• das neue Modul wird in 2-3 Jahren weniger SOH aufweisen, als aktuell der Fall.

    Die restlichen, alten Module allerdings auch....


    Gleichwertig werden beide nicht mehr...


    Durch Balancing kann aber eventuell noch ein Quentchen beim real zur Verfügung stehenden Gesamt-SOH herausholen.

    Bestellt 23.11.2021: Enyaq iV80/ unverbindliches Lieferdatum: 4.Q 2022

    Auslieferung: 22.03.2023 mit SW 3.2

    AKtuell SW: 3.8

  • fatalbiker :

    Mein Eindruck ist das Werkstätten auch im 5ten Jahr breiterer Ausrollung der E-Mobilität, weiterhin noch sehr wenig Ahnung von Batterie, Balancing und Co. haben. Und man, so wie Du, entweder keine Detailinfos oder nur so schreckliche Allgemeinplätze zu hören bekommt. Da hilft, wie auch andere hier sagen, nur mal selbst ins OBD zu schauen, was die Niveaus der Zellspannungen bei unterschiedlichen Ladeständen machen. Zu sehr verlieren sollte man sich darin aber auch nicht. Ich fahre auch seit 100 tkm bzw. seit ich drauf schaue mit einem Zellstapel rum der bis zu 0,015 V am oberen und unteren Ende abweicht, also vom Hören Sagen, nah an dem was die Reklamationsgrenze für Rückrufe bei zu geringem Parallelwiderstand zeigt. Andererseits könnte das in meinem Fall auch einfach ein Stapel aus einer minimal anderen Charge mit eckigerer und damit IMO sogar besserer Kennlinie sein.


    Alles in allem dominiert hier IMO auch viel das Zusammenspiel mit dem Nutzungsverhalten, was bei mir nicht das Schlechteste sein sollte. Und so sind meine SOH-Werte über die Jahre, gestartet im Mittelfeld, dank sehr flacher Degradationskurve, inzwischen am Aufschwimmen. Ein BIAS in meiner Kurve ist dabei sicher, dass ich bei den Kalibrierladungen über die Jahre eher besser geworden bin, trifft ein bisschen vermutlich aber auch auf alle zu. Aber in jedem Fall, keine Klagen meinerseits. :)


    Akku-Degradation.jpg

    BJ 2021; MJ 2022 Enyaq 80, Netto-Restkap. 74 kWh = SOH 96 % @ 125 tkm @ 13 kWh/100 km gemischt Winter/Sommer

  • Wenn ich mir aktuell die Batterie des ID.3 meines Sohnes ansehe, dann habe ich meine Zweifel, ob Entladen nahe 0% und Laden auf 100% wirklich (immer) hilft.


    In dem ID.3 waren erst zwei Module auffällig und dann defekt. Das BMS lädt und entlädt alle Zellen zusammen. Entladen, bis die schwächste Zelle ihre Entladegrenze erreicht hat. Und laden, bis die beste Zelle ihre Ladeschlussspannung erreicht hat. Das Balancen scheint nur in recht engen Grenzen möglich zu sein.


    In diesem Fall hat es dazu geführt, dass die gesamte Batterie nur noch 20% SoH hatte. Die gesunden Zellen arbeiten dann vereinfacht gesagt zwischen 80 und 100% SoC. Die defekten zwischen 0 und 20%.

  • Balancing ist ja dazu da, geringe Differenzen zwischen den Zellpaketen aus zu gleichen.

    Da im E-Auto, wenn auch noch mal durch Module unterteilt, aber alle Zellpakete in Reihe geschaltet sind, funktioniertt das, sofern man noch eine angemessene Leistungsfähigkeit von der Batterie fordert, nur im bescheidenen Rahmen.

    Der Strom fließt durch alle Module in gleicher Stärke.....


    Man kann ein Modul, dass z.b. bei der 77kWh-Batterie 8 Zellpakete mit jeweils 3 Zellen enthält, tauschen.

    Wenn die Leistungsfähigkeit des neuen Moduls ungefähr zu der der restlichen 11 Module passt, ist alles gut.

    Das dürfte aber kaum zu machen sein, wenn die restlichen 11 Module schon älter sind.

    Dann bleibt quasi eine "Schieflage" und das Balancing wird das nicht unbedingt verhindern.


    Wenn es bestimmte Bauzeiträume gibt, wo es zu Schwierigkeiten mit den Zellen gekommen sein könnte, wird es m.E. nicht unbedingt immer so sein, dass nur ein Modul der Batterie "betroffen" ist.

    Vielleicht sind 1 oder 2 andere Module auch schwächer, nur noch nicht so stark, wie das eine, dass dann zwingend getauscht werden musste.


    In der Beziehung bietet die 8jährige Batteriehersteller-Garantie dem Hersteller m.E. viele Optionen, um seine Versprechung, die ja lediglich lautet, dass der SOH der gesamten Batterie innerhalb der Garantiezeit größer als 70% sein muss, einhalten zu können......


    Wenn man eine Batterie mit Modulen unterschiedlicher Leistungsfähigkeit hat, ist das grundsätzlich keine gute Geschichte.

    Daher rate ich beim Kauf gebrauchter E-Autos im Bekanntenkreis, verstärkt auf die Spannungs- bzw. SOH-Differenz der einzelnen Zellpakete zu achten, was u.a. mit Carscanner gar nicht so schwierig ist.

    Das ist m.E. wichtiger, als kleinere Unterschiede bei einem SOH-Test der gesamten Batterie.

    Bestellt 23.11.2021: Enyaq iV80/ unverbindliches Lieferdatum: 4.Q 2022

    Auslieferung: 22.03.2023 mit SW 3.2

    AKtuell SW: 3.8

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