Leider mal wieder typische Focus Polemik. 600 Mio. EUR Kfz-Steuerausfall? Wenigstens schreiben sie richtig: Bei einem KfZ Modell nach österreichischem Vorbild. Fahrzeugbestand ca. 49 Mio.
Bei ca. 1,62 Mio. reinen BEV (3,2%) wären das ca. 370 EUR Kfz-Steuer p.a.
Bezieht man die PHEV mit ein (2%) noch mit ein, immerhin noch ca. 230 EUR p.a. Die Steuer beläuft sich in Deutschland aber halt nur auf ca. 50 EUR p.a. Was soll also dieser Vergleich?
Da hätten sie genauso schreiben können: Würde die KfZ Steuer für ein Elektroauto sich auf 5.000 EUR pro Jahr belaufen, ließe der Schaden für die deutschen Steuereinnahmen sich für die 1,6 Mio. zugelassenen BEV auf unseren Straßen schon jetzt mit 8 Mrd. EUR pro Jahr beziffern. Großer Aufschrei!
Wenn man mit Zahlen spielt, kann man auch Schreiben: Der Entfalls der Kfz Steuer für die 1,6 Mio. BEV beläuft sich (bei ca. 50 EUR pro Fahrzeug und Jahr) auf ca. 80 Mio. EUR p.a. Dieser Einnahmeausfall ließe sich schon durch eine Erhöhung der Kfz-Steuer für Benziner (ca. 30 Mio. im Bestand) von knapp 3 EUR p.a. kompensieren.
Aber ja, wo der Artikel sicher recht hat ist, dass wenn der Bestand einmal signifikant wird, die entfallenden Einnahmen aus Kfz- und Energiesteuer irgendwie kompensiert werden müssen. Dann wird man entweder an der Kfz-Steuer schrauben oder eine Maut einführen müssen. Geld braucht der Staat ja immer.