Beiträge von Rumpelkammer

    Das wird in Zukunft noch ganz andere Preissprünge geben (müssen).

    Es läuft aktuell eine Diskussion die Stromzone Deutschland aufzulösen. Schleswig-Holstein, Hamburg und Westdänemark würden eine neue Zone bilden (https://www.welt.de/regionales…ne-mit-westdaenemark.html). Hintergrund ist, dass der Strompreis (Niedrig = Überfluss) gerade in Süddeutschland nicht stimmt und falsche Marktanreize setzt. Ich würde die Behauptung aufstellen, dass wir kein Produktions- und Kapazitätsproblem, sondern eine Management-Problem haben.

    BYD will in Europa auch Ladestationen bauen (https://www.electrive.net/2026…unter-60-cent-kwh-kosten/). Im Artikel der FT (https://www.ft.com/content/6e8…b1-40cf-814c-8f4d764a8f30) gibt es einige interessante Fakten dazu. Neben den Fakten von Electrive (2 Mrd. Investition, 580T€ pro Park, 3000 in Deutschland) wird auch erwähnt, dass die das Stromnetz nicht belasten wollen, indem sie Batteriespeicher einsetzen, die nachts langsam geladen werden.

    Die Thematik hat es sogar in die Nextnews geschafft:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Was für ein Heckmeck!

    Irgendein BWL'er hatte wohl einen feuchten Traum, dass man diese Daten bzw. für die Bereitstellung über Dritte Geld ziehen kann. Jetzt nach Shitstorm und nachdem man checkt, dass Kunden wohl einen Rechtsanspruch haben, muss man quasi zurückrudern.

    Man hätte das machen sollen, was vor Monaten oder Jahren schon diskutiert bzw. gefordert wurde. Eine sauber dokumentierte API und die dann auf normale Nutzung beschränken. Man hätte vllt. sogar mit EVCC reden können, dass die API-Calls datensparsam programmiert werden.

    VW hat anscheinend auch so etwas wie die EV Lounge und hat dort etwas gepostet.


    VW lock API requests soon and allow only registered Apps · evcc-io evcc · Discussion #30236
    the following Post I found on official Skoda Facebook Group „EV Lounge“ as announcement. is EVCC registered to get data from new Api? Announcement: 🔔 A quick…
    github.com

    VW ist mit der Open Source Community seit 2025 in Kontakt (u.a. EVCC) und man will gemeinsam eine Lösung entwickeln.


    Der Maintainer hat darauf geantwortet:

    VW lock API requests soon and allow only registered Apps · evcc-io evcc · Discussion #30236
    the following Post I found on official Skoda Facebook Group „EV Lounge“ as announcement. is EVCC registered to get data from new Api? Announcement: 🔔 A quick…
    github.com

    Er bestätigt den Kontakt mit VW und hofft, dass eine Lösung kommt.


    Vllt. hat VW auch mal gelernt und lässt Zugriffe über die alte API zu bis eine für alle zufriedenstellende Lösung gefunden wird.

    Frage ist auch, ob netztechnisch viel mehr möglich ist.


    Auf Langstrecke kann man mit 100kW oder sogar nur 50kW nicht viel anfangen. Aber mittlerweile muss zunehmend auch die Zielgruppe "E-Auto, aber keine Lademöglichkeit Zuhause und auf der Arbeit" versorgt werden. Der kann man schlecht zumuten, dass die irgendwo an einen tollen Ladepark fährt und dann dort 30 Minuten rumsitzt. Beim Wocheneinkauf 20 oder 30 Minuten 11kW-AC kommt man nicht weit, aber mit 50 oder 100kW sieht das schon ganz anders aus. Und im Kleinwagen-Segment kommt man mit 50 oder 100kW Ladeleistung in der Praxis schon relativ weit.

    Cybersecurity kannste knicken. Das ist eine Geldfrage. Jede API-Abfrage braucht Hardware-Ressourcen, die kosten. Wie oft schaut man auf dem Handy nach dem Enyaq? 2-5 mal am Tag. Wenn dann aber EVCC, Home Assistant und Co plötzlich alle 5 Minuten die Infos pullen, machen 100 User so viele Anfrage, wie Cariad für 5700 Autos geplant hat.


    Cariad hat ja eine API für Drittanbieter. Man hätte die einfach im Rahmen einer Fair Use Policy für Autobesitzer freigeben können. Pro Monat sind 300 API-Calls frei. Damit könnte man problemlos das Laden steuern. Wer mehr braucht, muss zahlen.

    Es waren mal 44ct/kWh angedacht. Daraus wurde dann ein atmender Preisdeckel. De facto macht jeder seinen Preis. Wer wirklich Langstrecke fährt, nimmt ein (Monats-)Abo bei EnBW oder Ionity.


    Der Name "Deutschlandnetz" klingt toll, aber das ist eher Schall und Rauch. Es sichert nur, dass es deutschlandweit verteilt genug Schnellladestationen gibt. Kein einheitlicher Preis, kein Roaming.

    Florian Schröder hat als Wolfgang Schäuble diese Thematik bei der Diskussion Grundgesetz, Sicherheits usw. parodiert:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    1:34 bis 2:41

    Nichts desto trotz sind 27ct nur 27ct. Und wer es nutzen kann sollte es tun.

    Das ist richtig. Im Gegensatz zu Frankreich hat Lidl in Deutschland vor allem AC und langsame DC-Säulen (50 oder 60kW). Zum Einkaufen ist das gut, aber zum Reisen muss man sich sehr gut informieren.


    Diese Daten werden von allen Anbietern mit Ladekarten/App erhoben. Selbst bei Adhoc müssen die Zahlungsdaten übermittelt werden.

    Ich muss die Lidl-App ja nicht zum Einkaufen verwenden 😁

    Ladekarten und App protokollieren sicherlich, wie viel, wie oft, wann und wo du geladen hast. Man kann daraus ein gewissermaßen ein Bewegungsprofil erstellen.


    Lidl und Kaufland gehören zur Schwarz-Gruppe. Ein Teil davon ist Schwarz IT. Das ist eine der größten IT-Firmen in Deutschland mit Cloud, KI, Security usw. mit RZ in Deutschland. Sollte es mal mit den USA knallen, brauchen wir die.

    Die LIDL Plus App geht aber viel weiter, weil die alleine über den Einkauf deutlich mehr über dich wissen. Die können dir an Hand deiner Einkäufe eine Menge sagen: Single? lliert? Wie viele Kinder? Haushaltseinkommen? Krankheiten? Alter? Sport?

    Abhängig von diesen Analysen werden unterschiedliche Rabatte und Angebote in der App ausgespielt.

    Soll jeder für sich entscheiden, welche Daten er an wen liefert.