EU ruft zur Stellungnahme/Rückmeldungen zur bisherigen Umsetzung der "AFIR" Regularien auf - bis zum 20.04.26 ist die Teilnahme möglich

  • Erst einmal, "AFIR" ?


    Das ist die Abkürzung für Alternative Fuel Infrastructure Regulations- also EU Vorschriften wie in den jeweiligen Ländern die öffentliche Ladenetzinfrastruktur zu erfolgen hat inkl. Transparenz bei den Preisen


    Es gibt dazu ganz aktuell eine Umfrage , zu der alle EU-Bürger bis zum 20.04,26 eingeladen sind, Ihre Erfahrungen/Meinungen einzubringen. Die Beiträge werden anschließend ausgewertet und sollen in die neuen Änderungen/Anpassungen der "AFIR" mit einfließen.


    Das ist eine gute Gelegenheit, über Foren, Stammtische und private Dialoge hinweg, auf einer offiziellen EU-Seite das öffentliche Laden mitzugestalten und die Kritik nicht ins Leere laufen zu lassen...


    Wer daran teilnehmen möchte, hier der Link zur EU-Seite: https://ec.europa.eu/info/law/…lternative-Kraftstoffe_de

    6 Mal editiert, zuletzt von Deichguckerin () aus folgendem Grund: Erweiterter Text

  • So, ich habe mich dort ausgelassen.....

    Hier mein Beitrag zu dem Thema.


    Meine Meinung zur Ladeinfrastruktur ist folgende. Für Langstrecken ist das Ladenetz ok.

    In Städten sind oft noch zu wenig Lademöglichkeiten, besonders die, wo über Nacht geladen

    werden kann, ohne Blockiergebühr. Zudem ist es (noch) sehr wichtig, die Ladeplätze

    strenger zu überwachen, da oft genug Verbrenner-Fahrzeuge dort stehen und die Lademöglichkeit

    blockieren. Ebenso sollte es Straffrei sein, wenn ein E-Fahrer einen solchen Wagen blockiert

    solange er dort läd (sofern das Kabel lang genug ist). Genauso gehört für mich auf jeden Parkplatz

    von Geschäften Schnellladesäulen. Da ist es dann möglich während eines Einkaufs den Wagen vernünftig

    aufzuladen. Firmenparkplätze sollten mit 11 KW Ladesäulen ausgerüstet werden, damit die Mitarbeiter

    tagsüber in aller Ruhe laden können. Besonders dies kann die Ladesituation in (Groß-)Städten deutlich

    entschärfen. Zu den Preise vertrete ich folgende Meinung.Ad-Hoc Laden muss günstiger werden, aber

    nicht günstiger als mit einer Ladekarte. Um diese Karten zu erhalten muss man kein Fachmann sein. Somit

    stehen jedem E-Auto Fahrer diese offen. Es ist legitim über Verträge günstigere Preise anzubieten als für

    direkt zahlende Kunden. Aral und Shell machen es genauso. Und genau wie im Mobilfunk sollten Roamingkosten

    entfallen. Als Beispiel ENBW ohne Vertrag 56 ct/kWh bei fremden Anbietern mit der gleichen Karte laden

    kostet dann bis zu 89 ct/kWh Da über den Strompreis auch die Ladesäulen, Installation Netzanschluss finanziert

    werden müssen, finde ich 56-60 ct/kWh durchaus angemessen, alles was darüber liegt ist zu viel.

  • goofy1966 Deine Forderungen, über das Eigentum anderer zu bestimmen (Parkplätze von Geschäften und Firmen), stossen mir ganz übel auf. Weitergedacht stünde die Forderung, dass jeder Grundstücksbesitzer eine 11kW-Ladesäule für das öffentliche Laden zu betreiben hat. Mal ganz ehrlich: über das Eigentum anderer zu bestimmen, ist furchtbar einfach.

  • goofy1966 Deine Forderungen, über das Eigentum anderer zu bestimmen (Parkplätze von Geschäften und Firmen), stossen mir ganz übel auf. Weitergedacht stünde die Forderung, dass jeder Grundstücksbesitzer eine 11kW-Ladesäule für das öffentliche Laden zu betreiben hat. Mal ganz ehrlich: über das Eigentum anderer zu bestimmen, ist furchtbar einfach.

    Zitat

    Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Art 14

    (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

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  • boerse82 Noch bevor ich Deinen Beitrag las, kam mir der gleiche Gedanke.

  • Für (manche) öffentliche Nichtwohngebäude gibts die Pflicht ja schon:


    Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität* (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz - GEIG)
    § 10 Bestehende Nichtwohngebäude mit mehr als 20 Stellplätzen

    (1) Für jedes Nichtwohngebäude, das über mehr als 20 Stellplätze innerhalb des Gebäudes oder über mehr als 20 an das Gebäude angrenzende Stellplätze verfügt, hat der Eigentümer dafür zu sorgen, dass nach dem 1. Januar 2025 ein Ladepunkt errichtet wird.

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  • Was für ein zahnloses Gesetz!

    Die Busse für die Ordnungswidrigkeit KANN bis zu 10'000 € betragen. Die Installation und Betrieb des Ganzen ist deutlich teurer. Weglassen, bezahlen, fertig.

    Und ausserdem wundert es mich nicht, dass jetzt oft die Bewirtschaftung der Parkplätze ausgelagert wird. Damit ist das Gesetz einfach umgangen, denn es hängt an Gebäuden.


    Und netter Hinweis auf Artikel 14 des Grundgesetztes. Er gehört durchgesetzt! Nur spürt man davon nichts. Gar nichts.

  • Ich hab ganz schlechte Nachrichten für Dich: Deutschland ist schon so weit am Abgrund, dass ich hier auf meinem eigenen Grundstück keine Mietskaserne mit 100 Wohneinheiten bauen kann, ohne so unsinniges Zeug wie Parkplätze (die können doch an der Straße parken!! Außerdem ist jeder Parkplatz kostbarer Platz für ein 1-Zimmer-Studentenappartment) oder ausreichend breite Treppenhäuser als Fluchtwege (wer zur Miete wohnt, soll auch noch Chancen auf Überleben haben?!?) zu bauen - da wird schon arg über mein Eigentum bestimmt... Der verbrecherische Staat verbietet mir sogar, unangeschnallt Auto zu fahren!!!!


    Und jetzt mal Sarkasmus bei Seite gelegt: ich weiß nicht, in welcher Anarchie Du lebst, aber zumindest hier in Deutschland gibt es schon eine ganze Menge Vorschriften, die mich in meinem Tun einschränken oder mir Vorgaben machen, was ich alles zu tun habe, wenn ich irgendwas anderes machen will - hier in BaWü unter anderem halt Parkplätze und sogar Fahrradstellplätze. Warum es jetzt der Untergang des Abendlandes sein soll, wenn ich an den besagten Parkplätzen auch gleich eine Ladesäule/Wallbox bereitstelle, erschließt sich mir nicht. Mach das ganze mit einem ordentlichen Lastmanagement, dann kannst Du sogar Deine Tiefgarage mit 100 Stellplätzen ohne nennenswerte Erhöhung der Anschlussleistung komplett versorgen.

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  • Ich bin da eher bei BlauesCoupe . Wenn ich ein Grundstück kaufe (!), also nicht miete oder pachte, dann empfinde ich es auch eher als Eingriff in meine Eigentumsrechte, wenn mir ständig einer Vorschriften machen will, nur weil er die Staatsmacht hinter sich hat.


    Wenn der Staat gerne möchte, dass Ladesäulen oder was auch immer aufgestellt werden, dann kann er das entweder anreizen damit ich das auf meinem Grundstück und von meinem Geld mache, oder er macht es auf seinem (!) Grundstück und von seinem (!) Geld. Am besten von seinem Geld, welches er dann nicht einfach per Steuererhöhung hintenrum wieder reinholt.


    Eigentum sollte für den Staat nicht einfach nur ein Selbstbedienungsladen sein, um Kosten und Risiken in private Hand auszulagern.

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