Beiträge von Hannes1971

    Meine naive Logik sagt mir, dass T&R ein Interesse haben müsste, dass Menschen direkt an der Autobahn laden. Gerade auf Langstrecke macht man bis 80% voll, so dass wir von einer Standzeit von 20-30 Minuten sprechen. Also genug Zeit, um weiteren Umsatz im Restaurant, Tankstellenshop und bei Sanifair zu machen. Im Zweifelsfall verzichtet man auf eine höhere Pacht bzw. Umsatzbeteiligung, weil man den Umsatz woanders macht.

    Wenn dem so wäre, hätten sie den ganzen Zirkus mit dem Prozess etc. nicht veranstaltet. Dann hätte ihnen ja egal sein können, wer da Ladesäulen errichtet. Hauptsache schnell, ausreichend viele und eine hohe technische Verfügbarkeit (womit E.On raus wäre...).

    Mittlerweile findet man auch in Autobahnnähe genug Ladesäulen mit entsprechenden Angeboten (Essen, Trinken, Sanitär). Von Snackautomat über Containerlösung bis Restaurant (Sortimo, Seed&Greet, L'osteria).

    Genau das hat T&R mit dem ganzen Zirkus erreicht. Wer nicht mir der Zeit geht, geht mit der Zeit...

    Für meine Abrechnung bei der Firma, muss ich die Heimladungungen mittels Kennzeichnung deklarieren.

    Für finanzamtkonforme Abrechnungen mit dem Arbeitgeber dürfte das "Schätzometer" in der App sowieso nicht geeignet sein.


    Hier mal der Vergleich:


    Ladung 1: laut Zähler der WB: 28,39 kWh, laut App: ca. 25 kWh

    Ladung 2: laut Zähler der WB: 13,64 kWh, laut App: ca. 12 kWh

    Ladung 3: laut Zähler der WB: 7,25 kWh, laut App: ca. 4 kWh


    Das kann man für Abredhnungszwecke doch vergessen.

    Das sind dann die berühmten +3 km/h beim Enyaq-Tacho (die hat er bei mir auch). Die höchste Abweichung hatte ich mal beim Audi 80 BJ. 94, der zeigte bei GPS-50 55 an und bei GPS 180 205. Das ist aber weit weg von 25 %.

    Ich sehe in 3 Jahren noch keine neue Ladesäulen an den Autobahnen.

    Da, wo bereits Ladeparks an den Autohöfen neben der Autobahn entstanden sind, werden die Ladesäulenbetreiber wohl kaum noch weitere Ladeparks an den Raststätten installieren. Zumal T&R trotz allem fürstliche Pacht für die Flächen verlangen wird, die die Anbieter dank Kartenverträgen nicht voll auf die Preise umlegen können. In den Jahren des Prozessierens ist schlicht der Bedarf an Ladepunkten an Raststätten gesunken. Schönes Eigentor von T&R...


    Da bleiben dann nur noch die weißen Flecken auf der Ladelandkarte. Z.B. die A5. da gibt es zwischen Bensheim und Mücke keinen (mir bekannten) Autohof oder Ladepark. Nur ein paar Ladesäulen-Atrappen von E.On. In dem Abschnitt wäre durchaus noch Bedarf...

    Ich werde mir nun ein Fahrtenbuch zulegen und meine gefahrenen Kilometer tracken.

    Auf Papier? Zu Verbrennerzeiten hatte ich das elektronische Fahrtenbuch von VIMCar im Auto. Das ermittelt die gefahrenen Kilometer per GPS, also unabhängig vom Enyaq-Kilometerzähler, und ist wesentlich genauer als irgendwelche Handy-Apps.


    Ich sehe es bei Tronity. Die getrackten Fahrten sind ganz nett, um die Reisekostenabrechnung etc. zu schreiben, für das Finanzamt z.B. wäre das nix. Es fehlen Fahrten, manche sind unplausibel etc.