Beiträge von bljack

    Siehst Du mMn genau richtig - wenn man sich bei Langstrecken innerhalb von einem Ladestopp bewegt, ist zeitlich mMn kein wirklicher Unterschied merkbar (zumindest für mich nicht, der da eh mal eine Pause macht zum Essen), bei zwei-drei Ladestopps ist es für mich auch noch ok, an die zusätzliche Pause gewöhnt man sich schnell. Wenn es auf Grund hohen Verbrauchs (der für deutsche Foren typische große Anhänger mit zwei Araber-Hengsten drin z.B.) und langer Strecke (die beiden wollen laut deutschen Foren in der Regel einmal am Wochenende einen Ausflug vom Häuschen am Bodensee zum Häuschen auf Sylt machen), dann merkt man den Nachteil der langsameren Energieaufnahme im BEV recht deutlich gegenüber dem Verbrenner.

    Wenn Du von den 150-160km/h im ersten Schritt mal auf 130km/h gehst, wird die Reichweite schon deutlich besser; wenn dann mit der Zeit der Mut dazu kommt, die Ladesäule mit niedrigen einstelligen SoC-Ständen anzufahren, dann wird es auch nochmal etwas besser ;) (Schnelllader direkt an der Autobahn haben übrigens recht selten abgeschnittene Kabel und wenn man E-Off meidet, sind die idR auch in Funktion - plane die Strecken vorab ruhig mal mit ABRP durch und stell die Anzahl der Ladepunkte auf 6, dann ist auch ein defekter Schnelllader kein Problem.


    Das vorab laden auf 100% ist auch kein Problem für den Akku; lass den nur nicht tagelang mit 100% rumstehen, alles andere schockt den Akku nicht (sagt sogar Skoda im Handbuch ;) Die 80% sind wirklich nur so ein Ding für den Alltag, wenn man ihn abends einfach ansteckt und dann in Ruhe laden lässt.


    Handerkennung ist kapazitiv - meiner Erfahrung nach haben die Hände da durchaus einen Einfluss, etwas feuchter scheint bei mir besser zu klappen als knochentrocken. Position hat bei unserem kaum Einfluss (außer auf 6 Uhr beim Logo, da ist kein Sensor), wenn er sich mal meldet hilft schon, etwas fester zu drücken, dann fühlt er sich wieder geliebt und ist ruhig.


    Wir fahren inzwischen sorgenfrei bis 0% SoC runter - wir mussten mal "aus Versehen" mit 0% noch ~15km zur Ladesäule fahren (wollten kurz vor dem geplanten EnBW-Lader nochmal kurz am Rastplatz ein paar Prozent mitnehmen, leider war E-Off der Meinung, uns keinen Strom geben zu wollen...). Nachdem wir dann die letzten 10km auf der Landstraße in stiller Zweisamkeit hinter uns gebracht hatten, war a) die Ehe gerettet und b) die Reichweitenangst sowohl bei mir als auch meiner Frau kein Thema mehr. Am Freitag als wir nach Bamberg gefahren sind erst wieder gemütlich mit 0% und TA 130km/h die letzten 5km zur Abfahrt gefahren, es kam erst ca. 1km vor dem Lader die gelbe Schildkröte, davor kam nur der Hinweis, dass wir keine Restreichweite mehr haben und doch bitte Laden mögen ^^

    Wenn ich das richtig sehe, hat der ja schon die "neue" Software (ME4 bzw. ME5) und damit die neue Infotainmenthardware, die Batterievorkonditionierung, den APP550 und die Berücksichtigung des Höhenprofils bei der Ladeplanung im Navi. Das wäre (von der Farbe abgesehen) nach aktuellem Stand mein liebster Enyaq, also die alte Front mit der neuen Hardware (ich klammere ME6 jetzt mal aus).

    Da sehe ich zum Facelift dann nur noch die Unterschiede in der Optik und die auf dem Papier leicht verbesserten Fahrwerte (die Du in der Realität vermutlich nicht bemerken wirst). Wenn der Preis für euch passt und die Ausstattung auch -> zuschlagen (und im Anschluss ggf. in Mamba-Grün folieren ;) )

    Bin ich wirklich der Einzige mit dieser Fehlfunktion?

    Nein, bist Du nicht, hatte unser Enyaq (Software 3.8) auch schon, dass er statt dem üblichem "In der Nähe" und "Entlang der Route" dreimal "In der Nähe" angezeigt hat. Das war aber jetzt in fast drei Jahren bislang auch nur irgendwas um 2-4x und daher kann ich das bislang noch ganz gut ignorieren.

    Eine Lösung für das Problem hab ich aber leider auch nicht, dafür war es zu selten und nicht hartnäckig genug. (Ich würde behaupten, dass ein Verlassen der Suche und nochmal neu suchen bei uns vermutlich schon zum Ziel geführt haben muss, sonst hätte sich das bei mir etwas stärker im Gedächtnis gehalten.)

    [...] Soll er im Zuge der Gleichbehandlung auch gleich noch eine Tankstelle für Diesel, Benzin, Wasserstoff, LNG und eFuels hinstellen? Und dann machen wir die Firma auch gleich noch verantwortlich für die Anbindung des ÖV. Echt, einfach eine bodenlose Frechheit, so etwas zu fordern. Private Fahrzeuge sind Privatvergnügen!

    Dir ist aber schon bewusst, dass der Umstieg auf E-Mobilität gefördert werden soll, oder? Wobei bei der aktuellen Regierung natürlich morgen auch die Tankstellenpflicht für Neubauten kommen könnte...


    "Alle" beklagen sich drüber, dass E-Mobilität ja nur was für die Gutverdiener sei, die ein Eigenheim mit Wallbox haben (was so schon Bullshit ist, aber sicherlich ein Faktor, der den Umstieg deutlich erleichtert). Die Lösung dafür ist halt flächendeckende Ladeinfrastruktur, die ich sinnvollerweise dann noch tagsüber nutzen kann, wenn Solaranlagen einspeisen. Einfache Lösung dafür könnte sein: größere Geschäfte (kann man ja problemlos über die Größe des Parkplatzes definieren) müssen je X Stellplätze 1 HPC-Punkt anbieten. Bis Y Stellplätze (z.B. 4) ist man davon ausgenommen. Firmen müssen bei Neubauten von Parkplätzen diese mit AC-Ladern ausstatten; Bestandsparkplätze müssen bis zum Jahr 20xx mit AC-Ladern nachgerüstet werden.

    Das ganze könnte man sogar noch mit Förderprogrammen kombinieren und einem sinnvoll gedeckelten Ad-Hoc-Preis.


    (OT zum Untergang des Abendlandes: in BaWü muss ich bei Dachsanierungen und Neubauten PV-Anlagen bauen =O )

    Ich hab ganz schlechte Nachrichten für Dich: Deutschland ist schon so weit am Abgrund, dass ich hier auf meinem eigenen Grundstück keine Mietskaserne mit 100 Wohneinheiten bauen kann, ohne so unsinniges Zeug wie Parkplätze (die können doch an der Straße parken!! Außerdem ist jeder Parkplatz kostbarer Platz für ein 1-Zimmer-Studentenappartment) oder ausreichend breite Treppenhäuser als Fluchtwege (wer zur Miete wohnt, soll auch noch Chancen auf Überleben haben?!?) zu bauen - da wird schon arg über mein Eigentum bestimmt... Der verbrecherische Staat verbietet mir sogar, unangeschnallt Auto zu fahren!!!!


    Und jetzt mal Sarkasmus bei Seite gelegt: ich weiß nicht, in welcher Anarchie Du lebst, aber zumindest hier in Deutschland gibt es schon eine ganze Menge Vorschriften, die mich in meinem Tun einschränken oder mir Vorgaben machen, was ich alles zu tun habe, wenn ich irgendwas anderes machen will - hier in BaWü unter anderem halt Parkplätze und sogar Fahrradstellplätze. Warum es jetzt der Untergang des Abendlandes sein soll, wenn ich an den besagten Parkplätzen auch gleich eine Ladesäule/Wallbox bereitstelle, erschließt sich mir nicht. Mach das ganze mit einem ordentlichen Lastmanagement, dann kannst Du sogar Deine Tiefgarage mit 100 Stellplätzen ohne nennenswerte Erhöhung der Anschlussleistung komplett versorgen.

    Am liebsten wäre mir natürlich anschließen und los ;)

    Wenn es aber kleinschrittig und verständlich erklärt wird, könnte ich sicherlich auch die grundlegenden Dinge selbst einstellen. Vorausgesetzt es geht nicht in die Informatik/Programmierrichtung :D

    Programmieren muss man da nix, aber man muss sich einmal mit den ganzen möglichen Parametern und Einstellungen beschäftigen, damit man grob versteht, was da passiert und dann in die Tiefe absteigen kann (wenn man will).


    Für einen ersten Abgleich, ob die für Dich überhaupt in Frage kommen würde, kannst Du mal nach Deinem Wechselrichterhersteller und Batteriespeicher im openWB Forum schauen, ob die direkt unterstützt werden (so wie ich Enpal verstanden habe, haben die ja keine eigene Hardware :/ ). Wenn das nicht gegeben wäre, könnte es schon deutlich komplexer werden und eine andere Wallbox wäre dann evtl. geschickter, wie z.B. die Zappi (die misst über Klemmen direkt am Hausanschluss und ist damit maximal unabhängig von allem anderen, kann aber meiner Kenntnis nach kein EEBus).


    Nachtrag: für Enpal kann man wohl lesenden Zugriff auf die InfluxDB-Schnittstelle beantragen (via Ticket beim Support), dann kann man das evtl. im passenden Modul der openWB abfragen - der andere Weg wäre über ein zusätzliches PV-Kit, dass mit Messadaptern die Werte bereitstellt und dann keinen direkten Zugriff auf die Enpal-Komponenten benötigt. Aber da würde ich mich vorher nochmal tiefer einlesen ;)

    Jetzt ist noch die Frage, wie einfach das ganze sein soll -> "Apple"-einfach (Einstecken und läuft) oder ginge auch "Linux aus den 2000ern"-einfach?

    Ich hab (inzwischen zwei) openWB, die kannst Du über EEBus ansteuern (alternativ auch über potentialfreien Kontakt), sie kann PV-Überschussladen und die neue openWB SE ist auch in Deinem Preisfenster. Einziges Problem: die ist so weit konfigurierbar, dass man sich da mal einen halben Tag für Zeit nehmen muss (Videos schauen, im Forum lesen, ausprobieren), bis man gut drin ist. Die weitere Optimierung dann je nach Situation und Wetter ;)

    Das System von VW (MEB) ist in meinen Augen eine ziemliche Totgeburt. Alleine, dass ich eine DC-Wallbox brauche (teuer!!) und nicht die ISO15118-20 für AC-BiDi unterstützt wird, ist mMn schon eine zweifelhafte Entscheidung. Dazu kommt noch die schon erwähnte Beschränkung auf 10.000kWh / 4.000h Betriebszeit und hier sehe ich die zeitliche Beschränkung noch als stärkere Einschränkung -> um die 10.000kWh zu erreichen, müsste ich im Schnitt 2,5kW ziehen; das schafft man wohl nur mit Koi-Teich und Sauna... Wenn ich mal im Schnitt von 10h Betrieb je Nacht ausgehe, ist das Zeitfenster nach etwas über einem Jahr auch schon wieder geschlossen. Und ich frage mich: warum? Warum schränkt man das so stark ein? Warum macht man da nicht einfach nur einen Fall für die Garantie draus? --> mehr als 10.000kWh für V2H genutzt? Batteriegarantie abgelaufen.


    Das ganze lohnt sich noch viel weniger, wenn man schon einen Hausakku hat und der nicht maximal unterdimensioniert ist. Dann werden die Investitionen in die DC-Wallbox auf noch deutlich weniger Betriebsstunden bzw. kWh umgelegt (tiefer Winter) und die einzelne kWh aus dem Fahrzeug wird immer teurer. Gehe ich mal von unserem Haus aus, haben wir im tiefsten Winter irgendwas um ~1,25kW Leistung inkl. Wärmepumpe. Rechnen wir mal großzügig mit 1,5kW im Schnitt, sind wir nach den 4.000h im allerbesten Fall gerade mal bei 6.000kWh aus dem Fahrzeugakku (der ja tagsüber auch wieder geladen werden müsste, was bei uns im Winter mit 13,5kWp schon kaum klappen würde). Je nach Kostenpunkt der DC-Wallbox landet man da schnell bei über 1€/kWh - alle 1,5 Jahre ein neues Auto, damit die 4.000h wieder genutzt werden können macht finanziell irgendwie auch wenig Sinn...


    Alles in allem: die Kosten für die DC-Wallbox sind allemal besser in einem normalen Heimspeicher investiert, selbst ein AC-angebundener Speicher ist da noch eine bessere Lösung als dieses MEBV-Konstrukt.

    [...]

    Zum unkontrollierten Rekuperieren:

    das funktioniert weder in N, bei aktivem HV-System, noch irgendwie anders, wenn das HV-System nicht aktiv ist.

    Bei höherer Drehzahl (also nicht, wenn man das Fz nur schiebt) und ohne aktives HV-System wird aber eine höhere unkontrollierte Spannung induziert und die kann die Motorelektronik schädigen

    In N wird bewusst auf 0Nm Drehmoment geregelt, wenn das HV-System nicht aktiviert ist passiert dann Deiner Meinung nach was? Auch eine Regelung auf 0Nm Drehmoment oder gibt es doch eine induzierte Spannung, die die Elektronik schädigen kann? Also sowas in der Art einer unkontrollierten Rekuperation?


    Wo wir uns aber sicher einig sind: stromlos den Enyaq auf eigenen Rädern abschleppen, ist keine gute Idee, wenn man kein Risiko eingehen will ;)