Beiträge von bljack

    Jetzt ist noch die Frage, wie einfach das ganze sein soll -> "Apple"-einfach (Einstecken und läuft) oder ginge auch "Linux aus den 2000ern"-einfach?

    Ich hab (inzwischen zwei) openWB, die kannst Du über EEBus ansteuern (alternativ auch über potentialfreien Kontakt), sie kann PV-Überschussladen und die neue openWB SE ist auch in Deinem Preisfenster. Einziges Problem: die ist so weit konfigurierbar, dass man sich da mal einen halben Tag für Zeit nehmen muss (Videos schauen, im Forum lesen, ausprobieren), bis man gut drin ist. Die weitere Optimierung dann je nach Situation und Wetter ;)

    Das System von VW (MEB) ist in meinen Augen eine ziemliche Totgeburt. Alleine, dass ich eine DC-Wallbox brauche (teuer!!) und nicht die ISO15118-20 für AC-BiDi unterstützt wird, ist mMn schon eine zweifelhafte Entscheidung. Dazu kommt noch die schon erwähnte Beschränkung auf 10.000kWh / 4.000h Betriebszeit und hier sehe ich die zeitliche Beschränkung noch als stärkere Einschränkung -> um die 10.000kWh zu erreichen, müsste ich im Schnitt 2,5kW ziehen; das schafft man wohl nur mit Koi-Teich und Sauna... Wenn ich mal im Schnitt von 10h Betrieb je Nacht ausgehe, ist das Zeitfenster nach etwas über einem Jahr auch schon wieder geschlossen. Und ich frage mich: warum? Warum schränkt man das so stark ein? Warum macht man da nicht einfach nur einen Fall für die Garantie draus? --> mehr als 10.000kWh für V2H genutzt? Batteriegarantie abgelaufen.


    Das ganze lohnt sich noch viel weniger, wenn man schon einen Hausakku hat und der nicht maximal unterdimensioniert ist. Dann werden die Investitionen in die DC-Wallbox auf noch deutlich weniger Betriebsstunden bzw. kWh umgelegt (tiefer Winter) und die einzelne kWh aus dem Fahrzeug wird immer teurer. Gehe ich mal von unserem Haus aus, haben wir im tiefsten Winter irgendwas um ~1,25kW Leistung inkl. Wärmepumpe. Rechnen wir mal großzügig mit 1,5kW im Schnitt, sind wir nach den 4.000h im allerbesten Fall gerade mal bei 6.000kWh aus dem Fahrzeugakku (der ja tagsüber auch wieder geladen werden müsste, was bei uns im Winter mit 13,5kWp schon kaum klappen würde). Je nach Kostenpunkt der DC-Wallbox landet man da schnell bei über 1€/kWh - alle 1,5 Jahre ein neues Auto, damit die 4.000h wieder genutzt werden können macht finanziell irgendwie auch wenig Sinn...


    Alles in allem: die Kosten für die DC-Wallbox sind allemal besser in einem normalen Heimspeicher investiert, selbst ein AC-angebundener Speicher ist da noch eine bessere Lösung als dieses MEBV-Konstrukt.

    [...]

    Zum unkontrollierten Rekuperieren:

    das funktioniert weder in N, bei aktivem HV-System, noch irgendwie anders, wenn das HV-System nicht aktiv ist.

    Bei höherer Drehzahl (also nicht, wenn man das Fz nur schiebt) und ohne aktives HV-System wird aber eine höhere unkontrollierte Spannung induziert und die kann die Motorelektronik schädigen

    In N wird bewusst auf 0Nm Drehmoment geregelt, wenn das HV-System nicht aktiviert ist passiert dann Deiner Meinung nach was? Auch eine Regelung auf 0Nm Drehmoment oder gibt es doch eine induzierte Spannung, die die Elektronik schädigen kann? Also sowas in der Art einer unkontrollierten Rekuperation?


    Wo wir uns aber sicher einig sind: stromlos den Enyaq auf eigenen Rädern abschleppen, ist keine gute Idee, wenn man kein Risiko eingehen will ;)

    Korrekt, da die PSM sonst beim Abschleppen unkontrolliert rekuperiert und die Leistungselektronik dabei schrotten kann (oder wird, keine Ahnung, ob die das bei VW mal ausprobiert haben). Theoretisch würde es reichen, die MEBs an der Hinterachse auf eine Abschleppbrille zu heben, aber in der Praxis dürfte es deutlich einfacher sein, E-Autos einfach generell huckepack zu nehmen, statt jedem Abschlepperfahrer alle Elektroautos zu erklären und welche Achse bei welchem Modell angehoben werden muss, damit es zu keinen Folgeschäden kommt.

    [...]

    Das ist aber nicht der Grund für mein Posting, sondern im Einbau- bzw. Erklär-Video (

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    ) wurde so nebenbei der Satz erwähnt, dass man eine Batterieheizung nachgerüstet hat, die aus dem VW-Regal kommt. Die Nachrüstung der Hardware ist wahrscheinlich beim Enyaq nicht das Problem, sondern die softwaremäßig anzubinden.

    Welche Hardware willst Du da nachrüsten? Die ist in der MEB vollumfänglich bereits vorhanden, nur der letzte Teilsatz ist das Problem (hoffentlich nicht mehr lange) ;)

    Beim 6e kommt ja noch die für mich nicht nachvollziehbare Idee hinzu, den großen Akku (80kWh), der ja tendenziell für Langstreckenfahrer interessanter sein sollte, mit "perfekt" dazu passenden 90kW Ladeleistung im Peak anzubieten. Mir erschließt sich nicht, was der Gedanke dahinter ist, den "großen" NMC-Akku mit so einer grottigen Ladeleistung anzubieten, dass er für Langstrecke echt unattraktiv wird. Der LFP kommt ja mit ganz ordentlichen 165kW Peak daher, ist halt grobe 15% kleiner und damit für Langstrecke eigentlich nicht die erste Wahl... ?(

    Leider falsch, da der Enyaq immer eine PSM hat. Wenn Du auf N schaltest, wird der E-Motor hier aktiv auf 0Nm Drehmoment geregelt, da die PSM sonst rekuperieren würde (was sie in D ja auch tut). Es kommt also (zumindest nach Messwerten Carscanner) in der Situation eben genau zu dem möglichen "Problem", dass der Kraftfluss um den Nulldurchgang geregelt wird.

    Warum die Kühlung ein Problem sein soll, erschließt sich mir aber nicht - die Kühlwasserpumpen sind vollkommen unabhängig vom Motor.


    Nachtrag:

    Funktionsweise der verschiedenen Motorentypen im E-Auto z.B. hier zu finden: https://www.eon.de/de/pk/e-mob…nsweise-elektromotor.html

    Das hatten wir bei einer Challenge auch schonmal - da hat er Fahrten, die definitiv den Vorgaben entsprachen, auch nicht mehr gezählt. Da half damals leider nur abbrechen und neu starten :(

    Nochmal:

    Es geht mir um die Standard-Reichweitenanzeige im Cockpit wenn keine Navigation und damit auch keine Ladestopps usw. aktiv sind.

    [...]

    Sorry, dann hatte ich das anders aka falsch verstanden. Ohne aktive Route wird auch die Software ME4+ nicht genauer sein können als unsere ME3.x - die Infos der Navigation fallen dann ja weg und sind mKn die einzige Änderung betreffend die Reichweitenanzeige für Software ME4+

    Was ich mir noch vorstellen könnte: ME3.x rechnet für die Reichweite nach dem Laden mit einem "schlechteren" Standardwert, als es bei ME4+ gemacht wird. Wobei der Konzern ja schon ein paar Jahre Erfahrung hat mit Reichweitenanzeigen und Verbräuchen :/


    OT: das einzige Fahrzeug, dass bei mir regelmäßig nach dem Tanken zu wenig Reichweite anzeigte, war mein eco up. Da hat die Anzeige nach dem Tanken immer grob 11kg Gas im Tank angenommen, die Tankstellen haben aber idR (wenn nicht vorher ein Econic seine 180kg getankt hat und die Speicher der Tankstelle mehr oder weniger drucklos waren) immer mind. 1kg mehr reingedrückt =O