Beiträge von BlauesCoupe

    Bei der letzten Fahrt Meissen Augsburg und zwei Tage später zurück, musste ich eigentlich eher raus als das Auto, hab mich aber bis zum nächsten Ionity gezwungen. So schnell hab ich selten das Laden gestartet und dann das Auto verlassen. 8o Ähnlich beim letzten Urlaub von Meissen an die polnische Ostsee noch hinter Kollberg.

    Ist das eine Nebenwirkung vom BEV-Fahren: Pionierblase (oder auch Konfirmandenblase)?

    Es war aber nicht die Rede davon ,dass der Stau, in dem ich die herausgefahrene Zeit mehr als verliere, von mir selbst verursacht wurde. Ein Unfall, an dem ich beteiligt bin und der in 7 Minuten geräumt ist... gibt es nicht. Es ging darum, ob es sich lohnt, schneller zu fahren. Und auch, dass sich in den herausgefahrenen Minuten (im Beispiel waren es 2) der Stau auflöst, kann man getrost als unwahrscheinlich hinnehmen.

    Sorry, aber das muss aus mir raus. Wenn die Ladepreise in Italien den Spass am Verreisen mit dem E-Auto vermiesen, was machen dann die schweizer Gastropreise ?

    2 Espressi und zwei Glas Mineralwasser im Bäckereikaffee für 15 CHF und natürlich keine Kartenzahlung möglich, da habe ich mich das erste mal geschämt für die deutsche Niederlassung einer schweizer Firma zu arbeiten.

    CHF 15 für 4 Getränke? Das ist tatsächlich günstig! In Zürich und anderen Touristenhotspots bist Du da locker über 20, aber ganz locker.

    ...Zunächst meint man, dass die angegebenen 16 Uhr bei drei Stunden Fahrzeit bestimmt locker auf 15:30 bis 15:45 runter gehen. Und wenn man sich dann mal eine halbe Stunde gestresst und unzählige Male gebremst und wieder beschleunigt hat, steht dort: 15:58. Ein kurzer Stau - 16:05 Uhr. Und spätestens dann merkt man, dass man sich die Rennerei eigentlich sparen kann.

    Ihne Navigationssystem kann man sich das ja noch schön rechnen, aber mit sieht man eigentlich sehr transparent, was man "rausholen kann" und was eben nicht.

    Den Stau nimmst Du aber auch mit, wenn Du nicht schnell fährst. Zusätzlich ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass Du als später in den Stau Fahrender länger drin stehst und einen höheren Zeitverlust hast.

    Um so entscheidender ist es, die Fahrt zu planen. Habe ich keinen Einfluss auf die Fahrtzeit, fahre ich so schnell, wie es der Verkehr hergibt. Schneller als 160 ist da unangebracht, weil man eh bald wieder abbremsen muss. Trotzdem schafft man immer 90-100 km/h im Durchschnitt (ohne Stau). Wenn ich mich wie Speicher ins Verkehrsgetümmel stürze, weiss ich, dass ich nicht die Geschwindigkeit bestimme, sondern die Gesamtsituation, mit der man auch mal unzufrieden sein kann.


    Anders sieht es aus, wenn ich die Fahrtzeit bestimmen kann. Ohne auf Nachtschlaf zu verzichten geht es sehr früh los, so dass die Strassen noch leer sind. Man kann dann viele Kilometer abspulen. Hannover-Würzburg in unter 3 Stunden sind gefahrlos möglich (ohne Regen). Jetzt im Sommer hatten wir bis zur Frühstückspause 133km/h Durchschnitt. Halb Deutschland (500km) in 4,5 Stunden inkl. ausführlicher Frühstückspause. Und als Mittags die Staumeldungen ausuferten, waren wir schon am Ziel. Es geht! Wir haben nicht nur Fahrzeit, sondern auch Stauzeit gespart.


    Und Routenwahl ist auch manchmal entscheidend. Bei der Fahrt vom Bodensee in Richtung Berlin (und zurück) wollen mich Routenplaner immer über Nürnberg (A81, A6, A9) schicken. Einmal und nie wieder! Ich fahre jetzt immer über Würzburg (A81, A7, A70, A9). Das ist zwar ein paar Kilometer länger, aber man kann viel ungestörter zufahren, weil viel weniger los ist. Letztlich kommt man besser und entspannter voran.

    BlauesCoupe Dann kommt es noch auf den Preis an. Wieso sollte ich für max. zweimal im Jahr 1.000km fahren, einen Haufen bezahlen?

    Weil das gleiche Auto wie Deines auch von Geschäftsreisenden genutzt wird, die es sehr schätzen, wenn sie ohne weitere Pause in den Feierabend fahren können. Man wird wohl nicht so richtig drumherum kommen , die leistungsstärkeren Akkus zu kaufen. Aber das ist die berühmte Glaskugel


    Schneller Laden wär noch was. Aber wenn ich jetzt an die Ladestopps Richtung Gardasee denke: Wir haben nie auf den Enyaq gewartet. Toilette, n Kaffe / Snack. Ab zum Auto und weiterfahren. 25-30 Minuten sind sehr schnell vorbei.

    Aber irgendwie rechnen das die Verbrennerfahrer nicht?

    Ich weiss nicht, warum die BEV-Fahrer plötzlich alle Pionierblasen haben. Meine Familie hat noch nie das Bedürfnis gehabt, alle 2-3 Stunden das Örtchen zu besuchen. Snacks und Trinken werden sowieso im Auto mitgenommen. Die Kinder wollen zudem die elektronische Bespassung gar nicht unterbrechen.


    Deine Angewohnheit ist ein "Aus-der-Not-eine-Tugend"-Machen. Der Mensch ist eben so erfolgreich, weil er anpassungsfähig ist.


    Ich wünsche mir durchaus ein BEV, der mit 140 km/h 500-600km weit kommt. Dann könnte ich problemlos auch unseren PHEV ersetzen. Dann könnten viele ihre Verbrenner ersetzen. Ich denke, es ist gar nicht so weit, bis dahin.

    Wie man von "schlechten" Voraussetzungen für die Ladung daheim im Vergleich zu Haushalten mit 11kW Wallbox zu "fahr ich halt wieder mit Benzin" kommen kann, finde ich schon spannend.


    Wenn es bei Dir nicht anders geht, dann ist das erstmal so. Ob Dein Ladegerät jetzt früher die Hufe hochreißt als eins, dass weniger Betriebsstunden, dafür 11kW gesehen hat, kann ja auch noch keiner sagen.

    Dass die elektrischen Verluste bei Dir höher sind als bei einem Enyaq, der an 11kW geladen werden kann, ist auch erstmal so.

    Und dass es Quatsch wäre, den regenerativen Strom der EKS trotz höherer Verluste als bei einem Nutzer im Neubau in Zürich (mit 11kW) zu nutzen, musst Du erstmal nachrechnen. Hat hier zwar auch niemand geschrieben, aber ich bin auf Deine Rechnung gespannt. Ich rate mal das Ergebniss: Deine Aussage, dass es Quatsch ist, ist Quatsch; auch mit 5-20% höheren Verlusten wird Strom sauberer sein als Benzin ;)

    Hoppla. da sind wohl meine sarkastischen Pferde mit mir durchgegangen. Es hat mich einfach geärgert, dass alles, was nicht nahe am Ideal ist, sofort infrage gestellt wird. Und dann habe ich einfach den Faden weitergesponnen, was passiert, wenn man das Infragestellen ernst nimmt.


    Selbstverständlich fahre ich im Alltag elektrisch weiter. Die 145 elektrischen PS mit dem 18kWh-Akku reichen im Alltag fast immer. Und, Ihr mögt es mir verzeihen, auf Fernfahrt geniesse ich es, dem Stau davonfahren zu können. Ich bin am Ziel, wenn die Verkehrsmeldungen die Nachrichtenlänge davor übertreffen, ohne unausgeschlafen durch die Nacht zu fahren. Das würde mir aktuelle BEV-Technik massiv erschweren.


    Und meine Frau geniesst den Enyaq...ich nur ab und zu, wenn Schwiegermutter mitkommt. Mit 85 Jahren ist das Ein- und besonders das Aussteigen beim Enyaq um Längen einfacher als beim V60. Der Grund, warum es doch ein SUV, wenn auch als Crossover, geworden ist.