Beiträge von fatalbiker

    Ich habe mir jetzt auch mal die Car Scanner App und ein i620 Bluetooth OBD2 Diagnose-Adapter zugelegt.

    So sieht es aus, wenn der Hochvoltakku zu 60% geladen ist:

    Carscanner_Batterieübersicht.jpgCarscanner_Cell_voltage.jpg



    Ich vermute, die Zellen mit den höheren Spannungen sind die aus dem getauschten Modul? Und die Zelle Nummer 32 ist mit der Spannung am unteren Ende der Skala und hat damit eine relativ starke Differenz zu den anderen Zellen.




    So sieht es bei 100% Akkuladung aus:

    Übersicht Energieinhalt bei 100 Prozent Carscanner.jpgÜbersicht Zellenspannung bei 100 Prozent Carscanner.jpgÜbersicht Ladezustand Carscanner.jpg


    Wollte hier nochmal ein Update zum aktuell selbst geschätzten SoH machen, nachdem ich dem BMS genügend Gelegenheit gegeben hatte, den Akku "kennenzulernen".


    Habe die Kinder diese Woche in den Bayerischen Wald gefahren und bei der Gelegenheit natürlich auch mal versucht, einen Eindruck zum aktuellen SoH zu bekommen.

    Die Strecke war einfach ca. 180km, also hin- und zurück 360km. Das wäre vielleicht mit einem neuen 60er zu machen gewesen, bei mir hat er aber beim Start mit 100% ca. 320km Reichweite prognostiziert, daher eigentlich aussichtslos. Da wir aber mit offenen Fenstern und Schiebedach gefahren sind habe ich die Klimaanlage ausgeschaltet und schon hatten wir eine Reichweite nahe der gewünschten 360km. Habe mich dann auf das Abenteuer eingelassen und versucht, die Strecke Hin- und Zurück ohne Nachladen zu schaffen. Bei der Rückfahrt wurde es allerdings sehr knapp, teilweise hatte ich 20km weniger prognostizierte Reichweite als noch vorhandene Strecke und so bin ich dann teilweise auf der Landstraße nur 50km/h gefahren um Energie zu sparen und ohne Nachladen nach Hause zu kommen - zum Glück war das nachts um 2 Uhr auch überhaupt kein Problem, tagsüber hätte ich den Versuch nicht machen können.


    Vom Ergebnis war ich teilweise begeistert und teilweise geschockt. Begeistert war ich, weil ich die 368km tatsächlich ohne Nachladen geschafft habe. Dabei habe ich das Auto bis auf 3% herunter gefahren, was ich vorher noch nie gemacht hatte. (bisher war der niedrigste Akkustand 7%). Somit hatte das BMS nun auch mal die Gelegenheit den Akku im unteren Bereich zu kalibrieren.


    Geschockt war ich vom selbst berechneten SoH:

    Habe anhand der Verbrauchsdaten mal nachgerechnet, wieviel Kapazität ich aus dem Akku entnommen habe, und wie hoch die Restkapazität und damit der SoH ist.

    Bin 368km gefahren und hatte einen Durchschnittsverbrauch von 12,2 kWh/100km laut Bordcomputer. Der Akku wurde dabei von 100% bis auf 3% entladen.

    Enyaq Akkustand 3%.jpgEnyaq Verbrauchsübersicht bei 3% Akkustand.jpg


    Somit habe ich 3,68 * 12,2 kWh = 44,896 kWh aus dem Akku entnommen, was 97% der Kapazität entsprach. Der komplette Akku hätte also 44,896 kWh / 97 * 100 = 46,28 kWh Energieinhalt gehabt.

    Im Vergleich zum Neuzustand sind das 46,28 kWh / 58 kWh = 79,8% SoH, also eine noch größere Katastrophe, als der grob gemessene SoH letztes Jahr.


    Zur Kontrolle habe ich das Auto danach wieder auf 100% aufgeladen.

    Screenshot Akkuladung.png

    Laut der Skoda App wurden dabei 48 kWh getankt. Wenn man hier noch die Verluste durch das AC-Ladegerät berücksichtigt, dann kommt das mit den 44,896 kWh Verbrauch auch grob hin.

    Aber selbst wenn wir keine Ladeverluste berücksichtigen würden, wäre das mit 48 kWh / 97 * 100 / 58 kWh = 85,3% trotzdem noch ein ziemlich schlechter SoH.


    Die Chancen, dass ich in den kommenden 5 Jahren Restgarantie zum Garantiefall werde, sind also relativ hoch. (wo genau kann man eigentlich die genauen Bedingungen nachlesen? Bei der Bestellung 2021 war ich sogar der Meinung, dass 80% SoH nach 8 Jahren garantiert würden und nicht 70%. Wurde das im Verlauf verändert oder waren das die Garantiebedingungen eines anderen Herstellers und ich habe da was verwechselt?). Muss jetzt nur gucken, dass ich meine jährliche Kilometerleistung reduziere, damit ich die 160.000km bis dahin nicht überschreite. Hatte aber ohnehin überlegt, mir einen eVito zuzulegen, dann würde der Enyaq als Zweiwagen weniger Kilometer machen...





    Zitat

    "Ich habe jetzt nochmal ein paar Ladevorgänge "gesammelt" und an den Support geschrieben. Habe aber nur wenig Hoffnung, dass ich da eine wirkliche Lösung bekomme."


    Leider sollte ich mit meiner Befürchtung Recht behalten. Hatte am 07.06. an den Skoda Support geschrieben und habe heute, am 17.07., also fast 6 Wochen später eine nichtssagende Antwort bekommen



    Bildschirmfoto vom 2026-07-17 16-58-58.png

    Also ich gehe mal davon aus, dass die Werkstatt alle erforderlichen Schritte gemacht hat. An mich gab es keinerlei Empfehlung, wie nach dem Batteriewechsel zu handeln ist.

    Auf Nachfrage bei der zweiten Werkstatt, warum die Kapazität weiterhin so schlecht sei, hieß es, dass die schlechteren Zellen halt die guten Zellen runterziehen und man da nichts machen könne.

    Dennoch habe ich schon mehr als genug Ladevorgänge mit großem Hub gemacht.

    Lademodus auch richtig eingestellt?


    Bildschirmfoto 2026-06-08 um 07.06.24.png

    zu Punkt 1:

    - bei meinem Ladegerät handelt es sich um die originale "Mobile Ladestation iV Universal Charger" von Skoda, die ich damals mit dem Fahrzeug geordert hatte. Sie ist an einem Drehstromanschluss angeschlossen und funktioniert daher genauso wie eine normale Wallbox mit 11kW.

    - ob mein Ladegerät das zeitversetzte Laden unterstützt, ist mir nicht bekannt. Da das zeitversetzte Laden aber funktioniert, wenn mein Akkustand über 40% liegt, gehe ich davon aus, dass es von meinem Ladegerät unterstützt wird. Auch das Starten und Stoppen mit der App funktioniert.


    zu Punkt 2:

    Wie man aus den Bildern entnehmen kann:

    - Am 30.05. und 04.06. ist Laden & Klima zur Abfahrtszeit eingestellt

    - Am 06.06. ist Laden zur Abfahrtszeit eingestellt


    zu Punkt 3:

    - Die Ladestation ist als "zu Hause" eingespeichert.

    Was dabei aber tatsächlich interessant ist:

    - Bei dem Ladevorgang am 30.05., der katastrophal schief gegangen ist und gleich auf 95% geladen hat, obwohl nur 80% als Maximum eingestellt waren, da steht auf den Fotos tatsächlich auch "zu Hause" drüber

    - Bei den Ladevorgängen am 04.06. und 06.06. stehen diese Angaben zumindest nicht auf dem Bild.

    Ich glaube aber, dass das daran liegt, dass ich am 30.05. für das Foto nochmal extra ins Lademenü gegangen bin, während ich bei den anderen Ladevorgängen das Foto direkt nach dem Einstecken gemacht habe und sich somit das "Ladefenster" automatisch mit dem Einstecken geöffnet hatte.

    Zur Zweijahresinspektion habe ich auch mal offiziell von Skoda ein SoH-Zertifikat erstellen lassen. (und leider 80 Euro extra dafür zahlen müssen - was ich in Anbetracht der angegebenen Genauigkeit von +/- 10 Prozentpunkten für relativ teuer halte)


    Das Ergebnis von katastrophalen 85% SoH wollte ich hier mal zur Diskussion stellen.

    Skoda Enyaq Akku State-of-Health SoH_Teil1.jpgSkoda Enyaq Akku State-of-Health SoH_Teil2.jpg


    Das Fahrzeug wird meist nur auf 80% geladen und bei den meisten Fahrten nur auf ca. 30%-50% entladen. Der DC-Ladeanteil lag bei ca. 2%.

    Dennoch hatte ich vor ca. einem Jahr bei ca 58.000km bereits einen Defekt eines Akkumoduls. Dieses wurde auf Garantie getauscht.

    Das Akkuzertifikat habe ich dann drei Monate später zur Zweijahresinspektion bei 65.000km erstellen lassen.

    Mittlerweile hat mein Enyaq 93.000 km. Ein neueres Akkuzertifikat habe ich aber nicht mehr erstellen lassen, weiß also nicht, wie sich die Degradation weiter entwickelt hat.

    Nachdem ich jetzt lange nichts mehr ins Forum geschrieben habe, wollte ich zu dem Thema auch noch meine Erfahrungen nachtragen:


    Hatte auch im Mai 2025 die Fehlermeldung "Elektrosystem funktioniert nicht richtig. Bitte Werkstatt aufsuchen". (siehe Fotos)


    IMG_20250524_161256_940.jpgIMG_20250524_141307_181.jpg



    Laut der Skoda Werkstatt waren ein oder zwei Akkumodule defekt (genau weiß ich es nicht mehr) und wurden auf Garantie getauscht.

    Zum Glück war das noch eindeutig innerhalb der Kerngarantie von 2 Jahren, so dass keine Diskussion aufkam, ob das unter die Akkugarantie fällt


    Was mich allerdings wundert: ich habe den State-of-Health meines Akkus immer überschlagen, indem ich nachgerechnet habe, wieviel kWh ich geladen habe und wieviel Prozent Akkukapazität das waren. Alternativ kann man natürlich auch anhand der gefahrenen Fahrstrecke und dem Verbrauch in kWh/100km nachrechnen, wieviel kWh man aus dem Akku entnommen hat und wieviel Prozent Akkukapazität das dann waren. Dabei fiel mir schon seit einiger Zeit auf, dass der State-of-Health unter 90% liegt. Nun hätte ich erwartet, dass dieser nach dem Austausch der Akkumodule wieder besser ist, konnte aber keine Verbesserung beobachten.


    Was mich damals beim Akkutausch ebenfalls sehr gewundert hat: Das Auto stand über zwei Wochen in der Werkstatt und ich hatte einen Mietwagen als Ersatzfahrzeug. Irgendwann habe ich dann in der Werkstatt nachgefragt, wie lange die Reparatur noch dauern würde. Darauf wurde mir gesagt, dass das noch nicht absehbar sei, da einige Teile nicht lieferbar seien. Dann habe ich nachgefragt, ob denn die Kostenübernahme von meinem Mietwagen weiterhin gesichert sei. Das wollte man klären.

    Am übernächsten Tag bekomme ich plötzlich den Anruf, dass mein Auto jetzt fertig ist und ich bitte sofort den Mietwagen zurückgeben soll.

    Das hat mich schon sehr misstrauisch gemacht - insbesondere später im Zusammenhang mit dem weiterhin sehr niedrigen State-of-Health des Akkus.

    Bei mir bleibt irgendwie der Eindruck hängen, dass hier wegen der Kosten für den Mietwagen dann plötzlich Druck von Skoda aufgebaut wurde und das Auto schnell wieder zusammengebaut wurde. Ob dabei dann wirklich Neuteile verwendet worden sind oder hier evtl minderwertige Qualität eingebaut wurde, beschäftigt mich seither. Zumindest konnte mir in der Werkstatt niemand vernünftig erklären, warum es erst hieß, es sei überhaupt nicht absehbar, wann die Teile wieder lieferbar wären und dann plötzlich zwei Tage später das Auto fertig ist...


    Ich habe danach die Werkstatt gewechselt. Zur Zweijahresinspektion bin ich dann in eine andere Niederlassung gegangen. Habe dann auch extra 80 Euro in ein Akkuzertifikat investiert. Zum einen wollte ich den Akkuzustand zum Ende der regulären Garantie dokumentiert haben und zum anderen wollte ich wissen, ob mich mein Eindruck und meine persönlichen Berechnungen täuschen.

    Leider kam dabei heraus, was ich schon befürchtet hatte: Der State-of-Health lag bei 85%.

    Skoda Enyaq Akku State-of-Health SoH_Teil1.jpgSkoda Enyaq Akku State-of-Health SoH_Teil2.jpg



    Was ich allerdings nicht ganz verstanden habe:

    Es gibt wohl eine kurze und eine lange Messung. Die lange Messung würden sie wohl nur machen, wenn das Testgerät es empfehlen würde und das hat es nicht empfohlen. Gleichzeitig besteht aber wohl eine hohe Ungenauigkeit bei der Bestimmung des SoH von +/- 10 Prozentpunkten. Somit wäre von katastrophalen 75% bis zu ordentlichen 95% noch alles möglich. Warum man für 80 Euro keinen genaueren Test bekommt, ist mir nicht ganz klar.

    Sehr amüsiert habe ich mich über den Kommentar des noch jüngeren Mitarbeiters am Infopoint: Die 85% seien doch super, viel mehr hätten doch die meisten Autos gar nicht... Habe dann zum Vergleich mal den SoH genannt, den man in diversen Gebrauchtwagenportalen sonst so zu lesen bekommt (meist weit über 93%)....


    Was habt Ihr für Erfahrungen bezüglich Eurer Hochvoltbatterie gemacht?

    Hallo SR26,


    ich habe das gleiche Problem bei meinem Skoda Enyaq 60 iv schon seit 2 3/4Jahren, ohne dass es bisher eine Lösung dafür gab.

    Habe das einmal im Rahmen anderer Probleme, die auf Garantie behoben worden sind, beim Händler kritisiert. Darauf wurde ein Software-Update aufgespielt, aber ohne Verbesserung (ich glaube ein einziges Mal ist das Problem danach nicht aufgetreten).

    Ich habe jetzt nochmal ein paar Ladevorgänge "gesammelt" und an den Support geschrieben. Habe aber nur wenig Hoffnung, dass ich da eine wirkliche Lösung bekomme.


    Auch ich möchte nicht sofort auf 80% laden, sondern den Akku möglichst lange im mittleren Ladezustand um 50% belassen, um ihn bestmöglich zu schonen.

    Leider hatte ich nämlich schon einen Akkudefekt vor einem Jahr, der zum Glück auf Garantie behoben wurde (ein oder zwei Akkumodule wurden getauscht). Leider hat mein Akku auch danach nur noch einen State-of-Health von 85%...

    Habe leider wenig Hoffnung, dass der lange über die Garantie hält...


    Zur besseren Nachvollziehbarkeit für die anderen Forumsteilnehmer hier eine Beschreibung und Screenshots der Ladevorgänge:

    Ladevorgang am 30.05.2026:

    Das Auto wird um 19:56 angesteckt und hat einen Akkuladestand von 36%.

    Folgende Parameter sind eingestellt: "Direkt laden bis 40%", "Laden bis 80%", "Abfahrtszeit 7 Uhr"

    Korrekterweise müsste das Auto zunächst von 36 auf 40% laden und dann erst in den Morgenstunden auf 80% laden.

    Was passiert aber stattdessen? Das Auto beginnt sofort zu laden und stoppt danach nicht mehr. Interessanterweise lädt das Auto sogar bis 95%, obwohl die obere Ladegrenze mit 80% eingestellt war.

    Dieser Ladevorgang taucht lustigerweise auch gar nicht in der Ladehistorie auf, sondern fehlt dort völlig (siehe Screenshot), so dass der Ablauf überhaupt nicht nachvollziehbar ist.

    Ladevorgang_30052026x_.jpg


    Ladevorgang am 04.06.2026:

    Das Auto wir um 11:29 angesteckt und hat einen Akkuladestand von 37%.

    Folgende Parameter sind eingestellt: "Direkt laden bis 40%", "Laden bis 80%", "Abfahrtszeit 18 Uhr".

    Korrekterweise müsste auch hier das Auto zunächst von 37% auf 40% laden, dann pausieren und erst abends auf 80% laden. Leider funktioniert das aber nicht.

    Das Auto beginnt sofort zu laden, pausiert nicht und erreicht schon gegen 13:30 80% Ladezustand, also viereinhalb Stunden zu früh.

    Ladevorgang_04062026_.jpg


    Ladevorgang am 06.06.2026:

    Das Auto wird um 23:10 angesteckt und hat einen Akkuladestand von 13%.

    Folgende Parameter sind eingestellt: "Direkt laden bis 40%", "Laden bis 80%", "Abfahrtszeit 7 Uhr"

    Korrekterweise müsste auch hier das Auto zunächst von 13% auf 40% laden, dann pausieren und erst in den Morgenstunden auf 80% laden.

    Was passiert stattdessen? Das Auto beginnt sofort zu laden und erreicht schon um ca 02:30 80% Ladestand, also viereinhalb Stunden zu früh. Eine Pause hat nicht stattgefunden.

    Ladevorgang_06062026_.jpg



    Ich bin etwas gefrustet, dass hier viele Enyaq-Fahrer schon vor Jahren von dem Problem berichtet haben und es offensichtlich noch immer nicht behoben ist. Dachte jetzt zunächst, dass man die Fahrer der ersten Modellreihe einfach "vergessen" hat. Aber wenn das selbst bei aktuellen Neufahrzeugen noch auftritt, dann ist das schon frustrierend...

    Mal ein kurzes Update:
    Es scheint wirklich nur an der Außentemperatur zu liegen, die Winterreifen scheinen kaum eine Rolle zu spielen.

    Hatte heute auf dem Weg zur Arbeit plötzlich nur 17,3kWh/100km. Allerdings war es bei Abfahrt noch deutlich wärmer mit guten 10°C und die Vorklimatisierung war eingestellt, während das Fahrzeug noch an der Steckdose hing...