Was sind denn "faire ad-hoc- Ladepreise?". Die Anbieter sind durchaus der Meinung das die fair sind nehme ich an.
Preise sollten sich durch Angebot und Nachfrage bilden und unter Verwendung der regulären Zahlungsmittel gut vergleichbar sein, so einer der Grundgedanken der sozialen Marktwirschaft. Aktuell bezahlt man für eine KWh am Hausanschluss ca. 0,3€, Industie teils deutlich weniger, daher empfinden viele die 0,7€ bis 1€ für eine per Debit-Karte bezahlte Kwh an der Ladesäule als deutlich zu viel, zumal ja an vielen Standorten ein vielfaches gegenüber Haushaltsanschlüssen verkauft wird. Man wird somit durch die zwangsläufig gewählten Tarife in der Auswahl seiner Ladepause deutlich eingeschränkt, was einer bevormundung gleich kommt, mehr noch als beim Verbrenner oder anderen Konsumgütern. Auch weil mal beim Deutschlandnetz von einem Deckel seitens der Politik bei 0,44€ die Rede war, was auf Basis der Förderung auch machbar gewesen wäre.
Wer nicht versteht, dass mit diesen Apps und Kundenbindungskarten unser reguläres Zahlungssystem viel stärker ausgehöhlt wird als die 1-2 Cent/Liter bei der Tankstelle die es für die dortigen Mitglieder bei Shell und co gibt/gab, der Lacht vermutlich auch über die 80Jährige, welche an der Supermarktkasse dass doppelte für die Butter bezahlen muss, weil sie kein Smartphone hat und keine Netto/Lidl etc.-App.
Ich kann verstehen, dass jeden der eine Ladekarte vom Cheffe hat, das Thema relativ egal ist, aber in Hinblick auf die Unterstützung der E-Autoverbreitung und der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung sollte man es zumindest mal durchdenken, man kann ja zu einem anderen Ergebnis kommen.
Ich denke man sollte das Thema hier wieder beerdigen, denn dafür gibt es einen eigenen Threat.