Da muss ich widersprechen. Haben in unseren fossilem Autos bisher immer Lebenszeiten von deutlich über 5 Jahren gehabt 8 sogar im Diesel, der seit 10 Jahren oder länger mehrmals am Tag nur Kurzstrecke bewegt wird.
Selten kam es mal vor, dass ich ein externes Ladegerät mit Refresh-Funktion anschließen musste.
Dann ist wohl eher das Ladegerät im Enyaq mist, in Kombination mit regelmäßig zu tief entladener Batterie.
Ansonsten lebt ein Starterakku schon recht lang,, auch bei regelmäßiger Ladung / Entladung.
Bei älteren Batterien schaue ich allerdings auch gern mal auf den Flüssigkeitsstand und fülle mal destilliertes Wasser nach. (Eher selten, aber jetzt wo ich es grad laut ausschreibe…)
Blei-Starterbatterien haben nur eine relativ geringe Zyklenzahl bis sie z.b. nur noch 80% Batteriegesundheit (SOH) besitzen. EFB, AGM oder Gel-(Blei)Starterbatterien sind bezüglich der Zyklenzahl etwas besser, aber trotzdem noch lange keine Deep-Cycle-Batterien.
Beim bisherigen/früheren Einsatz von Starterbatterien kamen kaum "Zyklen" zustande, denn die Batterien wurden in der Regel hauptsächlich durchs Starten belastet und danach umgehend, während der gesamten Fahrt, geladen.
Der Energieumsatz war gering und es reichte eine 08/15-Blei-Starterbatterie oftmals für 10 Jahre o.ä. "Lebensdauer" aus.
Das einzige Kriterium war früher, dass sie den Motor noch starten konnte......wieviel Energie sie bei akzeptabler Spannung noch abgeben konnte, war eigentlich kein Thema.
Spätestens mit den fossil angetriebenen Fz, die Start&Stop plus Rekuperation über die Starterbatterie hatten, war das vorbei.
Neben den Steuergeräten, die auch im Stillstand Strom benötigen, kamen deutliche Entladungen durch den Start&Stop-Betrieb und durch den Rekuperationsbetrieb hinzu. Was aus der Batterie entladen wurde, musste auch wieder geladen werden und somit war der Energieumsatz dieser Batterien (= Zyklenanzahl) deutlich höher, als bei älteren Fz, ohne diese "Segnungen" moderner Spritspartechnik.
Diese Fz bekamen aus diesem Grund i.d.R. von Anfang an zyklenmässig verbesserte Blei-Starterbatterien. Im VW-Konzern meist EFB oder AGM-Ausführungen.
Wenn das Start- und Stopp-System plus die Rekuperationsfunktion bei normaler Nutzung noch voll funktionsfähig sein sollten, sind diese Batterien meist nicht älter als 5-6 Jahre und dann sollten sie eigentlich getauscht werden.
Die Batterie meines Enyaqs ist noch relativ fit.
Das wird u.a. daran liegen, dass ich kaum elektronischen Schnick-Schnack habe und etwas auf die Batterie achte. Meine Batterie wird zudem auch in Stillstandszeiten kaum entladen. 14-tägiges Stehen am Flughafen ist für die noch kein Problem.
Nach ca 2 Jahren hatte die gem. OBD (Carscanner reicht dazu) eine entladene Gesamtkapazität von rund 1500Ah.
Das entspricht gerade mal rund 30 äquivalenten Vollzyklen (ein Vollzyklus sind rund 50Ah).
Das ist ungefähr die Zyklenzahl/pro Jahr die so eine Starterbatterie leisten können muss.
Von Zyklenzahlen, die LI-Batterien leisten können sollen (Größenordnung 1000), sind wir bei Blei-Starterbatterien meilenweit entfernt.
Spätestens bei ca 80 äquivalenten Vollzyklen (= rund 4000Ah Entladung) ist bei der Starter-Batterie mit einiger Sicherheit Schluss......dann reicht die nicht mal mehr für meinen Enyaq, wo sie ja eigentlich nicht allzu viel machen müsste....wenn denn alles gut funktionieren würde....
Wenn solche verbesserten Blei-Starterbatterien in Enyaqs (oder sonstigen MEBs) teilweise bereits nach 1 Jahr nicht mehr in der Lage sind, die Funktionen des Fz zu versorgen (und gewechselt werden müssen), deutet das u.a. darauf hin, dass sie ein deutlicher Energieumsatz (=höhere Zyklenzahl) geschädigt haben muss.