Beiträge von Supyaq

    Etwas OT, aber dennoch: Alle jammern immer, wie es doch mit der Wirtschaft bergab geht. Dann kauft man eines der genannten chinesischen Modelle und wundert sich, warum sein Nachbar, der Klaus-Jürgen, seinen Job bei einem Automobilzulieferer gerade verloren hat. Aber man hat jedenfalls ein wenig was beim Kauf gespart... Ich kann dieses Mindset nur bis zu einem gewissen Grad verstehen. Ein paar wenige Edge Use-Cases außen vor - derzeit laden extrem viele zu Hause mit maximal 11kW, aber wollen tun wir alle über 1MW Ladeleistung für den Stammtisch. Ja auch mein Beitrag ist ein wenig polemisch, dennoch bin ich der Meinung, dass man ein wenig darauf schauen kann, was man kauft - auch wir als "Konsumenten" haben es in der Hand.

    Heute erstmals bei eher schlechtem Wetter, 19" Winterreifen, Wind, teilweise Regen und zwischen 6 und 12°C eine längere Stecke überwiegend auf der Autobahn absolviert. Geschwindigkeit immer so zwischen 120 und 130km/h (wo es möglich war). Hat heute rund 21kWh auf 100km bei 400km gefahrener Strecke ergeben. Heißt auch, es war einmal Nachladen notwendig bei den 400km (direkt vor dem Start auf 100% SoC geladen). Im Sommer bei gutem Wetter wäre das sicherlich deutlich unter 20kWh auf 100km möglich gewesen.

    Bei uns lädt der Enyaq in >90% der Fälle zu Hause an der 11kW Wallbox und dort gerade im Sommer oft mit PV-Überschuss (also oft im Bereich von 5kW). Selbst im Urlaub war die Ladeleistung für mich kein Problem. Es gibt so viele unterschiedliche Anforderungen, manche brauchen jeden km Reichweite und jede Minute bei der Ladezeit, viele brauchen das aber wiederum nicht. Auch die 22kW würde ich wohl fast nie nutzen, andere halt schon. Für den Außendienst sind Ladeleistungen von 400 oder 500kW sicherlich die Zukunft (gibts ja teilweise schon), gepaart mit 100+ kWh LFP Akkus. Aus meiner Sicht viel wichtiger ist aber der Netzausbau im Zusammenhang mit öffentlichen Ladeparks. Jetzt mögen rund 5% der PKW BEV sein und im Urlaubsverkehr (Winter oder Sommer an Wochenenden) werden jetzt schon die Ladesäulen knapp. Wie wird das dann sein, wenn 50% der PKW BEV sind in sagen wir mal 10 Jahren. Den Ausbau sollte man da tunlichst nicht verschlafen, Ladeparks mit 50 oder >100HPC an Autobahnen wollen da dann auch im Stromnetz angebunden sein (und ggf. Spitzenzeiten auch mit lokalen Speichern abzufedern). Und 2 Schnarchlader für ein Hotel mit 100 Stellplätzen werden dann auch nicht mehr reichen.

    Back 2 Topic - Auch wenn viele die 800V nicht brauchen - einen Vorteil sehe ich schon (auch bezüglich meines OT-Ausflugs zu den Lademöglichkeiten). Wenn ein Ladevorgang mit 500kW (oder noch mehr) "nur" noch 5 bis 10 Minuten dauern würde, braucht man insgesamt weniger Ladesäulen (wie Zapfsäulen), einfach weil man in einer Stunde dann zwischen 5 und 10 PKW pro Stunde laden kann und nicht 1 bis 2.


    iX3 oder GLC(EQ) sehe ich nicht als direkte Konkurrenten zum Enyaq, die sind eine Klasse darüber angesiedelt. Wer aber kein Problem mit dem Preis hat, hat halt neben diesem "Klassenaufstieg" natürlich dann auch ein wahrscheinlich "besseres" Auto. Hat man auch, wenn man statt einem Fabia einen Octavia nimmt.

    Ich hab mir auch über ein Anzeigenportal 4 Proteus 8x19" Felgen geholt mit rundum 235er Conti (quasi neu, einen halben Winter noch gefahren, DoT 2024) um ich glaub es waren 750€. Hab dann (da 85x) auf 2 davon 255er Conti aufziehen lassen. Gesamt mit 1200€ noch immer relativ günstig. Die 2 quasi neuen 235er Conti hab ich mir mal in die Garage gelegt, sollten in ein bis zwei Jahren eigentlich noch gut sein bei einem Tausch. In Österreich gehts beim Freundlichen für neue WInterkompletträder in 19" bei 2400€ los. Da bin ich so besser gefahren und sowohl Felgen als auch Reifen wie neu.

    Für mich haben Grandland und 5008 usw. (Frontantrieb) zu "wenig" Leistung für das doch recht beachtliche Gewicht. Da reden wir auch von über 2200 bis 2300kg bei 230PS, also einem Leistungsgewicht von 10kg/PS. Das ist in Ordnung, mehr aber auch nicht (Also in etwa dort wo ein Octavia mit dem 150PS Diesel liegt). Das spiegeln auch die Fahrleistungen wieder. Klar, mehr ist nicht notwendig, aber wenn ich auf BEV umsteige, dann will ich das schon auch merken irgendwie (ist halt ggf. eine Macke von mir). Wenn die den APP550 oder was vergleichbares hätten würde die Sache ganz anders aussehen. Aber die meisten werden da wohl nicht drauf schauen.

    Manchmal ist es einfach deutlich bequemer mit der Auswahl der Rekuperation anstatt die Bremse nur leicht anzutippen. Eher wie die Motorbremse beim Verbrenner. Gibt immer wieder BEV vor mir, da leuchten immer und immer wieder ganz kurz die Bremslichter. Warum keine Ahnung. Vermutung: B Modus und immer ma kurz vom Fahrpedal. Oder Bremse antippen. Super nervig.

    Bei normaler Fahrweise brauche ich die normalen Bremsen eigentlich nicht, selbst 1200 Höhenmeter von einem Pass in den Alpen runter konnte eigentlich perfekt im B-Modus absolviert werden. Nur bis zum absoluten Stillstand wird dann wohl auch die Bremse eingesetzt. Hin und wieder muss ich eher bewusst mal wirklich stark auf die Bremse steigen, damit die nicht zu rosten beginnen. Bin anfangs auch eher im B-Modus gefahren, finde aber mittlerweile den Automatik Modus in D angenehmer. Will ich mal mehr Rekuperation haben, dann verwend ich die Paddels am Lenkrad. Gerade auf der Bundesstraße oder Autobahn find ich den B-Modus anstrengender. Einfach mal "rollen" lassen gibts da nicht, da wird sofort stark rekuperiert wenn man ganz vom "Strompedal" geht.