Beiträge von bljack

    Ich meine mich dunkel dran zu erinnern, dass bei Diskussionen um den 70% SoH-Wert für PKW auch immer mal wieder die dann noch mögliche Leistungsabgabe der Batterie als Grund angeführt wurde, warum diese im PKW dann kaum/nicht mehr nutzbar sind. 70% Reichweite von einem 80er/85er Enyaq kommend können ja bei geänderten Lebensumständen durchaus für viele noch ausreichend sein. Wenn der dann aber beim Beschleunigen keine Wurst vom Brot zieht, weil die Batterie den Strom nicht mehr liefern kann, wird es auch blöd und die Batterie sollte vom PWK zum stationären Großspeicher wechseln, wo 1C eher die obere Grenze ist.


    Ich glaube am Ende ist eine Fixierung auf einen harten Wert da eh nicht zielführend. Für den einen mag die Batterie dann am Ende sein während es einem anderen noch reicht.


    OT: Bei meinem e-up hab ich nach 4 Jahren / 100tkm da Gefühl, das es geringfügig weniger Reichweite geworden ist; im Winter geht der Weg ins Geschäft (2x 45km) nur noch einmal ohne Laden; ich meine, dass das im ersten Winter (zwar knapp) 2x ging (also 4x45km ohne Laden). Kann aber auch an den Randbedinungen liegen, dass ich im ersten Winter noch über Ladeziegel und ohne PV geladen habe und der e-up vermutlich eh immer am Strom hing, wenn ich daheim war.

    Schon mal Morgan Plus 8 gefahren? Oder much more sexier einen W12-Bentley? ;) ;) 8)

    Morgan noch nicht, aber Bentley Continental W12 - ja, da ist diese Überdimensionierung schon nett aber vermutlich für die meisten, die eher die Leistung eines 2.0TDI suchen dann vllt. doch nicht so erschwinglich ;)

    Nein, das kann ich leider nicht beantworten. Der Quicktest spricht auch von "Standzeit voll geladen", nicht "Standzeit bei 100%". Daher die Unsicherheit, sonst wäre es schon eher klar. Welchen Datenpunkt aus dem Carscanner meinst du genau?

    Ich hab beim e-up einen Datenpunkt "Time at 100% SoC" der eine Zeit in Stunden auswirft. Ich hab jetzt (sträflicherweise) angenommen, dass der Konzern sowas in der Art in die MEB mitgenommen hat, hab aber selbst bei unserem Enyaq noch nicht geschaut, ob der Wert vorhanden ist. Sorry, falls ich da mit meiner ungeprüften Überleitung vom e-up Verwirrung gestiftet hab und der Wert beim Enyaq nicht vorhanden sein sollte :(

    Die blaue Kurve dürfte die niedrigste gemessene Modultemperatur in der Batterie sein. Die Ein- und Ausgangstemperatur sind mit 99,9%iger Sicherheit die beiden Temperaturfühler am Wasseranschluss der Batterie und damit mMn kaum geeignet, die Temperatur der Batteriemodule zu bestimmen.


    Hier (e-Fahrer.com) sieht man eine MEB-Batterie und unter der HV-Leitung zum vorderen Antrieb die Anschlüsse für Vor- und Rücklaufleitung der Kühlung. Da sind Temperaturfühler mit in den beiden Anschlüssen drin (sieht man auch im Bild, zeigen jeweils nach außen).


    Meine These: wenn die Temperaturen von Ein- und Ausgang absolut parallel verlaufen (und in dem Fall auf 10°C abfallen), liegt das daran, dass das Kühlmittel nicht aktiv umgepumpt wird, sprich an der Messstelle einfach langsam auf Umgebungstemperatur abfällt.

    Eine aktive Kühlung kann es nur geben, wenn die Ausgangstemperatur über der Eingangstemperatur liegt, so wie es ab z.B. ab ca. 08:20 bei der Ladung der Fall ist und im Anschluss mit kurzer Unterbrechung bei der Fahrt ab 08:50-09:25. Umgekehrt wäre für eine aktive Heizung eine Eingangstemperatur über der Ausgangstemperatur notwendig.


    Daher lege ich mich auch fest: die Batterie kühlt nicht aus, nach Beginn der Ladung gibt es mit etwas Verzögerung einen Temperaturanstieg bis ca. 24°C bevor die Kühlung aktiviert wird (Ausgangstemperatur über Eingangstemperatur) und die Temperatur wieder auf 23,5°C abfällt. An der Stelle wird die Kühlung wieder abgeschaltet und Ein- und Ausgangstemperatur gleichen sich wieder an.


    Natürlich muss die WP dem Antriebskreislauf nicht zwangsläufig Wärme entziehen, VW hat in der SSP 811213 dazu aber explizit auf Seite 44 geschrieben, dass für den Heizbetrieb mit WP dem Antriebskreislauf Wärme entzogen werden kann. Zudem wird auf jeder Seite darauf hingewiesen, dass nicht alle Betriebszustände dargestellt sind, was zumindest offen lässt, ob es einen Zustand gibt, in dem dem Batteriekreislauf Wärme entzogen wird, um den Innenraum zu heizen. Und genau das führt doch zu meinen formulierten Fragen:

    • Entnimmt die WP der Batterie (wenn überhaupt) nur bis zu einer gewissen Temperatur Energie?
    • Entnimmt sie nur welche aus der Batterie, wenn diese eh aktiv gekühlt werden müsste?


    Im SSP 881213 wird es jetzt verwirrend: da gibt es ab Seite 52 die relevanten Modi und mMn auch einen Copy/Paste Fehler:

    • das Bild auf Seite 52 (Air Heat Pump) ist Copy/Paste von Seite 51; das passt auch nicht zu den Erklärungen im Text
    • das Bild auf Seite 53 (Air/Water Heat Pump) passt zu den Erklärungen von Seite 52, mit der Ausnahme das hier EXV3 als aktiv markiert ist, was aber nur zum Mischbetrieb von Seite 53 passt
    • das Bild auf Seite 54 (Winter Heat Pump) passt zu den Erklärungen von Seite 54
    • der auf Seite 53 beschrieben "Mischbetrieb" hat kein passendes Bild, lässt sich aber aus Seite 52 & 54 leicht ableiten, wie der aussehen müsste


    Es gibt also definitiv eine Wärmeentnahme aus dem Kühlkreislauf zur Heizung des Innenraums über die Wärmepumpe. Für mich weiterhin unklar: wie wird das im Motor-/Batteriekühlkreislauf (siehe SSP 811213) verschaltet? Seite 50 zeigt ja den Motor-/Batteriekreislauf bei Anforderung Wärmepumpe, auch wenn mich irritiert, dass in dem Fall der Kühler nicht umgangen wird (Thermostat oben rechts leitet die Kühlflüssigkeit durch den Kühler, bevor es von V696 durch den Wärmetauscher zum Kältemittelkreislauf geleitet wird, aber das deckt sich diesmal zumindest mit dem Text).

    Wenn ich V696 und V683 jetzt umschalte, kann ich einen Kühlmittelfluss von der Batterie zum Wärmetauscher Kältemittel erreichen. Der Zustand ist mMn also auf Grund der Infos aus den Unterlagen mal darstellbar. Ob und wie er genutzt wird ist meine Frage, auf die ich noch keine Antwort habe.

    [...] In meinen drei Jahren und auf 90.000 km habe ich exakt 1 x die Frontscheibenheizung genutzt (hatte die Vorheizung vergessen einzuschalten). Wenn Du die beheizten Rücksitze nicht benötigst (das war mein Kaufkriterium), dann überlege Dir gut, ob es den Preis für Dich wert ist.


    [...]

    Also bei unserem wird die Frontscheibenheizung beim Vorheizen des Fahrzeugs hinzugeschaltet, evtl. hast Du sie dann doch schon öfters benutzt ;) Ich muss aber einschränken, dass ich noch keine Versuchsreihe gemacht habe, wie der Unterschied mit deaktivierter Frontscheibenheizung beim Abtauen ist.

    paxrsi Wie hier schon geschrieben: Vorheizen geht auch ohne Winterpaket; ggf. ist bei einem Alarmstart die Frontscheibenheizung im Vorteil; ob es das für Dich wert ist, musst Du selbst entscheiden.


    Bzgl. Reifen: wenn das Internet nicht lügt, sind bei Mischbereifung vorne 8" und hinten 9" breite Felgen verbaut. Zur Frage, warum: Fahrleistung, Tragfähigkeit, ... Was es im Detail ist, wird dir die Fahrwerksentwicklung von VW/Skoda sagen können.

    Nur außen abgefahren klingt aber schon nach falscher Fahrwerkseinstellung. Bei unserem RS (APP310, 220kW) sind die Sommerreifen jetzt bald zwei Jahre alt und beim Wechsel vor zwei Wochen waren die noch so gut, dass ich mir diesen Sommer da noch keine Gedanken drüber mache. FZG hat jetzt etwas über 56tkm drauf; da ist natürlich dann viel BAB mit konstanter Geschwindigkeit dabei und keine Rundenrekorde auf der Nordschleife ;)

    Ist es denn zuviel verlangt, die Eigenschaft des erworbenen Produktes komplett zu nutzen ohne dann einen Nachteil gegenüber Anderen zu haben?

    Die beworbene Leistung eines Verbrenners hast Du z.B. nur bei Nenndrehzahl - selbstverständlich kannst Du die nutzen und auch gerne täglich, jemand der sie nicht täglich nutzt wird aber statistisch länger was von seinem Motor haben. Einziger Weg, das zu umgehen, wäre eine massive Überdimensionierung aller relevanten Bauteile - ist irgendwie auch keine sexy Lösung ;)


    Stella EIne kurze Frage zu dem Wert "Standzeit bei 100%" aus dem Quicktest bei Skoda: weißt Du, ob der mit dem via OBD / Carscanner auslesbaren Wert identisch ist? Dann könnte ich bei unserem mal nachsehen, was da drin steht (der steht nur sehr selten bei realen 100% rum, aber ggf. eine Nacht bis zur Abfahrt dann noch bei 95%; da hätte ich Hoffnung, dass sich z.B. bei einer Aufzeichnung aller Zeiten >80% erkennbar ist, dass es so ist).

    Bei Ladebeginn hat die Batterie ca. 22°C (blaue Kurve) und ich würde auch sagen, es wird dann noch nicht direkt gekühlt (Eingangstemperatur fällt langsam ab, aber absolut identisch zur Ausgangstemperatur); die Batterietemperatur steigt auf 25°C, dann gibt es eine Differenz zwischen Batt-eingang und -ausgang und die blaue Kurve fällt wieder etwas ab.


    Die "Kühlung" beim Fahren ist doch jetzt genau der Punkt, der fraglich ist: wenn die Wärmepumpe zum Heizen des Innenraums auch Energie aus der Batterie entnimmt, muss sie ja zwangsläufig während der Fahrt kühlen, zumindest so lange wie genug Temperaturdifferenz vorhanden ist oder irgendein Grenzwert erreicht wird. Frage hier: entnimmt die WP der Batterie nur bis zu einer gewissen Temperatur Energie? Entnimmt sie nur welche aus der Batterie, wenn diese eh aktiv gekühlt werden müsste?