Fehlermeldung "Limit des Batterieschutzes überschritten"?

  • Ach alles gut.

    Die Leute die detailliert Ahnung hatten (jedenfalls von meinem Wissenspunkt aus die Praktika in der Logistik bei VW gemacht hat und eine Diplomarbeit über Steuergerätekonzepte geschrieben hat) sind hier schon vor Jahren weg, wenn ich mir alte Threads ansehen.


    Jugend (oder Alter) forscht macht ja auch Spaß, ist doch auch ok. Gibt blödsinnigere Dinge mit denen man sich beschäftigen kann.


    Was ich halt nicht nachvollziehen kann:

    Wo die Erwartungshaltung herkommt das einfache Spannungsdiagramme irgendwem weiterhelfen.

    Um ein Problem zu beheben muss man doch die Ursache kennen. Die Spannungseinbrüche sind aber "nur" das Resultat das irgendwo ein Leistungsbedarf entsteht. Spannend wäre doch also zu ermitteln wo der herkommt und dann im nächsten Schritt warum.

    Insofern gibt es jetzt also diverse Spannungsverläufe die nur bedingt Ähnlichkeiten haben (Wenn alle stündlich Aktivitäten zeigen würden, irgendwelche bestimmte Muster... könnte man sich ja über mögliche Ursachen Gedanken machen).

    Wenn ich mir dazu einige Kommentare ansehe, dann wird da mal freundlicher mal weniger freundlich darauf reagiert das die Werkstätten die Diagramme nicht haben wollen. Diese Erwartungshaltung verstehe ich eben nicht, in Physik/Chemie lernt man vor den ersten Experimenten (hoffentlich) sowas wie definierte Umgebungen, Protokolle mit den eingetretenen Rahmenbedingungen, Einflüssen und Reaktionen. Hier gibt es immer nur die Reaktionen, ohne weitere Informationen.

  • [...]

    Mein Wissensstand ist, das die Funktionen der Kühlung und Heizung der Traktionsbatterie aus dem HV System versorgt werden - genauso wie die Pumpe(n).

    ... und ja, das verringert die Reichweite (Wenn es aus dem HV System kommt wie ich es kenne. Werden die Komponenten aus der 12V Schiene versorgt wäre es für die Reichweite unerheblich).

    [...]

    Heizung läuft definitiv über HV, da der Heizer halt nur über HV heizen kann (12V nur zur Steuerung); Kühlung könnte rein theoretisch über 12V laufen, wenn keine Wärmepumpe im Spiel ist (der Kompressor läuft nur über HV); die beteiligten Pumpen sind in jedem Fall 12V-Systeme.

    Die Frage ist jetzt, ob im Fall Kühlen der DC/DC-Wandler anspringt und die Systeme direkt versorgt, dann wäre die 12V-Batterie erstmal außen vor (bis auf das aufwecken der notwendigen Steuergeräte, um den DC/DC-Wandler zu aktivieren).


    Auf die Reichweite geht es aber so oder so, auch die 12V-Batterie wird während der Fahrt aus der HV-Batterie nachgeladen, daher gibt sich das nix ;)

    Enyaq Coupe RS in Mamba-Grün 🐸
    VW e-up Facelift in Honey-Yellow 🐝


  • Ausschließlich private Spannungsdiagramme haben m.E. dazu geführt, dass man überhaupt gesicherte Kenntnis darüber hat, dass es teilweise durchaus relevante Entladungen der 12V-Batterien gibt, wenn eigentlich Busruhe herrschen sollte.


    Wenn man diese Kenntnis, zumindest offiziell nicht hat (oder vom "Werk" bestimmt, nicht haben soll), so wie bei den Vertragswerkstätten laut Meldungen von Betroffenen der Fall, erkennt man, wenn es zu den bekannten 12V-Problemen kommt, meistens keinen Fehler:

    Der Ruhestrom ist bei einer einzelnen Werkstatt-Messung normal und/oder man kann maximal eine bereits geschwächte Batterie ausmachen.


    Das ist halt der Unterschied zwischen Spannungsaufzeichnungen und dem, was die Werkstatt macht/machen darf.....


    Daraus ergibt sich dann die "Lösung", die die Werkstatt durchführt:

    Bisher war das der Batterietausch, wenn die Batterie ebenfalls schon auffällig (ermittelt durch Werkstatt-Standard-Tests) schwächelt.


    Die Werkstatt erkennt offenbar ebenfalls nicht, dass der Kapazitätsdurchsatz der Batterie (Summe der entladenenen und der geladenen Kapazität) und damit die äquivalente Zyklenanzahl, bereist bei relativ jungen Fz, recht groß ist.

    Das wäre (neben der Spannungsaufzeichnis, die sie nicht durchführt) ein weiteres Indiz dafür, dass "irgendwie" zu viel/ zu häufig entladen wird und diese Werte kann auch eine Werkstatt, genau wie jeder Privatmann mit Carscanner, in 10sec auslesen.

    Die Batterie altert:

    1. durch häufigere, stärker teilentladene Zustände und

    2. durch die hohe Zyklenzahl (die übrigens auf bei rechtzeitiger "Not"-Ladung auftreten würde)

    zu schnell.


    und selbst, wenn man gar nicht gezielt messen will, darf oder kann.....:

    Irgendwann sollte es "eigentlich" auffallen, wenn ein Fz, wie in diesem Forum der Fall, nach 4,5 Jahren bereits die 3. Batterie eingebaut bekommt und spätestens dann, sollte man sich um die eigentlichen Ursachen kümmern.

    Bestellt 23.11.2021: Enyaq iV80/ unverbindliches Lieferdatum: 4.Q 2022

    Auslieferung: 22.03.2023 mit SW 3.2

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  • Das Forum ist doch da um sich auszutauschen. Aktuell können wir es nicht eingrenzen, das ist richtig. Die Info dass es aber bei mehreren passiert ist doch Gold wert.


    Hätte nur einer das Problem könnte man hergehen und auf eine Reparatur bestehen.

    Ist es „Serie“ gibt es eben keine individual Reparatur mehr


    Zum Spannungsdiagramm kann ich sagen das es das einfachste ist und in dem Fall auch ausreichend.

    Ich hätte das Wissen und auch die Möglichkeiten jeden einzelnen Sicherungskreis im Auto über Tage hinweg parallel aufzuzeichnen. Abgesehen davon, dass dies eine Woche Arbeit wäre und etwas Geld verschlingt, was würden wir mit der Information anstellen?

    Wir hätten dann ein Diagramm mit ca. 70 Stromlinien zu den einzelnen Zeiten was wo verbraucht wird und wann welches Steuergerät wohl aufwacht.


    Diese Infos sollte unser Autobauer aber auch ohne uns haben und ich hoffe, dass ich die nächsten Jahre nicht ein Auto habe, wo ich jedes Jahr aufs neue darauf warte, bis die 12V Batterie wieder getauscht wird.

    Meine Diagramme hier sehe ich als Dokumentation an.


    Des weiteren hatte ich diese langen Entladungen nur wenn er an der Wallbox hängt. Hier werde ich weiterhin verschiedene Konstellationen ausprobieren. Aber mit dem Wissen bis jetzt kann ich auch schon entscheiden ob ich das Auto einfach übers Wochenende hängen lass und es mir egal ist, oder lieber Abstecke.

  • Ich vermute das VW von den frühzeitigen 12 Voltbatterietod schon info hat. Ich vermute

    das VW auch Kenntnis hat, was sie dafür bezahlt haben und weiter bezahlen in Rahmen

    der Gewährleistung/Garantie.


    Ich vermute das versucht wird die Kosten zu senken.

    erstes BEV Smart EQ fofour, zweites BEV Skoda Enyaq IV 60, aktuelles Fahrzeug Elroq 85. 9,9 kWp mit 15 kW Speicher. Hobby Bogensport und Anleiter für Menschen mit Behinderung.

  • Auch nett: für 7:30 Uhr ist die Standklimatisierung geplant.
    Um 6:30 Uhr wacht der Enyaq auf, will vielleicht die klimatischen Bedingungen checken, um zu ermitteln, wann den nun die Klimaanlage angeworfen werden muss, damit es um 7:30 Uhr warm ist (reine spekulation), und lutscht dabei erst einmal gemütlich die 12 V Batterie aus. 🙄

    Auch für dieses Verhalten gibt es keine Regelmäßigkeit. Manchmal passiert es so, aber zum Glück startet meist die Standklimatisierung ohne, dass vorher die 12 V Batterie gequält wird.


    Mensch wäre das einfach, wenn wir einen Weg hätten, den Skoda- oder VW-Entwicklern unsere Datenlogs zukommen zu lassen und sie würden mal die Fahrzeug-Logs auslesen und prüfen was zu den fraglichen Zeiten passiert.


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  • Heizung läuft definitiv über HV, da der Heizer halt nur über HV heizen kann (12V nur zur Steuerung); Kühlung könnte rein theoretisch über 12V laufen, wenn keine Wärmepumpe im Spiel ist (der Kompressor läuft nur über HV); die beteiligten Pumpen sind in jedem Fall 12V-Systeme.

    Die Frage ist jetzt, ob im Fall Kühlen der DC/DC-Wandler anspringt und die Systeme direkt versorgt, dann wäre die 12V-Batterie erstmal außen vor (bis auf das aufwecken der notwendigen Steuergeräte, um den DC/DC-Wandler zu aktivieren).


    Auf die Reichweite geht es aber so oder so, auch die 12V-Batterie wird während der Fahrt aus der HV-Batterie nachgeladen, daher gibt sich das nix ;)

    Wo hast du die Info gefunden das die Pumpen über die 12V Schiene laufen?

    Ja, 12V Batterie laden geht natürlich auf die Reichweite. Wobei die Batterie unter 1kwh hat, also bei voller HV Batterie je nach Typ weniger als 2% der Reichweite für eine Vollladung gebraucht wird.



    enopol :

    Das Problem der Werkstätten: Die Zeit des Bastelns und Suchens ist eigentlich vorbei. Während der Gewährleistung bekommen sie nur bezahlt was der Hersteller vorgibt, außerhalb der Gewährleistung unterbinden die Stundesätze um die 200€ die meisten langwierigen Aktionen.

    Die aktuellen TPIs von Skoda haben durchaus einen gewissen Humorfaktur:

    12V Thematik: Wenn Batterie bereits durch eine größere getauscht wurde, dann wird die nicht nochmal auf Gewährleistung getauscht. Stattdessen soll dem Kunden erklärt werden das er anders laden soll

    Bremsenquietschen: Wenn es kurz vor Stillstand auftritt und der Bremskraftverstärker bereits getauscht wurde (Da gab es eine Serie mit Problemen, gibt seit einer Weile eine neue Version) dann wird es als Serienstand deklariert

    Knacken wenn die Räder ganz eingeschlagen sind: Erstmalig sollen die Schutzbälge mit Gleitmittel behandelt werden, danach Serienstand

    etc.

    Skoda sagt also den Werkstätten: Versuch die Kunden irgendwie loszuwerden.

    ... und genau hier ist irgendwas im argen. VAG hat genug MEBs (Selbst deren eigene Geschäftswagen haben ja die 12V Probleme) um unter entsprechend gesicherten Bedienungen und Methoden ermitteln zu können woher die Probleme kommen und dann die Ursache einzugrenzen. Damit kann man dann anfangen zu spekulieren warum es keine Lösung gibt.


    encc :

    Darauf will ich hinaus:

    Das es Spannungseinbrüche in diversen Konstellationen gibt, kann man als gesichert betrachten. Noch mehr Diagramme werden keine neuen Informationsgewinne mehr bringen.

    Wenn man also neugierig ist, wäre doch der nächste Schritt etwas anderes zu probieren. Z.b. zu schauen ob sich ein Muster findet aus welchen Stromkreisen der Energiebedarf kommt. Dann ist zwar immer noch das Problem was man mit der Information anfangen kann um das Problem zu beheben. Aber man hat wenigstens neues Wissen statt des 103. Spannungsdiagramms.

    Auf der anderen Seite zeigst du (leider) auch, das es nicht das eine Problem sein wird, das für alle gilt. Ich hatte mit alter Batterie und jetzt auch mit neuer Batterie die Probleme unabhängig von der Wallbox.

    Was ich weiss:

    Zumindest mein Auto macht beim (nicht von mir angefordertem) aufwachen unterschiedliche Sachen (Leistungsbedarf weicht teilweise um Größenordnungen voneinander ab, die Leistungskurven sind beim aufwachen und schlafenlegen tw. sehr unterschiedlich - Von Sägezahn bis Rechteck Kurven mit Peaks ist da alles dabei). Heisst, das Auto macht beim aufwachen nicht immer die selben Sachen und daraus abgeleitet (Um auch mal etwas zu spekulieren) die Ursachen und/oder Zustände für/während des Aufwachen sind auch nicht immer gleich. Ab hier geht es aber nun nur noch mit Herstellerunterlagen weiter: Welche Trigger für das Aufwachen gibt es alles, was ist die Reaktion darauf, was ist der erwartete Endzustand, welche Trigger gibt es für das Einschlafen, wie schläft er ein... Mit entsprechenden Nachweisen bekommt man diese Unterlagen auch. Dann kann man an der Stelle weiter machen mit entsprechenden Testern, Loggern...

  • wieder ein gutes Beispiel dafür, was man in der Praxis, bei minimalem Aufwand, nur mit permanenter Spannungsaufzeichnung erkennen kann.

    Die Vertrags- Werkstatt könnte das, zumal, wenn es nicht immer auftritt, nicht erkennen.....


    Konstant rund 30 Minuten Entladung der 12V-Batterie, ohne dass man dafür den "doofen" Kunden verantwortlich machen kann (weil der z.b. eine Kühlbox an der 12V- Kofferraumsteckdose aktiv hatte), sind ein ganz klarer Beleg dafür, dass irgend etwas im Fz nicht stimmt.

    Dafür ist die relativ kleine Starterbatterie, ohne Unterstützung durch HV, nicht ausgelegt.

    Selbst wenn diese relativ lange Entladung denn überhaupt nötig war, stellt sich immer noch die Frage, weswegen die HV-Batterie nicht zugeschaltet wurde.

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  • Lese gerade mir die letzten zwei Wochen durch und stelle fest Skoda hat das 12V Batterie Problem immer noch nicht generell gelöst/lösen können.

    Unten ein paar alte Grafiken wie es bei mir aussah, einige kennen sie schon, sehe das gleiche Muster wieder bei anderen.

    Hatte ja ca. 20 Monate Probleme und zig Mails, mehrfache Werkstattbesuche inkl. 3x Batterietausch.

    Auch nach den ersten Batterietausch mit normaler 12V Batterie gab es danach seltsame Entladungen.


    Bei mir haben seit dem Tausch der 12V Batterie gegen eine AGM Version ( BA Version) vor ca. 4 Monaten keinerlei seltsame Entladungen mehr stattgefunden.

    Offz. ist nur die AGM Batterie eingebaut worden, mehr hat man mir nicht gesagt.

    Ich war ja ziemlich sauer und hatte eine deutliche Mail in die Zentrale CZ gesendet, daraufhin wurde Skoda DE sehr aktiv.


    Diese Woche bekomme ich 5.4 eingespielt, werde dann die Spannungen genauer anschauen.




    12V Problem 7 bis 10 Mai 25.jpgKessy usw geht nicht 14Juni 25 v2.jpg

    Früher iV80 First Edition verkauft 2023. Nun 85x mit SW4.0, nun 4.1

    Einmal editiert, zuletzt von EMike ()

  • also scheint es eine ernsthafte Lösung zu geben, denn die vorherige Bauart von Batterie 1 und 2 wird sehr wahrscheinlich nicht für die unerklärlichen Enladungen verantwortlich gewesen sein, die dein Fz vorher hatte.


    Jetzt müsste das nur noch an Vertragswerkstätten kommuniziert werden....


    ich denke mal, dass deine Spannungsaufzeichnungen einen deutlichen Einfluß auf die "Reparaturbereitschaft" von Skoda gehabt haben und nur wenn du weiterhin, zumindest für 1, 2 Monate, die Spannungen aufzeichnest, kannst du rechtzeitig erkennen, wenn mit SW 5.4 wieder etwas schief läuft...

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