Beiträge von bljack

    Der Zustand entspricht ja der Fahrbereitschaft, d.h. der Akku wird dort mit Leistungsabforderung konfrontiert (bei der Abfahrtszeit steht sie unmittelbar bevor) und die ist speziell beim Anfahren ja höher als 11kW.

    *klugscheiß an* Nein, entspricht er nicht, aber ich glaube, ich verstehe worauf Du hinauswillst ;) *klugscheiß aus*

    Ja, zur Abfahrtszeit wird man wohl in aller Regel mit einer baldigen Fahrt rechnen dürfen und auch, dass beim Anfahren im Regelfall mehr als 11kW benötigt werden. Volle Zustimmung.


    Ich würde diese Akkuheizung auch unter Akkupflege sehen, nicht als Komfortfeature.


    Es wird zwar Energie aus dem Akku entnommen, aber das würde es beim Start dann ja sowieso.

    Ja klar ist das Akkupflege und kein Komfort - Du merkst im Innenraum ja nicht, wie warm Dein Akku ist und frisch geladen hat der auch wenn er kalt ist ja meist genug Leistungsverfügbarkeit für die "normale" Fahrt. Und genau deshalb würde ich eher erwarten, dass er, wenn er eine Energiequelle hat (die Wallbox) den Akku stärker erwärmt, um da etwas mehr Puffer zu haben bzw. ihn ohne Reichweitenverlust auf eine bessere Temperatur zu bekommen. Also genau das, was ME4 dann laut Tabelle auch macht (am Kabel mit Nachschub aus dem Netz auf 10°C heizen, ohne Kabel nur mit Energie aus der Batterie nur auf 0°C) und nicht genau umgekehrt wie bei ME3 (am Kabel nur auf 0°C heizen, obwohl es Energienachschub gibt, dafür dann aus der Batterie bis auf 2°C).


    An der AC-Säule kommen max. 10-11kW und die könnte der AC-Lader ggf. auch noch herunterregeln, ohne dass es groß stört. Bekämst auf der Autobahnauffahrt nur 8kW, würde das auffallen …

    Das erschließt sich mir gerade gar nicht - die maximal mögliche Leistungsabgabe der Batterie hat doch nix damit zu tun, in welcher Situation sie wie weit beheizt wird. Wenn ich ohne Abfahrtszeit losfahre, habe ich auch deutlich mehr als 11kW zur Verfügung, wenn ich nicht gerade eine Woche am Nordpolarkreis den Akku durchgekühlt habe. Das hat doch nix mit der maximal möglichen Leistungsaufnahme zu tun, die im Falle AC-Laden auch noch durch den OBC begrenzt ist.


    Warum man ab Version 4 dann am AC-Lader schon unter +7° heizt, wundert mich dann schon eher. Das werden zwar keine 5kW sein, aber von den 11 ist dann schon mindestens 1kW weg (zzgl. des Betriebsstroms und der Verluste des Umrichters).

    Da bin ich wieder bei Dir - wenn man es am AC-Lader mit Abfahrtszeit macht, wären wir wieder ganz oben: es wird bald losgefahren, also nimm die "kostenlose" (aus Sicht der Reichweite) Energie aus dem Netz mit und bring die Batterie in einen besseren Temperaturbereich. Beim "reinen AC-Laden" wäre das vielleicht durchaus verzichtbar, solange die Batterie in einem Bereich ist, der 11kW-Laden zulässt; der scheint ja bei vorherigen Softwareständen noch eher über -5°C gesehen worden zu sein (Einschaltschwelle beim AC-Laden für ME3 und früher).

    [...] Ich als Kältetechniker weiß das man mit einer Druckmessung erkennt, ob was fehlt und nachgefüllt werden muss oder eben nicht.

    Kannst Du da ggf. mal näher drauf eingehen? Hier war schonmal davon zu lesen, dass das eben nicht geht, da der Druck immer gleich ist, weil bei Verlusten erstmal nur mehr flüssiges Kältemittel verdampft (also der Anteil an flüssigem Kältemittel im System sinkt) und es daher eben nicht messbar ist (halt so wie bei der Gasflasche am heimischen Grill).

    [...] AC Laden wärmt den Akku bedingt... wenn dann überhaupt DC Laden [...]

    Und genau deshalb erzählt einem Skoda/VW auch immer wieder, Klimatisieren vor der Abfahrt oder Laden zum Abfahrtszeitpunkt würde für einen warmen Akku sorgen. Das ist technisch zwar richtig, aber leider verschweigen sie dabei immer, dass es im Falle AC-Laden um wenige °C geht und im Falle von reinem Klimatisieren vermutlich sogar nur um 0,x°C und das damit am Ende des Tages keine echte Relevanz für den ersten Ladestopp auf Langstrecke hat ?(

    Dabei immer oben links irgendwo den kleinen Hinweis beachten, wann der Wert das letzte Mal aktualisiert wurde ;)
    Eigene Erfahrung: wenn es "funktioniert", wird der Wert alle 5 Minuten Aktualisiert, ist aber auch nie "jünger" als 5 Minuten. Wenn er bei uns bei 10 Minuten ankommt, kommt die Aktualisierung und er steht dann wieder bei 5 Minuten. Wenn es mal hängt, kann der Wert auch schonmal ein paar 100 Minuten alt sein...

    Speicher Eine Frage zur Tabelle, die mir jetzt in dem Zusammenhang erst kommt: Zeile ME3, Spalten OFF Grid und AC gesteckt: sind da die Einträge vertauscht? Oder heizt er bei ME3 wirklich den Akku mehr, wenn er den Strom dafür aus dem Akku ziehen muss und ihn nicht aus dem Netz bekommen kann? ME4 macht es ja dann andersrum, was ich auch logischer finde :/

    Gleichmäßige Reduzierung auf allen drei Phasen würde ich jetzt als normales Verhalten ansehen; je nach dem wie kalt der Akku ist, wird sicherlich auch bei AC-Laden die Leistung (früher) reduziert. Für den Winter hab ich noch keine eigene Beobachtung an der Wallbox, im Sommer ist es mir aber schon aufgefallen, dass er da ab ~98% rum die Leistung zurücknimmt, obwohl weiterhin 11kW bereitstanden.

    Wenn es nur drum geht zu schauen, ob die 11kW halbwegs konstant anliegen, müsste doch eine überschlägige Berechnung mit Ladehub (SoC beim Anstecken notieren) und Ladezeit (die wird mMn recht genau im Verlauf in der App angegeben) möglich sein.

    Ansonsten für die Firma evtl. auch eine Option: er zeigt ja beim Laden in der App (im Fahrzeug glaube ich auch) an, wann er gedenkt fertig zu sein. Wenn sich die Zeit merkbar nach hinten verschiebt, sind vermutloch auch nicht durchgehend 11kW verfügbar (ich nehmen einfach mal an, dass nicht ständig das Fahrzeug vorklimatisiert wird).

    [...]

    Mit jeder Ladung wirken kräfte auf die Batterie Zellen, diese bewegen sich auch, wenn man das wohl kaum messen kann…

    [...]

    Wenn Du mit "Kräfte" das Ausdehnen der Zellen beim Laden meinst, dann sind wir hier wohl bei knappen 15% Volumenzuwachs :huh:

    Welche Besonderheiten gibt es beim Design-In einer Lithium-Polymer-Zelle zu beachten? – Jauch Blog-Seite
    Eine vollgeladene Lithium-Polymer-Zelle ist dicker als eine entladene. In der Regel stellt das natürliche Swelling aber kein Problem dar.
    www.jauch.com

    Ladung am DC-Lader: je nachdem, wie warm der Akku da schon war, gehen da nochmal ein paar kWh in die Batterieheizung - da wirst Du also im Winter auf alle Fälle Verluste haben, die vom Fahrzeug nicht in den Fahrverbrauch mit eingerechnet werden.

    Bei der Fahrt wird aber alles an HV-Verbrauch auch in den "kWh/100km" Wert mit eingerechnet. Ich vermute, Du bist nach dem Besuch nicht in ein durchgefrorenes Auto gestiegen: auch die Energie für das Vorkonditionieren geht nicht in den Wert "kWh/100km" mit ein, wird aber an der Wallbox trotzdem wieder nachgeladen - hier hast Du also auch nochmal systembedingte Abweichungen.

    Die Ladeverluste hatte Spencer_ ja schon angesprochen - da gab es vom ADAC mal eine grobe Übersicht: Steckdose 14%, 11kW 9%, DC 5-7% (jeweils der ID3 aus dem Test).

    Wenn die Bedingungen exakt gleich wären und die Physik noch gilt, wirst Du zwangsläufig einen höheren Verbrauch auf der Fahrt haben müssen: die Energie für die Aufheizung des Innenraums wird bei Fahrt in den Verbrauch mit eingerechnet. Wenn Du Vorkonditionierst wird sie a) nicht mit in die Anzeige eingerechnet und b) während der Fahrt auch nicht benötigt, sondern nur der Teil zum Aufrechterhalten der Temperatur.

    Am Ende des Tages ist die Energie aber natürlich trotzdem benötigt worden - sie ist nur vorher schon an der Wallbox in die Heizung geflossen und wird nicht während dem ersten Teil der Fahrt aus dem Akku gezogen ;)