Beiträge von Monyaq

    Und genau das ist der Punkt. So ein Heizelement macht aus 1kW Strom im besten Fall 1 kW Heizleistung. Eine Wärmepumpe, egal ob beim Heizen oder Kühlen ist da deutlich effizienter.


    Und da beim Heizen zu Beginn immer das Heizelement benutzt wird, liegt der Verbrauch beim Heizen im Ergebnis deutlich höher.

    Und ich hätte gedacht das beim Heizen immer die WP zum Einsatz kommt und sich der Hersteller das zusätzliche Heizelement spart. Wenn man bedenkt das bei einzelnen Bauteilen im Cent-Bereich gespart wird - was in der Menge der Kisten ja auch eine Menge spart, dann dürfte so ein Heizelement ordentlich was ausmachen.

    Ich hab mal meine Lieblings-KI mit der folgenden Frage beschäftigt:


    Was benötigt bei einem E-auto mit Wärmepumpe mehr Energie? Heizen oder kühlen? Heizen: Es sind 0 grad und soll auf 20 geheizt werden. Kühlen: Es sind 30 Grad und die Sonne scheint stark, und soll lauf 20 Grad gekühlt werden.


    Hier die ausführliche Antwort dazu:


    Kurze Antwort vorweg: Es ist deutlich knapper, als die Temperaturdifferenzen vermuten lassen — und in genau diesem Szenario kann es sogar kippen. Reines „Bauchgefühl" sagt Heizen (weil 20 K Hub statt 10 K), aber die starke Sonne beim Kühlen gleicht das weitgehend aus. Im realen Jahresmittel verbraucht Heizen trotzdem meist mehr. Der Grund liegt in zwei gegenläufigen Effekten.

    Effekt 1 – die zu bewegende Wärmemenge (thermische Last)

    Heizen (0 → 20 °C): Der Verlust durch Scheiben und Karosserie ist proportional zur Differenz von 20 K. Keine Sonne hilft mit. Grob für eine Pkw-Kabine (UA ≈ 40–50 W/K): rund 900–1100 W Verlustleistung im stationären Betrieb.

    Kühlen (30 → 20 °C): Die Leitungsverluste sind wegen nur 10 K Differenz etwa halb so groß (~450 W). Aber dazu kommt die Solarlast durch die große Glasfläche — bei starker Sonne leicht 1000–1400 W (Treibhauseffekt, ~3 m² Glas). In Summe also ~1700–1900 W, also mehr als beim Heizen.

    Hier dreht die Sonne das Bild also schon einmal um: Trotz kleinerer Temperaturdifferenz ist die Wärmelast beim Kühlen in diesem Szenario höher.

    Effekt 2 – die Effizienz der Wärmepumpe (COP)

    Der COP hängt stark vom „Temperaturhub" ab. Carnot-Grenze:

    • Heizen, 293 K / 20 K Hub → ideal ~14,6
    • Kühlen, 293 K / 10 K Hub → ideal ~29

    Real erreicht man ca. 40–50 % davon. Beim Kühlen mit nur 10 K Hub liegt der reale COP typisch bei ~3,5–4, beim Heizen bei 0 °C eher ~2,5–3 (und je kälter, desto schlechter — unter etwa –5 bis –10 °C muss oft die PTC-Heizung mit COP = 1 zuschießen). Kühlen ist hier also der effizientere Prozess.

    Rechnung über den Daumen (elektrische Leistung = Last ÷ COP)

    Heizen: ~1000 W ÷ 2,7 ≈ 370 W

    Kühlen: ~1800 W ÷ 3,7 ≈ 490 W

    Mit diesen Annahmen verbraucht das Kühlen in deinem Szenario sogar etwas mehr — die starke Sonne ist der entscheidende Faktor. Schwächt man die Solarlast ab (z. B. 700 statt 1200 W), kehrt sich das Verhältnis um und Heizen liegt vorn. Das Ergebnis ist also wirklich grenzwertig und hängt an der Sonnenintensität.

    Einordnung

    Für genau die beschriebenen Bedingungen: ungefähr gleichauf, mit leichtem Vorteil (= mehr Verbrauch) fürs Kühlen, weil die Sonne richtig reinhaut. Im Realbetrieb über ein Jahr gewinnt aber das Heizen den Verbrauchsvergleich klar — und deshalb verlieren E-Autos im Winter mehr Reichweite als im Sommer. Das liegt daran, dass „Winter" im Mittel deutlich kälter als 0 °C ist (schlechterer COP, Abtauzyklen, resistive Zuheizung) und ein E-Auto — anders als ein Verbrenner — keine kostenlose Motorabwärme nutzen kann.

    Zwei Faktoren, die ich bewusst ausgeklammert habe und die das Bild verschieben können: der initiale „Pulldown". Eine in der Sonne geparkte Kabine kann innen 50–60 °C heiß sein — das erste Herunterkühlen ist dann kurzzeitig brutal energieintensiv. Umgekehrt hilft beim Heizen die Abwärme der Insassen ein wenig mit.


    Das ist eine echt lustige Frage. Und auch wenn ich mich seit mehr als 40 Jahren mit thermischen Prozessen beschäftige kann ich nur vermuten.

    Letztendlich kommt die Hitze durch den Verdichter und die Kälte vom Entspannen. Beides läuft synchron. Aber das Delta zwischen Vorlauftemperatur und Ist-Temperatur ist i.d.R beim Heizen höher als beim Kühlen. Ergo muss länger gekühlt als geheizt werden. Trotzdem kommt vor dem Entspannen die Aufheizung des Gases. Meine Vermutung: Heizen ist effizienter als kühlen. Und geht auch schneller. Wenn ich Winter einsteige dann wird es recht schnell warm. (Beispielsweise von 0 auf 21 Grad) Um aber nur von 31 Grad auf 20 Grad zu kommen dauert es schon wesentlich länger. Wobei man nicht vernachlässigen darf, das im Somme i.d.R. die Sonne in die Kiste scheint und damit der Wärmeeintrag deutlich höher ist als der Wärmeverlust im Winter. Und auch aus diesem Grund: Ein Warmes Auto im Winter bleibt länger warm, als ein kühles Auto im Sommer kalt. Ich tippe mal auf 50% mehr Energie zum kühlen als zum Heizen. Eher sogar noch mehr.

    Heute auf dem Weg zur Arbeit... Die Verbindung ist online, Weltkugel ist da, Baustellen im Navi werden angezeigt, allerdings keine Verkehrsmeldungen...

    Der Status der App bei der Fahrt an einer Ampel kurz gecheckt... Online, Zündung an... Nun bei der Arbeit ist der Status Standby und ich bekomme kein Update, ich kann das Auto auch nicht manuell aktivieren, es wechselt relativ schnell auf Standby zurück... Stand des Akku in der App, ungefähr der vor der Ampel... und ist nicht reduziert nach der kompletten Fahrt.


    Jemand eine Idee, außer 19

    Dann würde ich die Kiste im Infotainment mal offline stellen, und nach Busruhe wieder online. Klappt denn alles im Auto? Navi etc? Nur um sicher zu gehen das die Kiste wirklich online ist. In der App hast Du Dich ja vermutlich auch schon mal komplett ab- und wieder angemeldet. Ansonsten gehen mir die Ideen aus.

    Als Techniker mögen wir das vielleicht so sehen. In der Welt des Marketing kann man das Ding nicht als 10kW verkaufen wenn alle anderen 11kW drauf schreiben. Und ob die Angabe 10kW dann weniger Diskussionen anstoßen würde halte ich auch für fraglich. Wie sehr wurde hier schon diskutiert ob an DC 160, 165 oder 170kW gut, korrekt oder in Ordnung sind...

    Lassen wir es dabei: 11kW bringt der Anschluss, der Enyaq begnügt sich, aus welchen Gründen auch immer, mit etwas weniger.

    Mal andersherum: Wenn ein Verbrenner mit 160 PS verkauft wird sollten man den mal auf den Prüfstand stellen. Das ist die Maximal mögliche Leistung in einem kleinen Punkt der Kennlinie unter optimalen Bedingungen. Ganz davon abgesehen das bei 160 PS meist nur so 130PS an den Rädern ankommen - und nochmals weniger auf der Straße. Die angegebenen Leistung ist reines Marketing. In bin da eher Rolls Royce Fan - da war die Aussage immer " Leistung: Ausreichend" :)

    Vermutlich ist es sogar das einfachste, einen separaten kleinen Spannungswandler zu bauen, der einfach permanent an den 400V hängt und wie ein normales Ladegerät die 12v Batterie versorgt. Quasi einen Bypass.

    Ggf gibt es so was bei anderen Herstellern schon. Aber ein Baukastensystem zu ändern ist immer sehr aufwändig. Günstiger ist sicher die Softwarelösung.