Eine Freundin von mir hat vorgestern ihren bestellten Mercedes GLB EQ bekommen. Noch bevor die ersten Exemplare bei den Händlern im Verkaufsraum stehen.
Ich habe mir das neue Auto heute angesehen und bin auch damit gefahren. Ich bin nur wenig gefahren und auch nur in der Stadt und etwas Landstraße mit 70 Km/h. Und den Einparkassistenten habe ich zweimal ausprobiert.
Was soll ich sagen, das Auto gefällt mir sehr gut.
Besonders positiv sind mir aufgefallen.
- der riesige Frunk vorne unter Haube, da geht ein mittelprächtiger Koffer rein. Das Ladekabel lag dort ziemlich verloren drin.
- der Parkassistent geht ziemlich flott zur Sache und ist extrem einfach zu bedienen. Bisher waren mir die Parkassistenten alle zu langsam, und zu umständlich zu starten, bis die aus dem Quark kommen, habe ich schon manuell eingeparkt.
- das Bremspedal ist so schön normal wie in jedem anderen Auto. Reagiert sofort und ist dennoch sehr gut zu dosieren. Nicht so schwammig und so tief zu treten wie beim Enyaq. Das nervt mich extrem beim Enyaq.
- die Rückfahrkamera hat eine extrem gute Auflösung. Unglaublich wie scharf das Bild ist.
- es gibt scheinbar auch eine Kameraüberwachung des Umfelds, wenn man parkt, wie bei Tesla. Ich habe es nur im Menü gesehen, ich konnte es aber nicht ausprobieren.
- das Strompedal lässt sich, gerade beim Anfahren, sehr gut dosieren.
- es gibt One Pedal Driving bis zum Stillstand.
- das Zusammenspiel von Rekuperation und Bremse, gerade der Übergang von Reku auf Stahlbremse, ist perfekt.
- die Platzverhältnisse vorne, im Fond und im Kofferraum sind auf dem Niveau vom Enyaq.
- der zentrale Bildschirm ist etwas größer als der vom Enyaq, sieht brillianter und schärfer aus.
- sehr bequeme Sitze
- hinter dem Lenkrad ist ein recht großes Display, bestimmt 4 mal mal so groß wie beim Enyaq. Eingestellt war eine klassische Sicht mit klassischen Rundinstrument. Das hat mir sehr gut gefallen.
- kein so nerviger Sitzkontaktschalter wie im Enyaq
Nicht so gut gefallen mir:
- die Mittelkonsole, rechts vom Fahrer, ist sehr wuchtig.
- das Glasdach lässt sich nicht öffnen
- ich habe eine Routenplanung gestartet, ca. 700 km, die Berechnung der Ladestopps hat länger gedauert als im Enyaq. Ich habe das aber nur einmal ausprobiert und kann nicht sagen, ob das die Regel ist.
- die vordere Haube zum Frunk wird von innen per zweimaligem Zug an einem Griff im Fußraum geöffnet. Gut ist, die Haube hat zwei Gasdruckfedern, links und rechts. Und gut ist, der Frunk hat ein Licht und wird staubdicht verschlossen.
Neutral:
- der Schalthebel ist ein Stockhebel rechts am Lenkrad. Da muss man sich etwas dran gewöhnen. Hatte ich im Ioniq 5 aber auch schon so.
Ich bin nur kurz gefahren und konnte nicht wirklich viel ausprobieren. Es hat aber gereicht, dass der Mercedes GLB EQ für mich immer noch ganz oben auf der Liste der Alternativen zum Enyaq steht.