Die E-Mobilität ist in der Entwicklung im Vergleich zum Verbrenner einfach noch jung, und die Entwicklung der Energievolumen, Ladegeschwindigkeiten und Ladeinfrastruktur ebenso.
Wenn man dann jetzt schon Berichte von Ladevorgängen mit knapp 70kWh in 15Minuten liest (800V, z.B. KIA), kann man den zügigen Fortschritt dort schon gut erkennen
genau, die Entwicklung hinkt noch sehr, sehr weit hinterher, wenn man bezüglich Energiespeichervermögen und vor allem Energie-Nachtanken, den Verbrenner als Maßstab nimmt.
"Schnell" sind E-Autos beim Laden nur, wenn die Batterietemperatur und der Ladezustand passen. Im Durchschnit bis 80% SOC reden wir vielleicht von 150kW Ladeleistung .
Mehr als 80% sollen und wollen wir dann aber doch nicht laden, weil
1. für den Akku nicht optimal und
2. die restlichen 20% häufig zu lange dauern.
Von daher nutzen wir von der ohnehin geringen speicherbaren Energie häufig nur 70-80% von Laden zu Laden.
Diese beiden Punkte gibt es beim Verbenner gar nicht und bis allein diese beiden Punkte irgendwann bei Akkus mal kein Thema mehr sind (dann bräuchte man zudem solche Krücken wie Pre-Heating und Batteriewärmen im Winter nicht), wird es noch sehr lange dauern.
Selbst 150 oder auch 200kW durchschnittliche Ladeleistung, die jetzt als "schnell" gelten, sind in Relation zu den Verhältnissen beim Verbrenner (umgerechnet ca 5000kW durchschnittliche, temperaturunabhängige "Ladeleistung" bis 100% für die zum Fahren nutzbare Energie) sehr, sehr langsam...
Ich bin Anfang Juni 2 Wochen in Norwegen gewesen und durch DK hindurch gefahren. Von ernsthafter "Auslastung" habe ich bei Schnell-Ladestationen mit mindestens ca 8 Säulen, wo ich ausschließlich über Tag lade, nichts gemerkt.