Beiträge von Joltawan_Barodscheff

    Wie schafft ihr das so teure Autos zu fahren und gleichzeitig Anspruch auf Förderung zu haben? Hm…

    ... und hier ein ganz aktueller Artikel, um die Vorurteile noch ein bisschen weiter anzuheizen:
    https://www.golem.de/news/pors…nanziert-2608-211822.html

    Zitat:
    "... So finden sich in der Statistik zwei geförderte BWM i7 eDrive 50 zum Basispreis von 115.700 Euro, eine G-Klasse von Mercedes für mindestens 144.000 Euro, ein Porsche Taycan GTS für 148.000 Euro oder ein Audi S E-Tron GT für 126.000 Euro. Insgesamt wurden 36 Porsche gefördert, darunter 17 Macan 4. ..."

    (Antriebs-)Leistung wird sicher keine "flöten" gehen, da der Klimakompressor ja nicht vom Antriebsmotor versorgt werden muss (im Gegensatz zum Verbrenner-KfZ). Wie enopol dir akribisch vorgerechnet hat muss der streckenabhängige Verbrauch steigen, abhängig von der Geschwindigkeit.

    Aus persönlicher Erfahrung kann ich anmerken, dass trotz Kühlung des Innenraums, insbesondere auf langen Strecken, nach meinem Gefühl der Verbrauch weniger stark ansteigt als zu befürchten wäre. Ich denke es gibt hier noch ein paar gegenläufige Effekte:

    - wärmere Luft ist leichter und hat einen geringeren Widerstand

    - Der Reifendruck steigt (kaum einer wird den Reifendruck bei höheren Außentemperaturen regelmäßig kompensieren)

    - Die Batterie hat vermutlich einen geringeren Innenwiderstand, was die Effizienz des Antriebssystems steigert.

    - ???

    ...

    Die Strecke war einfach ca. 180km, also hin- und zurück 360km. Das wäre vielleicht mit einem neuen 60er zu machen gewesen, bei mir hat er aber beim Start mit 100% ca. 320km Reichweite prognostiziert, daher eigentlich aussichtslos. Da wir aber mit offenen Fenstern und Schiebedach gefahren sind habe ich die Klimaanlage ausgeschaltet und schon hatten wir eine Reichweite nahe der gewünschten 360km. ...

    ist zwar OT hier, halte ich aber auch nicht für eine gute Idee. Offene Fenster verschlechtern den Luftwiderstand. Dagegen sollte die Klimaanlage effizienter sein.

    ...

    Somit habe ich 3,68 * 12,2 kWh = 44,896 kWh aus dem Akku entnommen, was 97% der Kapazität entsprach. Der komplette Akku hätte also 44,896 kWh / 97 * 100 = 46,28 kWh Energieinhalt gehabt.

    Im Vergleich zum Neuzustand sind das 46,28 kWh / 58 kWh = 79,8% SoH, also eine noch größere Katastrophe, als der grob gemessene SoH letztes Jahr.

    ...

    Den ersten Teil deiner Rechnung würde ich als richtig erachten, den Rest aber nicht.


    Die Batteriekapazität des 60ers wurde zwar mit 58kWh angegeben, das ist aber nicht das, was im Neuzustand zwischen 0 und 100% Anzeige reinpasst. Unter 0% liegt noch ein Puffer nach unten (das Auto fährt auch unter 0 noch ein paar km) und über angezeigten 100% liegt ebenfalls ein Puffer. Wie groß die beim 60er sind kann ich dir nicht sagen. Das wissen aber vielleicht andere hier genauer.


    Wenn du aber mal grob von 54kWh im Neuzustand ausgehst, wäre dein SoH ca. 85%. Ist jetzt auch nicht überragend, aber klingt schon mal besser.


    Wenn du das von 100 bis nahe 0 herunterfahren ein paar mal wiederholst kann es auch noch besser werden. Insbesondere sollte er nach dem Aufladen auf 100% mal ein paar Stunden stehen um Cell Ballancing machen zu können.

    Mit dem MJ27 und 230V-Steckdose gibt es zum Glück keine derartigen Probleme ( eindeutig ein Neidfaktor).

    Die 230V Steckdose ist sicher eine tolle Sache. Ob Sie aber zum Betrieb einer Kühlbox ideal ist weiß ich nicht. Erstens verbraucht das Auto zusätzlich dauerhaft zu dem was aus der Steckdose fließt ca. 300-500W für seine ganzen Steuergeräte und zweiten stand hier im Forum irgendwo, dass sich die Steckdose nach einer gewissen Zeit abschaltet, wenn nicht eine bestimmte Mindestleistung dran hängt. Eine Kühlbox könnte diese Mindestleistung unterschreiten.

    ...Voraussetzung ist eben der aktivierte Camping-Modus.

    ...und leider auch: dass dieser nicht ausfällt. Wenn die Mobilfunkverbindung abreißt oder Skoda Server nicht läuft, dann fällt nicht nur die Klimatisierung aus, sondern es wird auch noch die 12V Batterie leer gesaugt (sofern kein weiterer Wächter aktiv ist).
    Ich finde den Camping-Mode ja eine tolle Sache. Aber die Risiken und Nebenwirkungen sind nicht ohne.

    ...also maximal 50kW pro Ladepunkt? Im Zweifel fragen Sie Ihren Controller - der haut dir möglicherweise das volle Besteck so was von um die Ohren.

    Nun ja. Ich denke da würde dem Controller was um die Ohren gehauen gehören. Denn wenn schon so eine seltene Vollauslastung zu erwarten ist: Warum dann überhaupt 16 Säulen aufstellen? Die kosten ja schließlich in Anschaffung und Unterhalt auch ein paar Euro fuffzig. Dann doch lieber weniger Säulen, die dann aber auch vernünftig performen.

    Dass bei Vollauslastung nicht für alle Anschlüsse die maximale Leistung zur Verfügung steht ist ja ok. Bei 50 kW pro Anschluss wird es dann schon grenzwertig. Die Leistung pro Anschluss herunterzuregeln macht für mich nur dann Sinn, wenn sich das über den gesamten Park wieder halbwegs ausgleicht. Wenn jeder Anschluss 300 kW kann, dann ist es derzeit unwahrscheinlich, dass an jedem Anschluss ein Fahrzeug steht, dass diese auch tatsächlich ziehen könnte. 50 kW kann wahrscheinlich so ziemlich jedes Fahrzeug unabhängig vom Ladestand nahezu immer ziehen. Da gibt es keinen Ausgleichseffekt mehr.

    Bei 50 kW eine Stunde oder länger stehen um genug Energie zu laden um bis zum nächsten Stop vernünftig weit zu kommen macht für mich keinen Sinn. Bei irgendwo Größenordnung 100kW geht's dann. Besitzer von 300+ kW Lademonstern werden das noch einmal anders sehen.

    Denke EnBW tut sich mit so einer Lade-Experience keinen Gefallen wenn das öfter vorkommt. Wie gesagt: dann lieber ein paar Säulen weniger.