ADAC-Studie zu Ladeverlusten

  • Wenn die Installation nicht wirklich in Ordnung ist, kann es "heiß" werden.

    Eine oftmals übliche 16A Sicherung wird eher nur dann auslösen, wenn der zugehörige Stromkreis von einem zusätzlichen Verbraucher genutzt wird.……..

    Aber welcher elektrotechnische Laie kann schon beurteilen, ob die Installation wirklich in Ordnung ist. Die wenigsten lassen ihre Installation von einem Fachmann prüfen, bevor sie den Ladeziegel einstecken.


    Ein ganz wichtiger Aspekt ist die Verlegeart der Leitung. Liegt die Zuleitung zur Steckdose komplett frei, also der gesamte Leitungsweg, oder wird die Leitung z.B. durch isolierte Wandbereiche geführt, liegt sie im Kabelkanal oder in einem Installationsrohr. oder liegt die Leitung mit anderen Leitungen im Bündel, liegt sie in der Erde oder unter Putz. Je nach Verlegeart ist die Strombelastbarkeit eine andere. Pauschal zu sagen, 1,5 qmm Kupfer hält 16 Ampere aus, ist nicht richtig. Was bei gelegentlicher Belastung kein Problem ist, kann bei Dauerlast schon anders aussehen.


    Ich sehe auch große Unterschiede, zwischen Alt- und Neubauten.


    Ein großer Unterschied ist es auch, ob die besagte Steckdose mit einer Leitung direkt aus der Verteilung versorgt wird, oder ob noch mehrere Klemmdosen dazwischen liegen. Bei einer Dauerbelastung von 16 Ampere, ist jede zusätzlich Klemmverbindung ein Risiko.

    Probleme treten meistens sehr zeitversetzt auf. Das geht ein paar Monate gut, der Anwender hat die Installation schon längst abgeharkt und ist zu seiner täglichen Laderoutine übergegangen. Das Problem ist die Wärmeentwicklung und die anschließende Abkühlung. Dieser andauernde Wechsel von Warm/Heiß zu kalt kann dazu führen, dass sich Klemmverbindungen, und auch die Klemmfedern der Schukokontakte lockern, in der Folge erhöht sich der Übergangswiderstand, es wird noch heißer und wieder kalt, bis es richtig anfängt zu schmoren.


    Ein weiteres Problem ist, dass sich Kupferdrahtverbindungen unter Druck tendenziell lockern. Kupfer ist weich und unter Dauerdruck, z.B. an einer Klemmverbindung, kommt es zu Materialkriechen und die Verbindung lockert sich über die Zeit. Die hohe Strombelastung einhergehend mit dem Wechsel von Wärme und Kälte beschleunigt das Lockern der Klemmverbindungen.


    Man kann diskutieren wie man will, 16 Ampere Dauerlast für die Schukosteckdose und die gesamte vorgelagerte Installation, Tag ein Tag aus, ist ein nicht zu vernachlässigendes Risiko. Man kann nur davon abraten.

    Enyaq 85, Modelljahr 25, Race-Blue, Lounge, Maxx, AHK, Software 5.2

    (Bestellt 07.07.2023) (Produktion KW 33 2024) (Ankunft Händler KW35 2024) (Übergabe am 11.09.24)

  • Aber welcher elektrotechnische Laie kann schon beurteilen, ob die Installation wirklich in Ordnung ist. Die wenigsten lassen ihre Installation von einem Fachmann prüfen, bevor sie den Ladeziegel einstecken.

    Keine Ahnung wie das im Rest der Republik so ist, aber hier bei uns sind Elektriker an solchen Klenaufträgen NULL interessiert. Ich laufe seit Wochen allen möglichen und unmöglichen Betrieben hinterher um eine Wallbox installieren zu lassen. Entweder es gibt Mondpreise mit 100% Aufschlag auf die Teile, oder es werden Horrorszenarien wegen der erforderlichen Steuerung aufgezeigt oder und das ist leider der Nirmalfall: Keine Reaktion.

    Wenn da einer kommt um die Leitungen zu prüfen, dann wird das Ergebnis vermutlich eine Komplettsanierung werden.

  • Ist hier auch so. Erschreckend ist auch das lückenhafte Fachwissen der Handwerksbetriebe zum Thema Wallboxen, Lastmanagement und Steuerung gemäß Vorgaben des Netzbetreibers. Und so neu ist das Thema doch wirklich nicht.


    Mich wundert, dass sich kein Handwerksbetrieb auf Wallboxverkauf und Wallboxinstallation spezialisiert. Der Bedarf steigt und es mangelt an Experten auf diesem Gebiet.


    Ich behaupte mal, man könnte sich mit dem Thema gut selbstständig machen, entsprechendes Marketing in den Medien vorausgesetzt und ein nicht so kleines Einzugsgebiet vorausgesetzt. Eine Kooperation mit einem guten Wallboxhersteller, mit entsprechenden Rabatten, würde auch helfen.


    Ich habe noch nie von einem Elektroinstallationsbetrieb eine richtige, aktive Werbung zum Thema Wallbox gesehen.


    Entweder geht es denen zu gut, oder die sind nicht geschäftstüchtig genug, oder sie haben keinen Bock sich mit neuen Themen auseinanderzusetzen, oder sind einfach nur blind.

    Enyaq 85, Modelljahr 25, Race-Blue, Lounge, Maxx, AHK, Software 5.2

    (Bestellt 07.07.2023) (Produktion KW 33 2024) (Ankunft Händler KW35 2024) (Übergabe am 11.09.24)

  • Ich wohne in einem Neubau der auch beim TG Stellplatz eine Schukodose hat. Angeblich alles vom Fachbetrieb und fürs laden vom Auto geeignet. Aber zusätzlich gibt es an jedem Stellplatz eine Wallboxvorrichtung für eine Zaptec Pro die da nur aufgesteckt werden muss. Diese kostet aber einfach mal 900€ und die Schukodose macht mir eher den Eindruck billig statt gut.

  • Ich wohne in einem.neubau der auch beim TG Stellplatz eine Schukodose hat. Angeblich alles vom Fachbetrieb und fürs laden vom Auto geeignet. Aber zusätzlich gibt es an jedem Stellplatz eine Wallboxvorrichtung für eine Zaptec Pro die da nur aufgesteckt werden muss. Diese kostet aber einfach mal 900€ und die Schukodose macht mir eher den Eindruck billig statt gut.

    Ich möchte den Elektroinstallateurmeister sehen, der hochoffiziell und ohne Einschränkungen die Freigabe erteilt an einer normalen Schukosteckdose Tag ein Tag aus ein Auto mit über 70 KWh mit 16 Ampere zu laden.


    Die Ladeziegel vieler Autohersteller sind nicht ohne Grund auf 10 Ampere oder ähnlich, gedrosselt. Auch die Wissen um die Risiken.


    Das schlimme sind die Chinakracher aus dem Versandhandel, am besten noch von Aliexpress für 30 Euro aus China mit dem Flugzeug eingeflogen, mit 16 Ampere und zweifelhaftem CE Kennzeichen, die einfach angeschafft und ohne Prüfung eingestöpselt werden.

    Enyaq 85, Modelljahr 25, Race-Blue, Lounge, Maxx, AHK, Software 5.2

    (Bestellt 07.07.2023) (Produktion KW 33 2024) (Ankunft Händler KW35 2024) (Übergabe am 11.09.24)

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  • Ich möchte den Elektroinstallateurmeister sehen, der hochoffiziell und ohne Einschränkungen die Freigabe erteilt

    Ist mir relativ egal. Ich war nicht dabei. Ich habe es versucht und für schlecht empfunden. Eine Wallbox kaufe ich bei Miete nicht. Ich lade dann halt an der Firma kostenlos oder bei EnbW direkt im Ort.

  • Ist natürlich klasse, wenn man die Möglichkeit hat in der Firme kostenlos (also auf Kosten der Kunden dieser Firme) zu laden.

    Das Modell mit dem spezialisierten Wall-Box Installateur finde ich auch gut, aber scheinbar hat da jeder Netzbetreiber, jedes Stadtwerk und vielleicht sogar jeder Messstellenbetreiber ein Wörtchen mitzureden. Einheitliche Vorgaben schein es da nicht zu geben und die Technik, die zum Einsatz kommt oder kommen soll steht auch noch nicht fest. Leider.

    Ich halte zwar von den Aktivitäten einer Frau Reiche nichts, aber da konnte sie mal aktiv werden und die Drosselung bei (angeblicher) Netzüberlastung wieder abschaffen.

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