Ein klassischer Bleiakku kann man immer nur etwa zur Hälfte der angegebenen Kapazität entladen.
ich würde eher sagen:
zur Hälfte der real vorhandenen Kapazität.
Wenn der Innenwiderstand bereits 8,8 anstatt 5,2mOhm beträgt, sollte man sich bei der entnehmbaren Kapazität halt nicht an die Nennkapazität als Ausgangsgröße halten, denn wenn man das ausnutzen würde, geht die Spannung sehr deutlich in Knie (und die Batterie altert immer schneller) und u.a. genau das (der Spannungsfall), ist ja der Trigger für Warnmeldungen und Funktionsbeschränkungen.
Man "kann" zwar auch der schwächeren Batterie die angegebene Kapazität entnehmen, aber dann nur mit entsprechend geringerer Stromstärke über längere Zeit (s. Peukert...), aber das widerspricht der Realität nahezu jeden Verbrauchers:
Das Fz denkt gar nicht daran, auf die Batterie Rücksicht zu nehmen und für jede Aktion deutlich weniger Strom zu fordern und mehr Zeit zu benötigen.... ![]()
Also:
Der Wert "entnehmbare Kapazität" des Batteriesteuergerätes ist m.E. nett gemeint, sollte aber nicht besonders ernst genommen werden. Für unsere Zwecke (beurteilung der Batterie) tatsächlich am wichtigsten sind der Innenwiderstand und der leistungsbezogene SOH.
Dazu kann man noch den von einem Kaltstartstromtester ermittelten Kaltstartstromwert ins Verhältnis zum Nenn-Kaltstartstrom der Batterie setzen und das wars normalerweise.
Was mir nicht klar ist, ob und wie ich die "Gesamtnachladung" und "Gesamtenergiedurchsatz" zurücksetzten kann.
Wenn ich mich recht erinnere habe ich da keine Möglichkeit in OBDeleven gesehen.
Da du den Wechsel vom AH hast machen lassen, sollte das eigentlich dafür zuständig sein, dass die Werte der aktuell verbauten Batterie erscheinen.
Ich selbst habe die Batterie mit OBDeleven noch nie "codiert", aber das Codieren ist ja u.a. dazu da, dass alle Zähler und alle erlernten Werte der alten Batterie zurück gesetzt werden. Wenn der alte Kapazitätsdurchsatz von über 9000Ah immer noch dort steht und weiter steigt, stimmt das halt überhaupt nicht....