Moin
Mein bisheriges Fazit: Durchwachsen, ich tendiere wegen Reichweite und praktisch fahrbarer Geschwindigkeit (nur noch im Schleichmodus, um anzukommen) eher zum Verbrenner.
Nach drei Monaten ? Dann erübrigen sich doch die Fragen eigentlich schon wieder.
WLTP ist ein Prüfstandsverfahren über 30 Minuten, der sog. Schnellfahranteil geht zwar bis über 130 km/h, dieses aber nur für wenige Sekunden, im Mittel werden in diesem Teilzyklus 94 km/h erreicht und das über 323 Sekunden (von 1800 des gesamten Zyklus, über deren gesamte Dauer mit nur 47 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit). Und das nicht draußen mit Winterreifen, sondern bei 23° .
Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure – Wikipedia
Im Winter kommen ein paar Störeinflüsse, die es zwar - bis auf den höheren Innenwiderstand des kalten Akkus - so auch beim Verbrenner gibt (Rollwiderstand der Winterreifen, Luftdichte, ggf. Luftfeuchtigkeit durch Regen oder Nebel), die aufgrund von dessen Ineffizienz - der setzt etwa 65-70% der eingesetzten Energie nur in Wärme um - zwar bemerkt werden, aber nicht für so große Schwankungen sorgen. Und nebenbei sorgt die Abwärme des Verbrenners für die Heizung, während der Enyaq dafür eine Wärmepumpe und eine elektrische Heizung bemüht, die ihrerseits Energie verbrauchen (aus dem Akku).
Der Akku selbst wird im Fahrbetrieb nur unterhalb von -5° beheizt (schaltet bei 0° dann wieder ab), oder bei Einplanung eines Schnellladesäule als Ziel oder Zwischenziel. Geht auch manuell, aber dann wüsste man es ja.
Wenn Du mit 72% (von 79kWh) 270km weit gekommen bist, dann waren das etwa 21 kWh je 100km und für die Bedingungen kein so ganz schlechter Wert. Wenn man das mit dem Heizwert in Diesel umrechnet, knapp 2.2 Liter. Wird schwierig mit dem Passat, der deshalb einen erheblich größeren Energievorrat mitschleppt.
4kW an der Ladesäule hört sich nach einer AC-Ladesäule an. Die kann zwar i.d.R. mehr, wenn die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Säule nicht korrekt läuft, fällt die auf die Größe (3.6 kW) zurück. Die LED am Ladeanschluss des Fahrzeugs sollte dann wechselnd grün und rot blinken. Hatte ich bis jetzt nur 2x (direkt hintereinander an demselben Ladepunkt, nach Wechsel auf den zweiten Ladepunkt derselben Säule war das Thema durch). Es trat bisher an der Ladesäule auch nicht mehr auf.
Störungen an CCS-Ladepunkten hatte ich schon (Hallo E.ON … ), aber dann ging entweder gar nichts, oder Abbruch noch vor irgendeiner Ladung.
Das Auto fährt auch mit 0% noch weiter und eben nicht nur ein paar hundert Meter, aber wenn man das unterwegs nicht erleben will, vielleicht keine einzelnen Säulen einplanen, soweit möglich. Kann am Ziel sicher auch mal schwierig werden und nicht nur in Dörfern, ist aber in D wohl meistens ein lösbares Szenario.
Eine Kennzeichenerkennung hat mein 2023er Enyaq nicht. Die Verkehrzeichenerkennung ist aber unauffällig, Phantombremsungen habe ich bisher nur auf der Tiefgaragenausfahrt genossen und das hat andere Gründe.
Gruß
K.R.