Beiträge von Monyaq

    Zwecks der Batterieentwicklung würde ich aber nie und nimmer ein Elektroauto kaufen, der Restwert in vier Jahren ist nicht vorhersehbar oder z.B. die Batteriekosten nach acht Jahren. Deshalb Finanzierung (edit: klassischer Autokredit mi fixer Abschlussrate oder Rückgabe) oder Leasing, dann hat der Händler das Problem. Das Auto als Eigentum ist bei mir glaub eh durch, sehr gespannt bin ich z.B. auch auf kommende Abo-Modelle.


    Ja, aktuell ist das mit dem Restwert ein Rätselraten. Meinen vorherigen Ampera-E hatte ich ebenfalls auf 3 Jahre geleast. Den Enyaq möchte ich gerne 10 Jahre fahren. Und dann ist es mir egal ob der Restwert 3.000 oder 4000 EUR ist. Daher zahle ich den Bar, nehme dafür noch einen Rabatt mit und habe keine Finanzierungskosten. Außerdem kann ich die Kiste wenn ich möchte etwas umbauen. Ist beim Leasing immer schwierig.

    Ich gehe davon aus, das wir auch in 5 Jahren noch elektrisch fahren werden, dann aber schon viel mit Brennstoffzelle und weniger mit Akkupack. Das wird m.E. nach verdammt schnell gehen, der E-Auto Hype mit Akku ist für mich schon durch. Die H2-Technik ist fertig, primär mangelt es an Infrastruktur für Tankstellen. Wenn es hier in Fulda in der Nähe schon eine gäbe, hätte ich mir wahrscheinlich jetzt eine Hyundai mit Wasserstoff gekauft. Aber die nächsten sind im Norden wie auch im Süden 100km weit weg....

    Mal ganz im Ernst. Wenn man den Fernverkehr auf unseren Autobahnen realistisch beobachtet, fahren schon jetzt die wenigsten über 130km/h. Auch 95km/h von Frankfurt nach Kiel habe ich schon mehrmals im Superb probiert. Niemand hat gedrängt oder gehuppt. Mit 3,6L/100km ist man dann dabei. Theoretisch führe so man 1700km am Stück, also der Wagen. Ich schaffe leider kaum mehr als 250km bevor ein Boxenstopp notwendig wird. Reichweite wird noch immer überbewertet.

    ... bei 95km/h sollten mit den Enyaq auch 500km drin sein! Egal ob Verbrenner oder Öko-GoKart. Die Physik sagt nun mal, das der Luftwiderstand exponentiell mit der Geschwindigkeit steigt. Die genaue Formel gibt's hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrwiderstand

    Da werden wir uns beim iV80 wohl realistisch auf 20 bis 22kWh/100km einstellen können.

    Habe mich schon geistig auf 300-350km Reichweite mit genügend Reserve eingestellt. Alle 3 Stunden eine Pause zum Laden ist ja auch in Ordnung.

    Ja, wobei die reine Batteriekapazität und WLTP nur die halbe Wahrheit ist. Die Praxis zeigt, das ein E-Vergnügen von mehr Faktoren abhängt.

    1. Nicht vom Fahrer beeinflussbar:

    a) Batteriekapazität, selbstredend, je mehr desto weit!

    b) Luftwiderstand: Da wird es schon interessanter, der Enyaq ist recht groß und bietet viel Angriffsfläche. Hier bin ich auf die Praxis gespannt

    c) Verfügbarkeit von Ladestationen: Wenn ich mir keine Gedanken machen muss und (fast) immer und überall einen verfügbaren und funktionsfähigen Schnellader finde, dann bin ich entspannt. Was vor 3 Jahren noch eine Zitterpartie war, entwickelt sich aktuell recht gut.

    d) Ladegeschwindigkeit: Wenn ich statt 120 auch 145 fahre, dann ist die Frage, brauche ich dann länger beim laden als das was ich an Zeit durch die höhere Geschwindigkeit gewinne? Wo ist der Break?


    2. Vom Fahrer Beeinflussbar

    Hier bleibt nur Geschwindigkeit und Fahrweise. Digitales fahren (maximale Beschleunigung, maximale Bremse): dann knallt das natürlich richtig rein. Ich habe mich bisher zwischen 120...130km/h auf der Autobahn eingependelt. Das ist entspannt und hat eine gute Reichweite.


    Warum taucht das Gewicht nicht auf? Weil das bekanntermaßen nur eine untergeordnete Rolle spielt - im Gegensatz zum fahrbaren Heißluftgebläse.


    Fazit: Im Sommer bei ca. 22 Grad Außentemperatur und 120km/h auf der Autobahn gehe ich schon von 400km aus - und erwarte dann noch etwas Reserve.

    ...das Thema ist sehr interessant. Trotz der Geräusche hatte ich schon mehrfach Gelegenheit, Radfahrer Volley zu nehmen - wenn ich nicht selber aufgepasst hätte. Die hören das sehr schlecht, weil schlichtweg zu leise! Also passt auf wenn vor Euch Radfahrer auf der Straße fahren. Die hören nix und ziehen dann gerne mal unverhofft rüber. Ich mache da immer einen großen Bogen! Das wird sich mit zunehmender Anzahl von E-Autos auch klären und beide Seiten werden sich aneinander gewöhnen. Das Geräusch ist wichtig, ein Abschalten halte ich für keine gute Idee.

    Auch wichtig: Rückwärtsfahren! Auch Fußgänger sind an Motorengeräusche von Verbrennern gewohnt. Die laufen vor und hinter dem Auto vorbei, weil sie nicht davon ausgehen, das der losfahren könnte.

    Bin ja schon so einige E-Kisten gefahren. Darunter sind

    - Tesla Model S+X

    - Opel Ampera

    - BMW I3

    - Jaguar iPace

    - Hyundai Ioniq

    - Minicooper SE


    Im groben bestätigt die empirische Erfahrung die angegebenen Werte. Und auch die Ausreißer - gerade der Jaguar und Model X- haben mich mit dem Stromverbrauch schon einigermaßen überrascht. Hier kommt es ja immer auch auf die Testbedingungen drauf an. War das auf dem Prüfstand wie abgebildet? Was ist mit "Fahren im Winter"? Hier gibt es die größten Unterschiede. Der Minicooper braucht hier definitiv einige KW's mehr als zum Beispiel der Ampera. Alle anderen bin ich im Winter nicht gefahren. Das bestätigt sich auch im Stand. Vor kurzem 2,5h im Vollstau auf der Autobahn mit dem Ampera gestanden und war erstaunt, wie wenig das die Batterie belastet hat. (Das für alle die immer meinen, mit einem E-Auto im Stau erfriert man nach 2h...) Da hätte ich locker noch einen Tag stehen können und wäre trotzdem nach Hause gekommen! Die Klimatisierung des Mini ist hier definitiv verbrauchsfreudiger.

    Klar, das sind empirische Werte, richtig messen kann man nur unter absolut vergleichbaren Bedingungen. Daher aus meiner Sicht: Die Tester sollten Winterbedingungen heranziehen! Da wird es richtig interessant. Mal sehen wie sich da der Enyaq schlägt.

    Welche Ladekarten nutzt Ihr denn so (falls schon ein Stromer genutzt wird). Und mit welchen App's findet Ihr die passenden Ladestationen?

    Ladekarten aktuell bei mir (alle ohne Grundgebühr):

    - ADAC (EnBW), nutze ich zu 99%

    - NewMotion,falls ADAC nicht funktioniert (wurde von Shell übernommen und ist jetzt Shell Recharge)

    - PlugSurfing (bisher nicht genutzt)

    - Chargemap, falls es in dringenden Fällen eine der sauteuern Ionity Stationen sein muss.


    Dazu habe ich noch die App's von eCharge und TankE-Netzwerk, das bietet sich an den innerstädtischen Ladern an, da die meist an den örtlichen Versorger gekoppelt sind. Dann geht es auch über das Scannen des QR-Codes ganz gut.


    ADAC ist m.E. aktuell die günstigste Ladekarte, wenn man ADAC Mitglied ist. Funktioniert an den allermeisten Stationen - nicht bei Ionity.

    Zum Suchen der Stationen benutze ich die App von Chargemap. Schnell und übersichtlich, mit Routenplaner und Filter auf Geschwindigkeit und Anschlüsse

    Ionity hatte in der Neuren Hardware-Version auch ein Problem mit meinem Ampera, hat immer nur ein paar Minuten geladen, ich gehe davon aus das die beiden sich nicht auf eine Ladegeschwindigkeit "einigen" konnten. Da kamen immer 54KW an, das war dem kleinen Opel wohl irgendwann zu viel. Allego und EnBW Stationen ohne Probleme.


    Ein Manko ist im Hochtechnikland Deutschland nach wie vor, das der Status der Ladesäulen (verfügbar, defekt, belegt etc.) aktuell meist nicht korrekt funktioniert. Wie oft bin ich an den Autobahnen schon an eine Ladestation gefahren, die wurde als funktionsfähig angezeigt, was sich dann leider als falsch herausstellte. Ok, gegenüber meiner Anfangszeit vor 3 Jahren hat sich extrem viel getan, und der aktuelle Trend gibt Hoffnung, das bald an jeder Tanke um die Ecke 2...3 Schnellader stehen, die dann auch funktionieren und verfügbar sind.

    Und nach der nächsten Wahl fahren wir alle nur noch 130km/h.;)

    Ganz ehrlich: das würde reichen. Bei mir gab es früher nur ein digitales Gaspedal. :evil: Aber seit ich nur noch rumstromere fahre ich deutlich entspannter. Eben ziemlich oft zwischen 120 und 130. Beim Ampera war bei 154 Schluss, das ist beim Enyaq ähnlich. Und vermutlich immer Tacho-Speed der immer mehr anzeigt, schon wg. dem Schlupf. In Australien habe ich gelernt: Maximal 100! Knapp darüber wird es schon richtig teuer! Aber man lernt auch: alle fahren 100, vom Bully bis zum Schwertransporter. Und in 10h hat man 1.000km geschafft (+ Pause) Mach das mal hier! Nur Nachts, am Besten Sonntag, dann könnte das klappen.

    Ich bin auch den P?ACC gespannt. Ich mag diese Helferlein. Vor allem im Stau oder auf Autobahnfahrten.