Mein erster Eindruck nach 3 Monaten Enyaq

  • Siehst Du mMn genau richtig - wenn man sich bei Langstrecken innerhalb von einem Ladestopp bewegt, ist zeitlich mMn kein wirklicher Unterschied merkbar (zumindest für mich nicht, der da eh mal eine Pause macht zum Essen), bei zwei-drei Ladestopps ist es für mich auch noch ok, an die zusätzliche Pause gewöhnt man sich schnell. Wenn es auf Grund hohen Verbrauchs (der für deutsche Foren typische große Anhänger mit zwei Araber-Hengsten drin z.B.) und langer Strecke (die beiden wollen laut deutschen Foren in der Regel einmal am Wochenende einen Ausflug vom Häuschen am Bodensee zum Häuschen auf Sylt machen), dann merkt man den Nachteil der langsameren Energieaufnahme im BEV recht deutlich gegenüber dem Verbrenner.

    Wenn Du von den 150-160km/h im ersten Schritt mal auf 130km/h gehst, wird die Reichweite schon deutlich besser; wenn dann mit der Zeit der Mut dazu kommt, die Ladesäule mit niedrigen einstelligen SoC-Ständen anzufahren, dann wird es auch nochmal etwas besser ;) (Schnelllader direkt an der Autobahn haben übrigens recht selten abgeschnittene Kabel und wenn man E-Off meidet, sind die idR auch in Funktion - plane die Strecken vorab ruhig mal mit ABRP durch und stell die Anzahl der Ladepunkte auf 6, dann ist auch ein defekter Schnelllader kein Problem.


    Das vorab laden auf 100% ist auch kein Problem für den Akku; lass den nur nicht tagelang mit 100% rumstehen, alles andere schockt den Akku nicht (sagt sogar Skoda im Handbuch ;) Die 80% sind wirklich nur so ein Ding für den Alltag, wenn man ihn abends einfach ansteckt und dann in Ruhe laden lässt.


    Handerkennung ist kapazitiv - meiner Erfahrung nach haben die Hände da durchaus einen Einfluss, etwas feuchter scheint bei mir besser zu klappen als knochentrocken. Position hat bei unserem kaum Einfluss (außer auf 6 Uhr beim Logo, da ist kein Sensor), wenn er sich mal meldet hilft schon, etwas fester zu drücken, dann fühlt er sich wieder geliebt und ist ruhig.


    Wir fahren inzwischen sorgenfrei bis 0% SoC runter - wir mussten mal "aus Versehen" mit 0% noch ~15km zur Ladesäule fahren (wollten kurz vor dem geplanten EnBW-Lader nochmal kurz am Rastplatz ein paar Prozent mitnehmen, leider war E-Off der Meinung, uns keinen Strom geben zu wollen...). Nachdem wir dann die letzten 10km auf der Landstraße in stiller Zweisamkeit hinter uns gebracht hatten, war a) die Ehe gerettet und b) die Reichweitenangst sowohl bei mir als auch meiner Frau kein Thema mehr. Am Freitag als wir nach Bamberg gefahren sind erst wieder gemütlich mit 0% und TA 130km/h die letzten 5km zur Abfahrt gefahren, es kam erst ca. 1km vor dem Lader die gelbe Schildkröte, davor kam nur der Hinweis, dass wir keine Restreichweite mehr haben und doch bitte Laden mögen ^^

    Enyaq Coupe RS in Mamba-Grün 🐸
    VW e-up Facelift in Honey-Yellow 🐝


  • Fahrt ihr wirklich bis zur Restkapazität von 0%, weil dann noch ausreichend stille Reserve vorhanden ist? Ich habe aktuell 10% Restkapazität am Ziel konfiguriert.

    Geplant immer bis ca. 10% auf Langstrecke. Ich habe schon 2-3 mal getestet wie Nahe ich der Reserve komme, einfach um ein Gefühl dafür zu haben. Im Sommer unproblematisch, da reichen die 5kWh Reserve noch genug weit, im Winter würde ich es nicht empfehlen.

    Seit 14.07.2023 unterwegs mit: Enyaq Sportline iV 80x - Moon weiss metallic | Wallbox: Weidmüller 11kW | PV: 15kWp

  • Sollte man also lieber mit Apps AbRP planen und nicht mit dem Skoda eigenen Navi App? Man kann ja sobald die Routenplaner abgeschlossen ist im Auto die Ladestops sich angucken und ggf anpassen an IONITY usw. Sorry fur die Fragen bin kurz davor einen enyaq zu leasen deshalb frage ich. Habe nur viele Videos geguckt :)

  • Ich plane mit ABRP und speichere mir die auf der Strecke liegenden HPC als Favoriten im Auto ab.

    So kann ich bequem mit dem Skoda Navi von A nach B kommen.

    Beim Ladestop schau ich meine Favoriten an und wähle einen passenden aus.

  • Sollte man also lieber mit Apps AbRP planen und nicht mit dem Skoda eigenen Navi App? Man kann ja sobald die Routenplaner abgeschlossen ist im Auto die Ladestops sich angucken und ggf anpassen an IONITY usw. Sorry fur die Fragen bin kurz davor einen enyaq zu leasen deshalb frage ich. Habe nur viele Videos geguckt :)

    Hi, bei den bisherigen Enyaqs gibt es leider keinen Anbieterfilter (außer Ionity). Man kann sich die Route also planen - jedoch nimmt er dann alle Ladesäulen in Betracht. Deshalb planen viele mit anderen Tools wie ABRP.


    Ab MJ2027 gibt es jedoch einen solchen Filter für die Ladeplanung. Wie gut der umgesetzt wurde, weiß leider noch keiner. Aber wenn Du ein Neu-Leasing planst, hättest Du diese Funktionalität.


    Ich selbst schaue mir die Routen auch immer vorher kurz in ABRP an, um zu sehen, wo potentielle Ladesäulen meines bevorzugten Anbieters stehen.

    Auto: Enyaq 85 Advanced, Graphite-Grau, 20" Neptune, AHK, Transportpaket, Trennnetz (Produktion 46. KW, Lieferung 12/23, Übernahme 19.12.2023)

    PV-Anlage: 11,44kWp (26 Module), Fronius Symo Gen24-10, BYD HVS HVm 11,04, Fronios Wattpilot Home 11J


  • Sollte man also lieber mit Apps AbRP planen und nicht mit dem Skoda eigenen Navi App? Man kann ja sobald die Routenplaner abgeschlossen ist im Auto die Ladestops sich angucken und ggf anpassen an IONITY usw.

    Was man da macht ist sicherlich stark von individuellen Präferenzen abhängig. Da es wohl um einen neuen Enyaq geht: da ist die Ladeplanung im Navi (bis auf fehlenden Anbieterfilter abseits von "Powerpass kompatibel") deutlich besser als bei den älteren (Software ME3.x). Wenn Du also ein Powerpass-Abo nutzt, dann reicht das interne Navi inzwischen mMn vollkommen aus und macht wohl einen recht guten Job (s. Videos von z.B. Speicher elektrisiert). Wenn Du einen anderen Anbieter hast (in D z.B. EnBW oder Ionity), dann ist es aus meiner Sicht immer noch ratsam, vorher mal die Route mit ABRP zu planen und einen groben Überblick zu haben, wo man den ersten Ladestopp machen wird. (Alternativ kann man auch bei Going-E... den Routenplaner bemühen, der wirft einem auf Wunsch auch alle Säulen des Anbieters entlang der Route aus.)


    Mein Vorgehen (Achtung: alte Software): ich plane vorab mit ABRP und schaue mir die möglichen Routenoptionen an, ggf. schaue ich auch noch nach einem bevorzugten Lader kurz vor Ziel, falls ich nicht am Ziel direkt laden kann. Mit der Info schaue ich dann bei Abfahrt nochmal auf den Verkehr bei Google Maps, ob es aktuell einen starken Grund gäbe, die Route doch nochmal zu überdenken. Beim ersten Ladestopp werfe ich dann wieder kurz ABRP am Handy an und schaue, wieviel ich bis zum nächsten sinnvollen Stopp laden muss oder bei längeren Stopps (Mittagessen) im Anschluss an das Essen, wieviel ich noch laden müsste oder ob ich schon etwas schneller als ursprünglich geplant fahren könnte.

    Klingt komplizierter, als es ist und man hat damit mMn schnell die Unzulänglichkeiten des Navis ausgeglichen (im meinem Fall mit Software 3.x sogar die fehlende Berücksichtigung der Höhenunterschiede).

    Enyaq Coupe RS in Mamba-Grün 🐸
    VW e-up Facelift in Honey-Yellow 🐝


  • Wie funktioniert die Handerkennung am Lenkrad? Druck oder Kapazität? Haben trockene oder feuchte Hände einen Einfluss? Ist die Kontakt-Position wichtig?

    Meine Erfahrungen (11/24):

    Lenkradposition 9:30 – 2:30 – eine leichte Berührung mit den Fingern reicht aus, und die Hand wird sofort erkannt.

    In anderen Positionen muss man entweder das Lenkrad mit der ganzen Handfläche umfassen oder das Lenkrad von Zeit zu Zeit leicht nach links und rechts bewegen.

  • der für deutsche Foren typische große Anhänger mit zwei Araber-Hengsten drin z.B.) und langer Strecke (die beiden wollen laut deutschen Foren in der Regel einmal am Wochenende einen Ausflug vom Häuschen am Bodensee zum Häuschen auf Sylt machen

    Du darfst die am anderen Ende von Deutschland lebende Oma nicht vergessen, der man garantiert dann dringend zu Hilfe eilen muss, wenn man das Auto mit leerem Akku gerade an die Wallbox angeschlossen hat.

  • Du darfst die am anderen Ende von Deutschland lebende Oma nicht vergessen, der man garantiert dann dringend zu Hilfe eilen muss, wenn man das Auto mit leerem Akku gerade an die Wallbox angeschlossen hat.

    Stimmt, die stirbt dann auch; wobei das aber wohl erst in der Zukunft ein Problem sein dürfte, wenn die Krankenwagen auch elektrisch fahren und dann immer leer am Straßenrand stehen, oder? :/

    Enyaq Coupe RS in Mamba-Grün 🐸
    VW e-up Facelift in Honey-Yellow 🐝


  • Moin

    Pardon, falls der Eindruck einer etwas unhöflichen Antwort entstanden ist. Ich muss aber zugeben, dass mich dieser Erstbeitrag etwas die Augen hat verdrehen lassen. So in der Art „da kommt ein Diesel-Dieter mit seinem 3-Liter-Passat (womit nicht der Hubraum gemeint wäre) und jetzt muss er E-Auto fahren, weil eine weltfremde Dienstwagen-Policy das so vorgibt und das kann ja gar nicht ohne Reibungsverluste abgehen, aber er hat es notgedrungen probiert und das Ergebnis seines Tuns in diesem Drei-Monats-Fazit auf seinen fast erwartbaren Punkt gebracht“.


    Hm … war vielleicht ungerecht von mir, denn da steht ja nicht einmal, dass auch der Skoda ein Dienstwagen ist. Selbst wenn, könnte die Wahl eine freiwillige gewesen sein und dann ist die Enttäuschung groß, weil an diesen permanenten Reichweitenvorwürfen doch mehr dran ist als die Tesla-Fanboys <duck> einen Glauben machen wollen. Na gut, die wollen das meistens gar nicht, das bilde ich mir nur wieder ein …


    Wenn es aber eine eigene Wahl in Form einer Bestellung (und nicht aus einem Pool) war, dann hätte ich vermutet, dass man sich vorher damit beschäftigt und dann wäre diese 5xx Autobahn-km-Erwartung schon abgeräumt. Aber ich spekuliere zu viel rum.


    Zu den Tankstellen „an jeder Ecke“. Das war mal so, heute sieht das nur noch so aus, weil Du Dich möglicherweise bei den vielen Kilometern entlang jener Achsen bewegst, an denen die liegen. Es sind etwa 14000, davon 350 an Autobahnen (€€€), und wenn man nicht gerade auf SuperPlus/Ultimate/VPower/etc. angewiesen ist, haben die meist auch mehr als einen „Ladepunkt“. Schnellladepunkte für E-Autos gibt es deutlich mehr, dazu zählen in der Statistik allerdings auch diese 50kW-Säulen. Die sind prima für die längere Einkaufspause und für die sehr lange Mittagspause schafft das auch was, „in 5 Minuten“ helfen sie Dir kaum weiter (außer im Notfall und der sollte dann nicht abends bei Lidl eintreten …).


    Echte HPC (150kW aufwärts) gibt es angeblich derzeit auch 14000, aber Ladepunkt bedeutet ja nicht Ladeort. Da die fast immer 2 Ladepunkte je Säule haben und auch mal mehr als eine Säule da steht, ist Dein Eindruck, dass es mehr Tankstellen als HPC-Standorte gibt, wohl nicht ganz falsch. Wenn ich z.B. in den Landkreis Cuxhaven blicke, dann sieht das außerhalb der Hauptverkehrsachsen auch schon sparsam aus und solche Flächen dürfte es durchaus auch woanders geben. Nacht um 01:00 Uhr tanken will man aber dort vielleicht auch nicht müssen ;)


    Ladepunkte überhaupt gibt es indes sehr reichlich (um die 190000 in D), die zeigt Dein Auto ja auch größtenteils an, nur sind davon halt viele AC-Ladepunkte und für die brauchst Du viel Zeit. Ob Du die zwischendurch mal für eine Stunde oder so nutzen kannst, weißt Du nur selbst. Immerhin, die Dinger sind meistens rund um die Uhr in Betrieb.


    Tankstellen suchst Du vermutlich nicht, die „sind ja einfach da“. Also meistens. Die Ladepunkte kennst Du noch nicht und siehst die meistens nur auf dem Navi. Fährt man immer um dieselben Kirchtürme, ändert sich das dort natürlich irgendwann.


    Hinsichtlich der Ladeplanung kann ich Dir keine Ratschläge geben. Ich persönlich würde es unter Zeitdruck nicht zu umständlich haben wollen, das Auto macht selbst in den alten Versionen ja eine, nur steht man dann halt vor irgendeinem Anbieter (ggf. begrenzt auf die Powerpass-Funktionalität) und das muss nicht die günstige Option sein.


    Zu den Kosten: bei dem Vergleich müsste man sehen, wie hoch der Verbrauch eines Verbrenners denn beim eigenen Einsatzprofil lag und dann auch ein wenig auf die Modellwahl achten. Ich habe keine Ahnung vom Passat, aber die Statur des Enyaq fällt schon ein wenig anders aus (etwas höher, etwas breiter) und das ist geringeren Autobahnverbräuchen nicht förderlich. Aber auch ein evtl. passenderer ID.7 verbraucht bei höherem Tempo deutlich mehr Strom als in der Stadt. Ich hoffe, den Enyaq (80x) im ganzjährigen Mittel auf 20kWh (inkl. Ladeverluste) halten zu können, der vorherige, gleich große Diesel-SUV lag bei etwas über 7.7l, da habe ich preislich ausreichend Luft beim kWh-Preis.


    Die Wartungskosten könnten etwas geringer sein, da der Skoda nur das Zeitintervall hat (falls der Passat noch auf 30tkm limitiert). Gilt aber auch nur, wenn der Händler beim Škoda keine Phantasiepreise aufruft. Dazu kommen die ersparte Kfz-Steuer und die - schwankende - THG-Quote (Gutschrift), das relativiert sich bei 40tkm p.a. natürlich etwas.


    Zum Mitschwimmen: Sind 150km/h noch wirklich ein „Mitschwimmen“ ? In Ballungsräumen mit entsprechend Verkehr würde ich eher 110-120 km/h annehmen, auch wenn man bei 150 selbst immer noch überholt wird (aber wohl von weniger, als man selbst überholt). Was verbraucht so ein RS, wenn man sich daran versucht ? Sind ja nicht konstant 150, im Schnitt vielleicht 115 ? Würde mal so 24kWh / 100km schätzen, bei sehr niedrigen Temperaturen mehr. Ok, bei max. 120 sind es weniger, ob das Dir dann einen Ladestopp erspart, steht aber auf einem anderen Blatt. Konstant 115 können ja manchmal auch recht eintönig wirken.


    Ich kann da nicht mehr wirklich mitreden, Fernverkehrsstrecken fahr ich meistens nur mit 95, weil sonst fängt mein dafür noch vorhandener Diesel an zu saufen (und ich darf eh nicht schneller, oder öfters nicht überholen …).


    Zur Restkapazität: mein Fahrprofil passt nicht zu Deinem, weil ich nicht mehr beruflich unterwegs bin. 10% sind 25-35km, mit Bleifuß im Winter sicher auch weniger. Käme jetzt drauf an, wohin und wie weit ich noch muss und ob ich irgendwelche Ladestrom-Anbieter vorziehe (Roamingpreise). Kann ich am Zielort laden und wieviel Zeit habe ich dafür und wieviel brauche ich überhaupt für den nächsten Abschnitt und wie sieht es dort dann aus ?


    Aber gut, mit einem Mazda 6e würde ich es derzeit eher nicht tun ;)


    Gruß

    K.R.

Liebe/r Besucher/in des Enyaq-Forum. Wir würden uns freuen, wenn du etwas zum obigen Thema beitragen möchtest.

Hier klicken, um ein kostenloses Benutzerkonto im Enyaq Forum anlegen

Bereits 12905 Mitglieder sind dabei und tauschen erste Informationen rund um das neue Elektro SUV Enyaq von Skoda aus! Viel Spaß :)