Alles anzeigenloslassen durfte man auch die 13" Räder vom Golf II nicht.
Ich wechsle die Räder vom Enyaq nicht mehr selber, da es ein Firmenwagen ist, aber ich verstehe das Problem hier nicht ganz:
Gelöst werden die Radschrauben noch, solange die Räder leichten Bodenkontakt haben, aber schon etwas mit dem Wagenheber angehoben sind, mein 2,5t Profi Wagenheber kann ich jedes Auto so anheben, dass ich beide Räder auf einmal wechseln kann. Mit dem Radkreuz leicht angezogen dann wieder sanft die Räder aufsetzen und über Kreuz mit Drehmoment anziehen. Dann erst ganz ablassen. Da brauch ich auch nicht unbedingt einen Schlagschrauber. Die Radnaben werden mit der Drahtbürste gereinigt und ggf. der Zentrierring mit etwas Kupferpaste eingeschmiert, und ganz ehrlich ist keine Kraftübertragung da, das passiert rein über die Radschrauben... Ach ja die Gewinde der Radschrauben werden ggf. auch mit der Drahtbürste gereinigt aber natürlich nicht geschmiert.
Würde ich auch am Enyaq so machen und ja die 20Zoll Räder wiegen was, aber die hebt man ja auch keinen Meter hoch...
natürlich "geht" es auch mit dem Radkreuz.....Der Drehschlagschrauber macht die Sache komfortabler und schneller.
Mir ist das wichtig....
Eine "richtige" Werkstatt löst die Schrauben daher ebenfalls nicht bereits etwas, solange die Räder noch Bodenkontakt haben.....und die neuen Räder werden noch im angehobenen Zustand wieder mit dem Schlagschrauber etwas (hoffentlich nur "etwas"...) angezogen.
Wenn die Schrauben z.b. im angehobenen Zustand mit mindestens rund 60Nm über Kreuz fest gezogen wurden, ist es unnötig, dass man die Räder noch nicht voll belastet, bevor man mit dem Drehmomentschlüssel mit 120Nm fest zieht.
Den Zwischenschritt mit dem Wagenheber kann man sich mit Schlagschrauber ebenfalls sparen. Bei den ohnehin standardmässig gebremsten Hinterrädern des Enyaqs, ist der Zwischenschritt grundsätzlich überflüssig.
Die Kraftübertragung von der Nabe auf die Felge ist so vorgesehen, dass sie allein durch Reibung zwischen den Auflageflächen beider Komponenten geschieht (wie im Stahlbau üblich...) An den Schrauben sollen keinerlei Scherkräfte auftreten.
Wenn doch, sind Schrauben nicht mit vorgeschriebenem Drehmoment angezogen und/oder es gibt Schmiermittel zwischen den Auflageflächen der zu verbindenden Teile.
Den Zentrierring selbst kann man natürlich etwas schmieren. Ob dazu ausgerechnet Kupferpaste zwischen Alu und Stahl sinnvoll ist, würde ich allerdings bezweifeln....
Ob man die rund 30-kg-Räder 1cm oder 0,5m hebt, bleibt sich bezüglich der benötigten Haltekraft, bis die Räder denn zumindest auf dem Nabenstummel sitzen, gleich....