Irgendwelche Meldungen bezüglich des Notfallakkus sollen bei den MEB ca ab Unterschreiten von 50% SOH auftreten und dann wäre halt der (teuere) Wechsel fällig.
Das hört sich ersteinmal vernünftig an, denn einen Akku sollte man eigentlich/grundsätzlich schon bei noch höherem SOH wechseln....der Antriebs-Li-Akku mit ähnlicher Chemie wird ja werkseitig bereits bei Unterschreiten von 70%-SOH, gem. Garantiebedungungen, als nicht mehr ausreichend betitelt. Dem traut man die 70% normalerweise aber mindestens 8 Jahre zu und das bei deutlicher zyklischer Belastung.
Meine Meinung:
Es ist der SOH (allgemeine Zustand) des Akkus und nicht dessen SOC (Ladezustand....) vielleicht verwechselt man da etwas.....
Der Notfallakku wird nur dann entladen, wenn die Stromversorgung bei einem Unfall durch 12V des Autos nicht mehr funktioniert.
Der Notfallakku muss daher kaum Zyklen "ertragen", sondern altert lediglich durch die Zeit.
Warum sollte so ein gewöhnlicher Li-Akku (2x18650 sind da m.E. drin) nach ca 5 Jahren nur noch einen SOH von 50% haben?
Ich zweifle an, dass der SOH im Fz ernsthaft ermittelt wird. M.E. läuft da nur eine Art Zähler im Hintergrund ab, der aufgrund von irgendwelchen sonstigen äußeren Einflüssen leicht unterschiedliche Werte liefern kann.
Dadurch das es normal zu keiner Entladung kommt, wäre es zudem sehr schwierig den Akkuzustand anhand von Strom und Spannung, bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen, fest zu stellen, so wie es z.b. bei der 12V-Starterbatterie geschieht.
Ich würde daher bei einem, aufgrund von schlechtem SOH X%-Wert, ausgemusterten Notfallakku, gerne mal den realen SOH feststellen.....