So, ich habe heute meine erste Probefahrt mit dem Škoda Peaq gemacht. Es war ein Peaq 90 Selection mit Max-Paket und dem Innenraum Suite Techtona schwarz.
Dem Wagen fehlten nur noch:
Sitzbelüftung
7-Sitzigkeit
Dachhimmel schwarz
Panoramadach (erst in Q1/27 bei Selection bestellbar)
Übersicht:
Ich weiß nicht, wie Škoda das geschafft hat, aber dieses Auto ist trotz seiner Länge noch einmal übersichtlicher als der Enyaq. Man sitzt im Peaq etwas höher als im Enyaq, kaum spürbar, und die Konstruktion ermöglicht eine sehr gute Rundumsicht, auch nach vorne. Das Armaturenbrett ist gerade und nicht zu hoch, sodass man die Windschutzscheibe gut sieht. Das Fahrzeug wirkt kompakt, bietet aber innen viel Platz – die Lösung ist wirklich gelungen.
Die Bauchigkeit des Enyaq hat mich immer gestört. Ich konnte die Breite nie einschätzen, weil ich mich irgendwie immer zu mittig fühlte und die Abmessungen links und rechts außen nicht erkannte. Beim Škoda Peaq ist das anders: Man kann das Auto sehr gut einschätzen, und es wirkt deutlich schmaler. Tatsächlich ist der Peaq drei oder vier Zentimeter schmaler mit Außenspiegeln.
Platzangebot:
Der Platz im Peaq ist fürstlich. Das Besondere ist, dass meine Knie – ich habe sehr lange Beine – nicht mehr rechts vorne gegen das Armaturenbrett stoßen. Škoda hat die Ergonomie im Peaq sehr gut gelöst. Mein rechtes Knie kann ich nun ganz entspannt an der gepolsterten Mittelkonsole anlegen. Selbst mit Turnschuhen, die meine Beine um zwei bis drei Zentimeter verlängern, gibt es keine Probleme; nirgends zwickt es. Ebenfalls erfreulich ist, dass die Türen deutlich näher am Sitz sind. Um den Arm auf die Armlehne zu legen, muss ich ihn nicht mehr so ausstrecken, und da man etwas höher sitzt, kann ich ihn auch an die Fensterbrüstung legen. Im Enyaq war das kaum möglich, da es sehr unangenehm weit weg war.
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Hinten stehen drei separat verstellbare Rücksitze zur Verfügung, sowohl in der Länge als auch in der Neigung. Die Längsverstellung kommt aber eher dem Kofferraum als dem Fahrgastraum zugute; etwas mehr Spielraum nach hinten wäre wünschenswert gewesen. Auch die Neigung hätte großzügiger ausfallen können, um den Passagieren maximalen Komfort zu ermöglichen. Dennoch ist dies Kritik auf hohem Niveau, da sich die Lehnen überhaupt verstellen lassen – das ist beachtlich. Werden die Sitze ganz nach vorne geschoben, bleibt wenig Platz für die Beine, zumindest für meine. Die Kopffreiheit vorne und hinten ist unbestritten üppig.
Ergonomie:
Die Umstellung des Ganghebels erforderte etwas Gewöhnung, da er nun als Hebel am Lenkrad statt an der Mittelkonsole sitzt. Der Hebel selbst ist feststehend; nur das Ende bewegt sich. Durch Vorwärtsdrücken des Griffs wählt man die Fahrstufen D oder B, durch Rückwärtsdrücken den Rückwärtsgang – eine Frage der Gewöhnung.
Der Travel Assist beziehungsweise der Tempomat ist deutlich logischer und ergonomischer gestaltet. Der Hebel ist angenehmer zu erreichen, größer und weniger wie ein Stock. Die Bedienung ist klarer: Einziehen aktiviert den Travel Assist, Wegdrücken deaktiviert ihn. Die Geschwindigkeit lässt sich durch Antippen in Schritten verringern oder erhöhen; durch Durchdrücken erfolgt die Änderung in Zehnerschritten, ähnlich wie beim Blinker. Alle weiteren Funktionen liegen ebenfalls am Hebel. Der Scheibenwischer befindet sich links am Blinkerhebel; ich habe damit keine Schwierigkeiten, die Umstellung geht schnell, und da es seltener regnet, sollte der Regensensor seine Aufgabe erfüllen.
Die Knöpfe, die beim Enyaq noch in der Mittelkonsole vorhanden waren, fehlen beim Peaq. Man kann das als Vorteil oder Nachteil betrachten. Stattdessen liegen nun links der Warnblinkknopf, in der Mitte ein Drehrad für die Lautstärke und rechts der Zentralverriegelungsknopf – alle gut erreichbar und deutlich sichtbar. Was mich am Enyaq störte: Wenn ich Gegenstände in das Fach unter diesen Schaltern legte, berührte ich mit der Hand immer wieder die Knöpfe und schaltete versehentlich die Warnblinkanlage oder die Zentralverriegelung ein. Das geschieht jetzt nicht mehr, da dort kein Fach mehr vorhanden ist. Die Telefonladepads habe ich noch nicht getestet. Dafür reicht die Zeit nicht aus. Am Freitag steht eine weitere Probefahrt an, dann kann ich sie ausprobieren.
Die beiden Displays sind großartig. Gerade wenn man CarPlay nutzt, wird auf dem großen vertikalen Display die gesamte Navigationsstrecke angezeigt, und im Fahrerdisplay eine detailierte Übersicht der Navigation, Topp!!! Gleichzeitig werden die Navigationsanweisungen auch noch im Head-up-Display angezeigt. Das Gleiche kann man genauso mit Google Maps via Carplay machen. Dann hat man zum Beispiel rechts die große Satellitennavigation mit der Übersicht der gesamten Navigationsstrecke, und im Fahrerdisplay wird dann die normale Karte von Google angezeigt. Ebenso funktioniert auch das Bord-Navi – das ist sehr, sehr gut gelöst – und ich muss sagen, dass mir das Fahrerdisplay richtig gut gefällt; das ist so schön groß, da braucht man eigentlich gar kein Head-up-Display mehr.
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Über die Software kann ich noch nicht ganz so viel sagen, aber einige Sachen sind mir bisher unangenehm Über die Software kann ich noch nicht ganz so viel sagen.
Aber einige Sachen sind mir bisher unangenehm aufgefallen:
- Im Menü gibt es nur noch graue Icons, und zwar jede Menge. Ich bin ein Mensch, der auch viel via Formen und Farben unterscheidet, die mich hier komplett im Stich gelassen haben.
- Die Einstellungen des DCC-Fahwerks lassen sich auf einfache Weise über einen Fahrmodus-Schalter nicht mehr erreichen. Es gibt wohl eine Favoritenfunktion, die die Funktionen Eco, Normal und Sport anbietet, aber in die individuelle Einstellung, die man vorher programmiert hat, kommt man nicht – das muss man aufwändig über das Menü machen. Vielleicht habe ich auch noch keinen schnellen Zugang gefunden. Vielleicht kann man sich das auch über Favoriten so legen. Ich hoffe.
- Viele Funktionen lassen sich auch mit Laura bedienen. Nur nicht die Sitzbelüftung. Da hat sie sich geweigert, weil die gar nicht da war. Das wusste ich bis da noch nicht.😅
- Die Türöffner innen sind nicht mehr an der Stelle, wo sie beim Enya waren, sondern sind jetzt flach eingebaut und müssen vertikal bewegt werden. Sie sind sehr großzügig aber wirklich wunderbar zu bedienen. Das ist so gut wie kaum Umstellung. Man hat sich sofort daran gewöhnt. Über die Außentürgriffe gab es schon Diskussionen – da halte ich mich raus. Ich finde, Škoda hat sich da ordentlich Mühe gegeben.
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Die Ergo-Sitze der Max-Ausstattung sind über jeden Zweifel erhaben. Sie bieten umfangreiche Verstellmöglichkeiten und lassen immer eine passende Stellung zu. Allerdings sind auch bei diesen Sitzen die Kopfstützen zu weit von meinem Kopf weg. Bei anderen ist es anders, aber bei mir ist es so, und die bei der Max-Ausstattung vorgegebenen Kissen lagen hinten im Kofferraum – das fehlte mir zum Komfort. Zu den Sitzen werde ich später im Kapitel Komfort mehr sagen.