Beiträge von Hannes1971

    Diese Förderung ist ja eigentlich gar nicht mehr notwendig

    Seit wann nicht mehr notwendig? Dann hätte sie gar nicht erst eingeführt werden dürfen. Zum Zeitpunkt des Beschlusses war sie nun einmal notwendig, Jetzt ist sie halt da. Und wie gut eine plötzliche Streichung ankommt, durfte ja die Vorgängerregierung leidvoll erfahren. Das würde zu einem weiteren Vertrauensverlust in die Verlässlichkeit der Politik führen. Also: Augen zu und durch ist das einzig Richtige.


    Und, wie gesagt: kannst Du sicher sagen, wie sich der BEV-Verkauf ohne die Prämie entwickelt hätte?

    Aber man darf trotzdem und ee muss parallel darüber diskutiert werden können, dass die Förderung schlecht umgesetzt wurde und dass diese Geldmittel im Prinzip völlig unnötig sind, weil die Industrie bereits fast ⅓ Elektroautos verkauft.

    Die Frage ist, ob sie das auch ohne die Förderung tun würde. Zum Zeitpunkt des Beschlusses der Förderung war die (vermutlich deutlich effektivere) Förderung durch das orangene Genie ja noch nicht absehbar.


    Es geht um Gerechtigkeit und und gutes Handwerk bei Gesetzen.

    Ich halte eine unkomplizierte und schnelle Umsetzung für wichtiger als ein neues Bürokratiemonster, um jeden denkbaren Missbrauch zu unterbinden. Vier geförderte Porsche halte ich für einen überschaubaren Kollateralschaden.

    Zum Thema: Ich bin der Meinung, dass das Vermögen noch hätte mit berücksichtigt werden müssen bei der Förderung, damit die Förderung auch wirklich denen zugute kommt, die sie auch wirklich brauchen.

    Schönes Beispiel dafür, dass jede Steigerung der Einzelfallberechnung zwangsläufig eine Steigerung der Bürokratie mit sich bringt. Stand jetzt: einfache Beantragung und Prüfung, Fahrzeugschein und letzter Steuerbescheid reicht. Aber: es wurden ja 4 (in Worten vier!) Porsche gefördert! Das darf jawohl nicht sein! Also: her mit dem Bürokratiemonster, das dann zwar 50x so viel kostet, wie die Förderung der vier Porsche, aber egal...

    EnyaqMaddin

    Wenn die Klappe bei der Abgabe i.O. war würde ich erst einmal das Gutachten anfordern. Dort ist ja vermerkt, wann das Auto angeschaut wurde. Wenn zwischen Abgabe (Zeitpunkt schriftlich festgehalten?) und Begutachtung Stunden oder Tage liegen, der Forderung widersprechen und den Nachweis fordern, dass der Schaden schon bei der Übergabe vorhanden war. Akzeptieren sie nicht? Ab zum Anwalt.

    Skoda ist da noch halbwegs fair, frag nicht nach Sonnenschein bei Hyundai. Die haben sich ACHT Monate nach Abgabe gemeldet und den Wagen, der echt in TOP Zustand war, mit der Lupe und bei maximal zu meinem Nachteil eingerichteten Lichtverhältnissen nach Mikrokratzern abgesucht und in Rechnung gestellt. Abgeliefert In einem Bericht mit grisseligen Schwarzweissbildern.

    Bei VW gibt es auch einen offiziellen Katalog, welche Schäden als normale Gebrauchsspuren zählen und welche nicht mehr. Den bekommt man auch vor oder bei der Übergabe ausgehändigt.

    chris1904


    Entscheidend ist nicht, wer begutachtet hat, entscheidend ist, wann begutachtet wurde. Und wenn zwischen Übergabe und Behutachtung Stunden oder Tage liegen, ist das Gutachten nichts wert. Das sagt schließlich nichts über den Zustand bei der Übergabe aus, sondern an dem Zeitpunkt der Begutachtung.


    Klar, erkennbar alte Schäden, z.B. Kratzer, die schon Rost angesetzt haben, ausgenommen. Aber grundsätzlich bzw. gesetzlich ist immer der Geschädigte in der Beweispflicht. Der muss sicher ausschließen können, dass die Felge nicht durch seinen Azubi beim Rangieren auf dem Hof vermackelt wurde. Und das ist praktisch unmöglich.


    Wie gesagt: ich kenne diese Begutachtungen nur direkt bei der Übergabe und in meinem Beisein. Nur so ist das hieb- und stichfest.