ZitatWendepunkt in der Transformation
VW-Vertriebsvorstand Martin Sander spricht von einem „Wendepunkt in der Transformation des Automobilmarktes“: Gemessen an den Auftragseingängen verkaufe Volkswagen in Deutschland derzeit mehr batterieelektrische Autos als Verbrenner. Als Gründe nennt er höhere Kraftstoffpreise und eine sinkende Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Allerdings veröffentlichte VW weder absolute Bestellzahlen noch eine prozentuale Verteilung oder einen konkreten Vergleichszeitraum. Auch bleibt offen, ob sich die Aussage ausschließlich auf die Marke Volkswagen Pkw bezieht oder weitere Konzernmarken einschließt und ob Flotten- sowie Gewerbekunden in den Zahlen enthalten sind.
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Einstiegsmodelle treiben die Nachfrage
Zusätzliche Dynamik erzeugt der Konzern mit seinen neuen Einstiegs-Elektroautos: Für die technisch eng verwandten Modelle VW ID. Polo, Cupra Raval, Skoda Epiq und VW ID. Cross liegen konzernweit mehr als 100.000 Vorbestellungen vor, allein auf den VW ID. Polo entfallen davon mehr als 40.000. Der ID. Polo startet bei 24.995 Euro mit einer WLTP-Reichweite von 334 Kilometern, der ID. Cross bei 27.995 Euro. Die vier Modelle basieren auf der Plattform MEB+, werden jedoch in Spanien gefertigt und verbessern daher die Auslastung der dortigen Werke, nicht die der deutschen Standorte Emden und Zwickau.
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Kurzfristige Erholung, langfristige Unsicherheit
Bei den aktuellen Produktionsanpassungen handelt es sich nach derzeitigem Informationsstand um eine kurzfristige Reaktion auf den Auftragseingang, nicht um eine dauerhafte Kapazitätserhöhung. Eine bessere Auslastung der Elektroauto-Werke bedeutet zudem nicht automatisch höhere Profitabilität: VW erzielt mit Elektroautos weiterhin geringere Gewinnmargen als mit vergleichbaren Verbrennern, vor allem wegen der hohen Batteriekosten.