Beiträge von Langstreckenfahrer

    Da ich ja auch zu denen zähle, die wie Hannes1971 sowohl einen alten 80er mit 3.x Software (bei mir 3.7 zuletzt) und den neuen 85er mit SW 5.4 habe, hier noch ergänzend zu Hannes Beitrag meine Sichtweise. Ich war mit 3.7 auch ganz zufrieden. Man kann damit zurechtkommen und wenn man sich daran gewöhnt hat, dass das Infotainment langsam reagiert, dann ist das Auto sehr gut. Auf Langstrecke in der kalten Jahreszeit ist die fehlende Akku-Vorklimatisierung unkomfortabel. Entweder man hat die Nerven, den Akku bis auf etwa 5% runterzufahren (dann lädt er halt schnell) oder man benötigt halt einen längeren Ladestopp. Meine Frau fährt nach wie vor SW 3.7 in ihrem 60er Cupra Born. Sie kommt damit auch auf Langstrecke gut zurecht und stört sich an den Ladestopps nicht. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.


    Marsten Geh mal in Dich und überlege, wie oft Du mit dem Wagen in der kalten Jahreszeit auf Langstrecke unterwegs bist und irgendwo auf der Autobahn oder daneben an einen HPC müsstest, um DC zu laden. Wenn das nur ein oder zwei Fahrten sind oder Du eine Pause bei Kaffee, Muffin, Burger oder was auch immer, genießt, dann ist alles gut. Wenn Du schnell von A nach B kommen willst, dann wäre eine höhere SW-Version und damit die neuen Enyaqs mit Akku-Vortemperierung wohl besser.

    Klayer Das ist bei Dir echt ein Trauerspiel. Mit meinem Enyaq Nr. 1 bin ich dem 100.000er Club tatsächlich beigetreten. Der wurde mit ME 2.x ausgeliefert und mit jeder Menge weiterer Kinderkrankheiten. Aber über meine Skoda-Werkstatt kann ich mich nun wirklich nicht beschweren. Die haben alles in kürzester Zeit hinbekommen und die 100.000 km in dem Auto haben weit überwiegend Freude bereitet. Daher habe ich dann ja auch - insbesondere wegen der Werkstatt und dem Service des Autohauses - meinen zweiten Enyaq dort gekauft. Das ist das Facelift-Coupé, das Du kennst. Und mit dem habe ich nach nun 16.000 km und einem halben Jahr noch keinen Termin in der Werkstatt gehabt, außer dem Montieren der Winterräder.

    Leine01 Wenn Deine Wallbox Wenig intelligent ist, dann schau Dir mal die Software evcc an. Die läuft z.B. auf einem Raspberry Pi und bringt Dein Auto (Enyaq), Deine Wallbox (Solar Edge) und womöglich Deinen Wechselrichter (?) zusammen und bietet m.E. alles, was Du benötigst bzw. Dir wünscht.


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    Leine01 Falls Anno 53 es für einen Enyaq-Neuling nicht ganz verständlich ausgedrückt hat, hier etwas ausführlicher. Der Enyaq kann über das Auto oder die myŠkoda App nur in zwei Stufen geregelt werden: Entweder volle Pulle (11 kW) oder halbe Kraft, also 5,5 kW.


    Jetzt gibts mindestens zwei Möglichkeiten:


    1.

    Deine Wallbox kann den Ladestrom regeln. Das wäre die beste Alternative


    2.

    Du schließt die Wallbox nur einphasig an und lädst immer mit 3,7 kW

    Hallo zusammen, seit 3 Wochen habe ich meinen Skoda Enyaq 85 Coupe. Ist es normal, dass der Wagen mir mit 100% Akku nur rund 350km anzeigt, bei 5 Grad Außentemperatur?

    Hm, das ist nicht so einfach. Also mein 85er Coupé zeigt mir nach einem halben Jahr und rund 16.000 km aktuell 444 km bei 100% an. Das schwankt bei mir so zwischen 400 und 450 km. Das kommt aber - und das ist wichtig - auf Deine Verbrauchswerte auf den letzten x Kilometern an. Ich denke, wenn Du so in etwa 22 / 23 kWh auf 100 km im Display stehen hast, dann passt das. Und ich denke mal, dass olli190175 auch davon ausging.

    Peter, schau nochmal auf den Kalender... der Enyaq wurde vor ca. 5 1/2 Jahren vorgestellt (September 2020). 😉

    Gib’s zu. Du willst wieder Deine Finger in Wunden legen. Von der Vorstellung bis zum Verkaufsstart dauerte es ja noch etwas und bevor ich zum Langstreckenfahrer wurde. Ich war zuerst der Langfristwarter. Hatte noch nie ein Auto mit einer soooo langen Lieferfrist. Aber, na ja, zwischen Bestellung und Auslieferung lagen ja auch die Evergiven (quer im Suez-Kanal), COVID-19 und der Ukraine-Krieg und die dortige Kabelbaumproduktion.


    Aber recht hast Du, die OTA-Fähigkeit sollte längst gegeben sein.

    Miau Deine TCO Betrachtung finde ich grundsätzlich gut, aber dort würde ich noch die Opportunitätskosten hineinnehmen, damit die Berechnung korrekt ist. Der Astra hat einen kalkulatorischen Anschaffungspreis von 2.500 EUR. Du könntest alternativ auch den Anschaffungspreis des Enyaq um den Verkaufserlös des Astra schmälern. TCO wäre beim Enyaq dann 20.700 EUR.


    Für einen knapp 16 Jahre alten Verbrenner hast Du die Wartungs- und Reparaturkosten relativ niedrig angesetzt. Der Wagen wird in 4 Jahren - und das ist nicht mal das Ende Deiner Kalkulationsperiode schon 20 Jahre alt sein. Und er verliert jetzt schon Öl. Wenn ich schätze, dass Du auf TCO von 12.700 EUR beim Opel kommst, dann sprechen wir über 8.000 EUR mehr für den Enyaq. Das wären dann 133 EUR pro Monat. Dafür bekommst Du ein wesentlich größeres, moderneres und viel luxuriöseres Auto. Und vor allem ein neues Auto. Berücksichtigst Du noch einen kalkulatorischen Lohn für die Zeit (Fahrten zur Werkstatt, zum TÜV, zur AU) und ggf. Mietwagen, usw. dann sprechen wir wahrscheinlich nur noch von einem zweistelligen Betrag.


    Dann mach mal die Rechnung mit einem Elroq. Der ist m.E. von der Größe eher mit dem Astra vergleichbar, dann sinkt der TCO des Elroq wahrscheinlich auf 15.700 EUR. Langsam wird das E-Auto zum No-Brainer 😉