Kauf eines gebrauchten Skoda Enyaq iV80

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    D.h. beim 85er gibt es weiterhin Updates, beim 80er nicht mehr weil von der Hardware nicht möglich? -Stand heute ist das für den 80iger wohl so; eine endlos lange Updatezeit wird es für den 85iger aber mit Gewissheit auch nicht geben.-

    Wäre das für dich ein Grund auf den 85er zu gehen bzw. ein Ausschlusskriterium? -Vor dieser Frage stand ich nie, (hatte zwar einen 80iger als Firmenleasing konfiguriert, war dann aber natürlich auch eher froh als böse als es nach der langen Zeit im Wartesaal dann einer der ersten 85iger geworden ist). Kenne die Unterschiede also auch nur hier aus dem Forum.-

    Aber das sich die E-Mobilität so schnell entwickelt, ist das in diesem Metier vielleicht nicht so clever? -Wenn Du diesen Aspekt absichern möchtest, denke über ein Leasing mit 3…4 Jahren Laufzeit nach. Dann sind auch die ersten 85iger Firmenleasingrückläufer in nennenswerten Stückzahlen am Markt.-

    Was passiert denn, wenn die Software nicht weiterentwickelt wird? -Wenn ich das mit Sicherheit vorhersagen könnte, müsste ich nicht jeden Tag ins Büro fahren. Dann würde ich mein Geld auf andere Art und Weise verdienen.😉- Kann man diesen Wagen in 5 Jahren dann überhaupt noch fahren? -Vermutlich schon

    Betreffs Reichweite im Winter hätte der tatsächliche eine Wärmepumpe verbaut. Darauf habe ich extra geachtet. -Die WP hat im Winter keinen so wesentlichen Einfluss wie Dein Gasfuss.- Ich denke da meintest du mit Akkuvorkonditionierung, oder? Hier musst Du zwischen Vorklimatisierung (Aufheizung des Fahrzeuginneren) und der Akkuvorkonditionierung unterscheiden. Mit der Akkuvorkonditionierung lässt sich der Akku vor einem Ladestopp gezielt auf die ideale Temperatur erwärmen um am HPC von Beginn des Ladevorgangs mit möglichst hoher Ladeleistung zu starten. (Der Akku sollte dafür aber beim Anstecken trotzdem möglichst unter 10 % liegen.) In der norddeutschen Tiefebene hat dies vermutlich eine geringere Bedeutung als im Alpenvorland, falls man nicht auf die öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von NilsPiet ()

  • MaSan

    Zur Aufklärung bezüglich Wärmepumpe und Akkuvorkonditionierung:

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ein Enyaq mit EZ 03/22 hat auf jeden Fall keine herstellerseitig vorgesehene Möglichkeit, die Hochvoltbatterie vorzukonditionieren. Diese wäre wichtig, um bei kalten Temperaturen eine höhere Ladeleistung am Schnelllader zu erreichen. Da das Fahrzeug diese nicht hat, kann es im Winter zäh werden, wenn die Ladestopps dann erheblich länger dauern.

    Die Möglichkeit der "Standheizung" (Klimatisierung des Innenraums) hat eigentlich jedes E-Fahrzeug "eingebaut". Diese lässt sich auch jederzeit aus der App heraus starten.

    Die Wärmepumpe sollte den Werbeversprechen nach einen niedrigen Verbrauch auf Langstrecke ermöglichen. Auf Kurzstrecke hat sie keinen Vorteil. Nachteil bei der Wärmepumpe ist, dass das Kältemittel (CO2) alle vier Jahre getauscht werden muss, was einen zusätzlichen Posten auf der Werkstattrechnung darstellt. Letztlich wird man die zusätzlichen Kosten nicht durch einen Verbrauchsvorteil wieder reinfahren können. Bei EZ 03/22 wäre vermutlich demnächst die 4-Jahresinspektion dran (03/26), mit dem Tausch des Kältemittels. Hier könntest du darauf bestehen, dass diese Inspektion in vollem Umfang noch vor deinem Kauf durchgeführt wird.

    Ansonsten ergeben sich durch die Wärmepumpe keine weiteren technischen oder funktionalen Vorteile (z.B. Akkuvorkonditionierung).

  • Stehe(n) gerade vor der gleichen Entscheidung, sind auf der Suche nach einem 80er weil in der Familie nun immer mehr den Führerschein haben und ich zusätzlich 3 mal die Woche pendeln muss.
    Der 85er wäre toll (Software, Akkuvorkonditionierung) aber die Features kosten alle eben 15.000 Euro mehr als einer der 1. Serie.
    Das ist es mir nicht wert, zumal wir mit unseren 25.000 km pro Jahr den Enyaq wohl fahren, bis er nicht mehr mag – ich bin meinen Autos immer sehr treu und loyal, fahre gerade das 3. Fahrzeug in 30 Jahren!

    Hab einen gebrauchten 80er mit gaaaaanz vielen Extras im Auge dafür mit deutlich mehr Kilometer.
    Der wird wahrscheinlich um 20.000 den Besitzer wechseln – mal gucken ob ich es bin.
    Ich bin relativ sicher, dass es ein Enyaq bei uns wird, ist nur die Frage wann.
    Geht's nach meinen 3 Kids, die im ZOE hinten eingepfercht sitzen müssen, dann früher als später. ;)

  • Es gilt zu prüfen ob man die Akkuvorkonditionierung unbedingt braucht.

    Ich könnte für mich sagen das es nicht nötig ist.

    Langstrecke (Österreich, Italien) nur zwischen April und Oktober, da ging es immer ohne. Im Winter die längste Strecke um und bei 300km.

    Sollte jeder mal sein Fahrprofil prüfen. Ich habe die Vorkonditionierung bisher nicht vermisst.


    Nicht jeder brauch immer alles.

  • Moin


    Wenn Updates bisher hardwareseitig möglich waren, dann ändert sich allein durch die Zeit daran wenig, der Hersteller muss es aber wollen. Die beim Enyaq in Rede stehenden Versionen 3.x laufen aber neben auch noch im VW ID.3 / 4 / 5 / Buzz und Cupra Born der jeweils ersten Baujahre. Soweit es nur um bug fixes geht, wäre meine Erwartungshaltung da auch eine andere als bei der Hoffnung auf neue oder zusätzliche Funktionen.


    Eine dieser möglicherweise mal von irgendwem leichtfertig angedeutete Funktion ist die bereits erwähnte Vorkonditionierung (Beheizung) des Akkus. Auch die alten Modelle haben eine Heizung ( und Kühlung) für den Akku. Die läuft (bei Fahrbereitschaft oder programmierter Abfahrtszeit) unter 0° an und schaltet bei 2° wieder ab, an der AC-Ladesäule erst unter -5° (bis +2°), an DC-Säulen bereits unterhalb von +20° (aus bei 23°). Letzteres , weil Du bei niedrigen bis sehr niedrigen Temperaturen an solchen Ladesäulen sonst überhaupt auf keine noch irgendwie brauchbare Ladeleistung kommen würdest (und die 5kW der Akkuheizung an solchen Säulen nicht stören).


    Diese Auslegung führt allerdings an der DC-Ladesäule bei kaltem oder sehr kaltem Akku zu einer anfänglich sehr niedrigen Ladeleistung, die erst mit zunehmender Erwärmung des Akkus (und das kann dauern) durch diese Heizung langsam ansteigt und aufgrund des zunehmenden Ladezustands des Akkus nie die Werte wie im Sommer erreichen wird. Die m.E. mit einem anderen Akku ausgelieferten 80x waren davon noch einmal speziell betroffen. Also bei -10° nach einer ebenso kalten Nacht mit 20% an den HPC wird ein etwas längerer Aufenthalt.


    Ob und wie oft einem das passiert und ob der Zeitverlust nun zu einem Drama wird, muss man dann halt mal für sich beantworten.


    Ab Softwareversion 4.x ist diese manuelle Vorkonditionierung dann vorhanden, d.h. man kann die im Menü eigenständig einschalten (da steht dann auch eine Schätzung über die aktuell mögliche und die nach xx Minuten erreichbare Ladeleistung). Wählt man die Ladesäule (!) als Ziel im Navi aus, startet die Heizung auch automatisch vorher).


    Für die Version 3.x gibt es nur eine separat zu installierende App (im Škoda Shop), die den zuletzt ausgelesenen Wert der Akkutemperatur liefert. Der Wert kann allerdings ein paar Minuten alt sein, aber auch deutlich älter. Manchmal wird bei geöffneter App binnen Minuten aktualisiert, manchmal nicht. Naja, eine Ladeleistung steht da nicht, aber wenn die Temperaturanzeige 4° anzeigt, dann kannst Dir schon denken, dass es dauern könnte.


    Zum zweiten Teil:


    warum sollte das Auto nur aufgrund nicht weiterentwickelter Software nicht mehr fahren ?


    Es geht hier nicht um die Updates für die Karten- und Verkehrsdaten, die nach einigen Jahren kostenpflichtig zu verlängern sind. Da würde ich nicht auf ewige Unterstützung vertrauen wollen.


    Gruß

    K.R.

  • Stella

    LT35

    Vielen Dank für die Ausführungen. Habt Ihr, wenn ich fragen darf, einen 85er? Ich nehme da mal stark an. Hat dieser denn noch irgendwelche Schwächen oder sind dort quasi alle Probleme behoben? Ging dieser schon mal offline, habt ihr häufige Werkstattbesuche oder ähnliches?


    LaJoLi

    Toll und interessant zusehen, dass Ihr/Du ähnlich vorgeht wie ich. Bringen dich diese ganzen Aspekte (explizit wenn hier manche von wirklich vielen Werkstattbesuchen schreiben) nicht von dem Auto ab? Wenn du in Richtung 20.000 EUR gehst ist das natürlich auch irgendwo klug, weil halst eben ein geringeres Risiko. Das wäre für mich auch eine Überlegung. Entweder konsequent günstig oder gleich der 85er, diese Überlegung eben. 28K sind irgendwo dazwischen, mit schon höherem Risko wenn ich Pech habe mit dem Wagen.


    NilsPiet: ... und vielleicht ist die Idee, 3 bis 4 Jahre zu leasen tatsächlich auch eine Überlegung wert. Einfach mal zu schauen, was das Auto kann und was so passiert, und sich erst dann festzulegen, ohne gleich 30K auf den Tisch zu legen.


    Mann, keine einfache Entscheidung wenn man nicht das Privileg eines Dienstwagens hat, wo einen das Thema Risiko quasi nicht tangiert. Ich habe bei dem ganzen Thema schon wirklich langsam Verständnis für jene, die um E-Autos einen großen Boden machen.


    LG

  • eSwimmer-77: Das ist krass, danke für das Feedback. Hast du den Wagen noch oder bist du umgestiegen? Wenn ja, auf was und wie ist die Erfahrung da? Meinst du mit 85er hätte man den gleichen Hustle?

    Den 85er kann ich nicht beurteilen, der wird aber sicher besser sein als mein 80er (Montags?)-Enyaq.


    Ich fahre das Auto noch, da Geschäftswagenleasing. Reparaturen waren u.a.

    Lenkung

    2x Dachkonsole

    Rückleuchten (Insektenbefall)

    Bremskraftverstärker

    Leichtweitenregulierung

    2x Pfützenlichter (die sind aber schon wieder beide defekt)

    Sitzheizung hinten (Fehler bis heute nicht behoben!)


    Ich habe mich insbesondere darüber geärgert, dass ich für jeden Fehler Videos davon einreichen sollte. Und dass die Lieferung von Ersatzteilen jedes Mal mehrere Wochen gedauert hat.


    Wie gesagt kann ich kein Einzelfall sein, wenn man sich die TÜV-Statistik ansieht.


    Mir wäre einfach das Risiko, ins Klo zu greifen, viel zu hoch.


    Aber wenn der Wagen in Ordnung ist, fährt er gut, keine Frage.

    Enyaq iV 80 seit 26.04.2023:


  • Moin

    Stella

    LT35

    Vielen Dank für die Ausführungen. Habt Ihr, wenn ich fragen darf, einen 85er? Ich nehme da mal stark an. Hat dieser denn noch irgendwelche Schwächen oder sind dort quasi alle Probleme behoben? Ging dieser schon mal offline, habt ihr häufige Werkstattbesuche oder ähnliches?


    Äh, nee. Ich fahre einen 80x aus 10.2023, mit 6tkm gekauft erst in 7.2025 und den Preis lassen wir mal lieber beiseite. Also bis jetzt fährt das Auto, ist aber kein relevanter Zeitraum.


    Gruß

    K.R.

  • LaJoLi

    Bringen dich diese ganzen Aspekte (explizit wenn hier manche von wirklich vielen Werkstattbesuchen schreiben) nicht von dem Auto ab? Wenn du in Richtung 20.000 EUR gehst ist das natürlich auch irgendwo klug, weil halst eben ein geringeres Risiko. Das wäre für mich auch eine Überlegung. Entweder konsequent günstig oder gleich der 85er, diese Überlegung eben. 28K sind irgendwo dazwischen, mit schon höherem Risko wenn ich Pech habe mit dem Wagen.

    MaSan Meine aktuelle Familienkutsche ist ein T5, den ich mit 22 Monaten und 175.000 km (!) gekauft hab. Ich gehe davon aus, dass ein Auto mit über 100.000 km die Kinderkrankheiten hinter sich hat. Die teuren Reparaturen kommen beim T5 jetzt bei 450.000 km.
    Also, ich suche konkret einen 80er mit 100.000+ km und hoffe, dass meiner dann so lange geht läuft wie das besagte Taxi in dem viel zitierten Video. Aber ja, wissen kann man es nie, ich bin aber immer optimistisch und zuversichtlich und geht mal vom Guten aus. ;)
    Ein Forum ist immer eine Art "Selbsthilfegruppe" die einem bei Herausforderungen absolut toll und oft besser hilft, als eine Werkstätte, ABER es liegt in der Natur der Sache, dass halt Menschen schreiben, die ein Problem mit dem Auto haben. Deswegen die vielen Berichte über Werkstattbesuche mancher Mitglieder.

    Viel Erfolg bei Deiner Suche!

  • Also eSwimmer-77 hat mit seinem Enyaq sicherlich mehr oder weniger einen Griff ins Klo gemacht. Er hatte so ziemlich jeden Defekt, den man haben konnte. Aber das ist eher die Ausnahme als die Regel. Mein Enyaq BJ 04/2024 hatte bisher bis auf die verkrinkelten Projektionsfolien gar nichts.


    Als ich meinen damaligen Passat bestellt habe, habe ich im Forum auch jede Menge Schauergeschichten gelesen, bis ich dachte, "Ach Du Scheixxe, was hab ich denn da für eine Gurke bestellt?". Letztlich war ich hoch zufrieden mit dem Auto. Ich hatte nicht ein einziges der im Forum diskutierten Probleme.


    Dann hab ich den Enyaq bestellt und bis zur Lieferung von so vielen Problemen gelesen, dass ich wieder große Zweifel hatte, ob der Enyaq, bzw. jedwedes Auto aus dem VW Konzern nicht doch ein Fehlgriff war. Aber nein, mein 80er Enyaq schnurrt einfach. Ich hab praktisch alle Assistenten, viel Sonderausstattung und ja, so manchen Fehler hab ich auch schon gesehen.


    Die Handerkennung ist manchmal problematisch, aber ich habe gelernt damit umzugehen. Jetzt fasse ich das Lenkrad in der Regel "richtig" an und in wenn das Auto mich wegen der Hand ermahnt, weiss ich, was ich machen muss.


    Auch ich hab schon ein abgestürztes Infotainment gehabt; aber insgesamt 2x in jetzt fast 3 Jahre. Das ist nichts, worüber ich mich aufrege. Der Parklenkassisten hat auch schon mal einen Parkvorgang abgebrochen, obwohl nicht zu erkennen war, warum. Deshalb schmeisse ich den aber nicht an die Wand, denn in 98% der Fälle funktioniert er. An den restlichen 2% hänge ich mich nicht auf.


    Fazit: neue Autos hatten schon immer Kinderkrankheiten. Das ist weder neu, noch E-Auto spezifisch. Autokauf ist immer ein gewisses Risiko, egal ob Gebraucht- oder Neuwagen. Man kann Pech haben und die letzte Montagsgurke erwischen; dann macht der Wagen einfach keinen Spaß. Aber man kann genauso ein total problemloses Exemplar erwischen.


    Ich hatte bisher immer Glück, außer mit einem Mercedes C-Klasse vor vielen Jahren (Neuwagen). Ich würde jederzeit wieder zum Enyaq greifen, auch zu einem Gebrauchten. Ich würde aber immer zu einem so-spät-wie-möglichen Baujahr greifen, was ich mir leisten kann. Je länger das Modell auf dem Markt, desto weniger Kinderkrankheiten sind übrig.

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