Absolut nachvollziehbar. Und jetzt sind wir „Foristen“ ja auch noch interessierte und der E-Technik gegenüber aufgeschlossene Menschen. Erzähl mal einem „Ich-will-mich-reinsetzen-und-einfach-fahren“-Typ, wie wir eine längere Reise planen und welche Überlegungen (Karten, Apps, Abos, Akkutemperatur usw) wir anstellen, dann ist der schnell (zurecht?) abgeschreckt. Mir selbst macht die Planung und das Drumrum Spaß, deswegen alles ok. Aber meine Tochter (30J., technisch fit) sagt, dass sie das aufregen würde mit der Planerei. Klar könnte sie drauf los fahren und einfach laden wenn nötig, aber dann zahlt sie halt entsprechend mehr und ist nicht mehr günstiger unterwegs. Um also die Masse zu überzeugen müsste sich noch einiges tun…
Da ich/wir nicht allzu häufig in den Urlaub fahre und keine bestimmten Zeiten bis zum Ziel einhalten muss, geht es für mich persönlich noch.....die Planung mit EnBW, zumindest solange man Autobahnen fährt, ist noch in zumutbarer Zeit machbar.
Leider ist mein Fz-Navi dabei bekanntlich keine Hilfe....
250km sind aber schon die für uns praktikable, absolute Obergrenze (bei 130km/h, wo es geht) zwischen den Ladegelegenheiten und das bedeutet auf der Fahrt von Kiel nach Beilngries 3 Zwischenladungen und eine "Abschluss"-Ladung in AB-Nähe ca 15km von Beilngries entfernt, damit man den folgenden Urlaubs-Tag nicht gleich wieder mit einer lahmen (Kalt-)Ladung beginnen muss...
Was ich zudem festgestellt habe:
Selbst bei EnBW gibt es mitten in D auf A3 und A7 zwischen Wiesentheid und Fulda eine "tote Zone" von immerhin knapp 130km, so dass man, wenn man weiterhin den Vorteil seines Abos nutzen möchte, bei maximal nur 250km Etappenreichweite, eventuell früher als geplant laden muss.
Wenn es nur um max. rund 25% Preisaufschlag bei "unbedachtem" Laden ginge (also rund 50 anstatt der 39C meines EnBW-Abos) wäre es mir auch egal, obwohl auch 25% schon recht weit von dem entfernt ist, was man als Verbrennerfahrer durchschnittlich an Preis-Differenzen an einem Ort hinnehmen muss, wenn man schlichtweg an die nächste, nicht gerade direkt an einer AB liegende Tankstelle fährt.
Ganz abgesehen davon, dass man sich dann keine Gedanken um Zahlung, Peilung des Tanks und voraussichtliche Tankdauer unter Beachtung der Kraftstofftemperatur machen müsste....zudem kommt das am Tag auf so einer Strecke ziemlich genau maximal einmal vor...
Meine Frau sagt, dass sie allein mit unserem Enyaq keine Urlaubstouren fahren würde, obwohl sie das Fahren selbst (so geht es mir auch...) sehr entspannend findet.
Ums "Haus" herum, also gut 100km Radius um unsere Wallbox, ist für sie alles ok, aber der ganze "Sch..." der in irgendeiner Form mit dem öffentlichen Laden zusammenhängt, stößt sie ab. Das betrifft auch oftmals die "Ausstattung" der Ladestationen.
Wir müssen leider öfters aufs WC und wenn so eine Ladestation, irgendnwo in einer Gewerbegebiet-Pampa steht, ohne auch nur eine einzige zusätzliche Ausstattung selbst zu bieten (nicht mal einen Mülleimer...) muss man sich, in der rund 30 minütigen Zwangswartezeit, irgendetwas suchen, wo ein WC-Gang möglich sein könnte.......gar nicht selten sind das dann Tankstellen und die stehen in Gewerbegebieten nicht immer genau neben den Ladesäulen
Mit angenehmem Reisen hat auch das nicht viel zu tun.
Manchmal hat man aber Glück:
EnBW in Fuldabrück befindet sich auf dem Parkplatz von Bauhaus....da gab es alles, was wir brauchen....ok, direkt neben der AB liegt der nicht gerade.