Wir haben unseren Kurzurlaub in Bayern hinter uns.
Da ich nur im Urlaub an öffentliche Ladesäulen muss, ist das Laden immer noch relativ spannend....
Vorhanden war EnBW Tarif L und EWE Go (mit jeweils einer Karte).
Die Fahrt startete wenige km südlich von Kiel und ging knapp 800km nach Beilngries. Das Fz-Navi hatte die A7 als Hauptstrecke genannt und daher haben wir es dabei belassen.
Auf der gesamten Strecke klappte es mit EnBW ganz gut (nur eine Säule, die nicht wollte). Die Stationen waren meist kleineren Ausmaßes und deren i.d.R. einzige 300/400kW-Doppel-Säule war meist belegt, so dass dann nur die 150kW-Doppelsäulen infrage kamen (also max. 75kW, wenn die andere Seite belegt ist.
Das ist bei unserem Enyaq und meinem Ladeverhalten, zumindest beim ersten Laden am Tag, allerdings kein Nachteil, denn mehr als 75kW lässt der Enyaq ohnehin nicht zu....
Von daher ist es für mich eine gute Idee, den Akku vor der Reise (auch vor der Rückreise am Urlaubsort) möglichst gut zu füllen, denn dann besteht eventuell die Chance, dass die Batterietemperatur beim ersten Laden auf der Reise etwas höher geht.....leider klappte das z.b. bei der Rückreise nicht so wirklich:
Die war beim Start morgens 10Grad, aber die Außentemperatur war bis zum ersten Laden nach rund 200km ca im Bereich zwischen 4 und 8 Grad. Obwohl 130km/h, wo es ging, gefahren wurden, betrug die Batterietemperatur an der ersten Lademöglichkeit lediglich 13,5 Grad.
Dann kommt halt nicht viel und leider setzt die Batterieheizung erst nach einiger Zeit (mehrere %-Punkte SOC später....) überhaupt ein, um sich dann langsam auf 5kW auf zu schwingen. Schon ab ca 18Grad wird wieder kontinuierlich gedrosselt und bei 23Grad und ca 3,5kW abgeschaltet.
Erst dann kommen noch relevante "Zuckungen" bezüglichder Ladeleistung (mehr als 134kW waren selbst unter guten Bedingungen nie drin).
Was macht man wenn man im Bereich Beilngries-Dietfurt ist und günstig Schnellladen möchte?
Dieses gesamte Gebiet, scheint für Ladeanbieter sehr uninteressant zu sein (eine "tote" Zone...). Um überhaupt an eine (kleine) EnBW-Säule heran zu kommen, muss man schon 15km fahren. In Beilngries gibt es 2 Schnelllader eines Anbieters, die mich 84C/kWh kosten würden.
Meine beiden Ladekarten nützen da m.E. nichts...die ewe go-Karte war insgesamt (also auf der Reise, sowie im Altmühltal) völlig überflüssig...
Mit Ionity würde es m.E. nicht besser aussehen und mit Tesla auch nicht (nur teurer...)
Die Verteilung günstiger, jeweils ausreichend vorhandener Lademöglichkeiten, sowie die "Besonderheit" meines Alt-E-Autos (ohne pre-heating), machen mir eigentlich in jedem bisherigen E-Auto-Urlaub bewusst, dass die ganze Geschichte mit der Energieaufnahme, mit Verbrenner, gerade bei längeren Fahrten die Morgens in der kalten Pampa starten, erheblich weniger nervig war.
So praktisch, wie ein E-Auto zuhause ist, wenn man eine Wallbox hat, bei einer Urlaubsreise wäre mir mein Verbrenner lieber.