiegend wird daheim geladen, die DKV-Karte wird nur in Ausnahmefällen (oder im Urlaub) mal genutzt. Wie oben beschrieben, habe ich in 2025 nur 27 % meiner verbrauchten kWh mit der DKV-Karte extern geladen. Und ich dürfte einer der stärksten Nutzer sein.
Unter diesen Umständen könnte ich mir sogar vorstellen, dass der CFO mit seiner Berechnung richtig liegt und sich der Wechsel zu einem anderen Anbieter "mangels Masse" nicht lohnt.
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