Umweltplakette

  • Weil es eben keine Umweltplakette ist, sondern eigentlich eine Feinstaubplakette. Und Feinstaub produziert auch ein E-Auto. Wenn auch nicht soviel wie ein Verbrenner.

    Warum sind denn die Grundlage zur Einstufung im Wesentlichen die Emissionen am Auspuff? Soweit ich mich erinnere, wird keine Feinstaubbelastung des Autos zur Festlegung der Euro-Abgasnorm herangezogen.

    Zudem lässt sich der Feinstaub von Bremsen und Reifen-/Asphaltabrieb auch nicht fahrzeugmodellabhängig messen.

  • Moin

    Soweit ich mich erinnere, wird keine Feinstaubbelastung des Autos zur Festlegung der Euro-Abgasnorm herangezogen.

    Doch, bei den Benzinern aber erst seit Euro 5 (bei denen liegt die Partikelmasse aber eh deutlich niedriger als beim Diesel). Beim Diesel seit Euro 1 (PM ist von 140 mg/km ( 190 bei N1) bei Euro 1 auf 4.5 mg/ km bei Euro 5b runter) und mittlerweile spielt auch Partikelanzahl ( PN) mit rein.


    Gruß

    K.R.

  • Moin

    Doch, bei den Benzinern aber erst seit Euro 5 (bei denen liegt die Partikelmasse aber eh deutlich niedriger als beim Diesel). Beim Diesel seit Euro 1 (PM ist von 140 mg/km ( 190 bei N1) bei Euro 1 auf 4.5 mg/ km bei Euro 5b runter) und mittlerweile spielt auch Partikelanzahl ( PN) mit rein.


    Gruß

    K.R.

    Danke für das Update.


    Macht letztendlich Sinn, aber für BEV emissionstechnisch nicht relevant, Reifen etc. nicht beurteilbar.

    Wenn ich das einbeziehen möchte, könnte man natürlich auch darüber philosophieren, inwieweit die Emissionen der Stromerzeugung oder der für Erzeugung/Lieferung von Diesel/Benzin eingerechnet werden sollten, bei Grünstrom entfiele das allerdings weitestgehend.

    Dann kommen wir aber insgesamt ins Rotieren: wo soll ich anfangen, wo aufhören?

  • Ich finde die Grüne Plakette sollte komplett abgeschafft gwerden und durch eine Negativ Plakette ersetzt werden. Welches Auto der letzten 15 oder eher 20 Jahre würde den die grüne nicht bekommen. Mein 2002er Passat 1,9 TDI hatte die und mein 2000er A2 1,4 Benziner hat sie auch. Wieviel Fahrzeuge in D bleiben da noch übrig.

    30.12.2021 ULT 12.22. 80x Sportline

    Panasonic Wp 5kW, 4,9kWp mit 20x245W plus 38x440W Bluesun auf Nord- und Flachdach, LG 10Resu Speicher, Passivhaus

  • Sowieso ein Quatsch mit den Plaketten. Die Daten sind ja alle vorhanden. Ein einfacher Abgleich mit dem KZ reicht ja. KZ wird eh schon an vielen Punkten erfasst, da kommt es auf einen mehr auch nicht mehr an.


    Notfalls könnte man das auch noch elektronisch lösen.

    Enyaq FL 85, Graphit Grau metallic, Suite Leder Schwarz, Transport Paket, Winter Paket, Maxx Paket, AHK, Aquarius 21", Netztrennwand


    Elroq 85, Race Blau metallic, Smart Lodge, Canton, AHK, WP, Pakete UDC & Smart, Neptun 20"

  • Wahrscheinlich hatte niemand E-Autos auf dem Schirm, als die grünen Plaketten eingeführt wurden. Ursache waren ja serienmäßige Überschreitungen von Grenzwerten.

    Richtig: Inzwischen haben sicher 98% der Fahrzeuge eine grüne Plakette oder es sind Oldtimer, die ja sicher von solchen Regelungen ausgeschlossen sind.

    Da es vermutlich keine explizite Ausnahme gibt, müssen E-Autos halt auch eine haben. Ist ja auch nicht so schlimm, oder?

    Mit der Zeit hat sich das Konzept vermutlich eh überholt. Denn die Luft wird ja nicht sauberer, wenn 2% der Fahrzeuge theoretisch in eine Umweltzone nicht einfahren können und es 1,5% davon nicht interessiert.


    Wenn die Anzahl BEV irgendwann mal signifikant wird, erreicht vermutlich eh keine Messstation mehr die Grenzwerte und das ganze System mit Umweltzonen wird obsolet.

  • Moin

    Wenn ich das einbeziehen möchte, könnte man natürlich auch darüber philosophieren, inwieweit die Emissionen der Stromerzeugung oder der für Erzeugung/Lieferung von Diesel/Benzin eingerechnet werden sollten, […]

    Eher nicht, denn es geht bei der eher kleinräumigen Umweltzone ja um die lokalen Belastungen. Wo der für das durchfahrende BEV Strom geladen (und damit ja in der Nähe erzeugte Strom) wurde, kann aber niemand wissen.


    Soweit sich innerhalb der Umweltzone ein zur Stromproduktion eingesetztes Kraftwerk befindet, werden dessen Emissionen zwar Einfluss auf die Werte in der Zone haben, aber dann wird man diesen Einzelwert auch kennen. Der wird sich an Grenzwerte halten müssen und wenn er es tut, gäbe es keinen Hebel.


    Die Zonen selbst haben sich in dieser Form irgendwo überlebt. Es sind ja auch diverse aufgehoben worden.


    Gruß

    K.R.

  • Da geht es mir nicht um die lokalen Emissionen, sondern um eine global betrachtete Gesamtbilanz in einem zusammenhängenden System Erde.


    Deshalb ist es ja lächerlich, dass sog. Zeroemissionvehicels als besonders umweltfreundlich eingestuft werden, in vielen Ländern der Strom zu deren Betrieb aber zu >90% aus Kohle kommt. Genauso irrwitzig, wie Atomstrom als "umweltfreundlich" zu verkaufen.

    Führt aber zu weit ab...

    Ich bin kein fanatischer "Öko", mache mir aber schon Gedanken, wie wir die weitere Klimaerwärmung zu Gunsten der Kinder und Enkel vermeiden können und denke daher auch gerne über den Tellerrand hinaus.

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