Balancing ist ja dazu da, geringe Differenzen zwischen den Zellpaketen aus zu gleichen.
Da im E-Auto, wenn auch noch mal durch Module unterteilt, aber alle Zellpakete in Reihe geschaltet sind, funktioniertt das, sofern man noch eine angemessene Leistungsfähigkeit von der Batterie fordert, nur im bescheidenen Rahmen.
Der Strom fließt durch alle Module in gleicher Stärke.....
Man kann ein Modul, dass z.b. bei der 77kWh-Batterie 8 Zellpakete mit jeweils 3 Zellen enthält, tauschen.
Wenn die Leistungsfähigkeit des neuen Moduls ungefähr zu der der restlichen 11 Module passt, ist alles gut.
Das dürfte aber kaum zu machen sein, wenn die restlichen 11 Module schon älter sind.
Dann bleibt quasi eine "Schieflage" und das Balancing wird das nicht unbedingt verhindern.
Wenn es bestimmte Bauzeiträume gibt, wo es zu Schwierigkeiten mit den Zellen gekommen sein könnte, wird es m.E. nicht unbedingt immer so sein, dass nur ein Modul der Batterie "betroffen" ist.
Vielleicht sind 1 oder 2 andere Module auch schwächer, nur noch nicht so stark, wie das eine, dass dann zwingend getauscht werden musste.
In der Beziehung bietet die 8jährige Batteriehersteller-Garantie dem Hersteller m.E. viele Optionen, um seine Versprechung, die ja lediglich lautet, dass der SOH der gesamten Batterie innerhalb der Garantiezeit größer als 70% sein muss, einhalten zu können......
Wenn man eine Batterie mit Modulen unterschiedlicher Leistungsfähigkeit hat, ist das grundsätzlich keine gute Geschichte.
Daher rate ich beim Kauf gebrauchter E-Autos im Bekanntenkreis, verstärkt auf die Spannungs- bzw. SOH-Differenz der einzelnen Zellpakete zu achten, was u.a. mit Carscanner gar nicht so schwierig ist.
Das ist m.E. wichtiger, als kleinere Unterschiede bei einem SOH-Test der gesamten Batterie.