Das Entladungsproblem gibt es auch bei Verbrennern:
Zur Fehlersuche an einem Außenspiegel an meinem Passat war lediglich die Zündung über 30 Minuten an, der Basisstromverbrauch der 80 Millionen Steuergeräte und Co hat in der Zeit die Batterie komplett leergesaugt...
Nichtsdestotrotz sollte beim E-Auto die "Starter"batterie automatisch nachgeladen werden, wenn die Spannung kritisch abfällt. Ich fürchte nur, dass das System komplett überarbeitet werden muss, um das HV-System nicht komplett hochzufahren, sondern nur soweit, dass der Wandler Ladestrom an die 12V-Batterie abgibt, der Rest aus bleibt.
Bei den MEB führt das Entladungsproblem, m.E. im Gegensatz zu den Konzern-Verbrennern, aber dazu, dass einige Batterien schon nach einem Jahr gewechselt werden müssen.
Das trifft bei den Verbrennern i.d.R. nicht zu. Dort halten die Batterien nach meiner Beobachtung im Schnitt ca 5-6 Jahre, bis es zu Funktionseinschränkungen (häufig bei Start&Stop und 12V-Rekuperation) kommt.
Manuelles Starten funktioniert dann i.d.R. noch für längere Zeit.
Bei einem Konzernverbrenner mit Start&Stop wird so eine Batterie, im Gegensatz zum MEB, (zudem gewollt...) sogar deutlich mehr gefordert, bzw. hat die Batterie dort nicht so ein Luxusleben, dass sie z.b, bereits beim Setzen des Fahrers oder beim relativ häufigen HV-Laden wieder nachgeladen wird....
Von daher erwarte ich von einem E-Fz, dass die 12V-Batterie mindestens 5-6 Jahre hält, ohne dass es zu Funktionseinschränkungen oder gar Startunfähigkeit führt.
Dass die Spannung der 12V-Batterie morgens so weit runter war, wie es laut Berichten von MEB-Fahrern teilweise der Fall ist, habe ich bei meinen letzten beiden Konzernverbrennern nicht gehabt. Auch die waren ständig an einen Spannungslogger angeschlossen. Irgendwelche "Entladungsorgien" während der Ruhezeiten waren definitiv nie zu beobachten und das ist, ganz sicher, auch bei einem E-Fz nicht zwingend notwendig.