Das System von VW (MEB) ist in meinen Augen eine ziemliche Totgeburt. Alleine, dass ich eine DC-Wallbox brauche (teuer!!) und nicht die ISO15118-20 für AC-BiDi unterstützt wird, ist mMn schon eine zweifelhafte Entscheidung. Dazu kommt noch die schon erwähnte Beschränkung auf 10.000kWh / 4.000h Betriebszeit und hier sehe ich die zeitliche Beschränkung noch als stärkere Einschränkung -> um die 10.000kWh zu erreichen, müsste ich im Schnitt 2,5kW ziehen; das schafft man wohl nur mit Koi-Teich und Sauna... Wenn ich mal im Schnitt von 10h Betrieb je Nacht ausgehe, ist das Zeitfenster nach etwas über einem Jahr auch schon wieder geschlossen. Und ich frage mich: warum? Warum schränkt man das so stark ein? Warum macht man da nicht einfach nur einen Fall für die Garantie draus? --> mehr als 10.000kWh für V2H genutzt? Batteriegarantie abgelaufen.
Das ganze lohnt sich noch viel weniger, wenn man schon einen Hausakku hat und der nicht maximal unterdimensioniert ist. Dann werden die Investitionen in die DC-Wallbox auf noch deutlich weniger Betriebsstunden bzw. kWh umgelegt (tiefer Winter) und die einzelne kWh aus dem Fahrzeug wird immer teurer. Gehe ich mal von unserem Haus aus, haben wir im tiefsten Winter irgendwas um ~1,25kW Leistung inkl. Wärmepumpe. Rechnen wir mal großzügig mit 1,5kW im Schnitt, sind wir nach den 4.000h im allerbesten Fall gerade mal bei 6.000kWh aus dem Fahrzeugakku (der ja tagsüber auch wieder geladen werden müsste, was bei uns im Winter mit 13,5kWp schon kaum klappen würde). Je nach Kostenpunkt der DC-Wallbox landet man da schnell bei über 1€/kWh - alle 1,5 Jahre ein neues Auto, damit die 4.000h wieder genutzt werden können macht finanziell irgendwie auch wenig Sinn...
Alles in allem: die Kosten für die DC-Wallbox sind allemal besser in einem normalen Heimspeicher investiert, selbst ein AC-angebundener Speicher ist da noch eine bessere Lösung als dieses MEBV-Konstrukt.