Kannst du uns bitte die Berechnung zu deinen oben genannten Aussagen aufzeigen. Aufgezeigt ist die Masse, CW Wert und Querschnitt aber wie du aus diese Werten zu einem erhöhtem Verbrauch bei +500kg und zusätzlich zu der Aussage kommst, bei 100km/h wäre der Rollwiderstand immer noch höher als der Luftwiderstand erschließt sich mir nicht.
In der Literatur wird immer als Faustformel angegeben, dass ab 80km/h der Luftwiderstand größer ist als der Rollwiderstand. Angepassten Reifendruck vorausgesetzt erhöht sich auch der Rollwiderstand doch nicht so stark, dass nun der Rollwiderstand bei 100km/h größer als der Luftwiderstand sein soll. Ebenfalls der Literatur ist zu entnehmen, dass bei einem E-Auto der Verbrauch fast nicht von der Zuladung abhängt, außer die fährst viele Steigungen, was bei er Fahrt von Düsseldorf nach Texel eher mal zu vernachlässigen ist.
Aber ich lasse mich gerne durch Berechnungen etc. eines besseren belehren.
Die notwenigen Formeln habe ich vor Jahren mal in einer Excel-Tabelle zusammen gefasst.
Dort kann man zudem die Lufttemperatur, den Rollwiderstandsbeiwert, interne Verluste, sowie Steigung und Gefälle plus Gegen- und Rückenwind eingeben.
Dazu sind einige Formeln, die jeder im Netz recherchieren kann, notwendig.
Wie der Rollwiderstand vom Gewicht abhängig ist, ist zudem ein eher recht simpler Zusammenhang und der gilt selbstverständlich auch für E-Autos. E-Autos fahren manchmal mit rollwiderstandsarmen Reifen, aber das kann man mit Verbrenner letztendlich auch.
Faustformel sind manchmal nützlich, aber in diesem Fall nicht besonders hilfreich, weil die Grundlage dieser Faustformel andere Fz waren.
Wenn man z.b. einen "normalen" Golf 7 nimmt, stimmt die Faustformel, dass bei 80km/h der Luftwiderstand ca dem Rollwiderstand gleich kommt.
Dann rechnet man aber mit einem unbeladenen Golf 7, der ca 1400kg auf die Waage bringt.
Dessen CW x A Wert ist etwas schlechter, als der eines Enyaq. Die Querschnittsfläche des Golf ist zwar geringer, aber der CW-Wert ist schlechter.
In Fall dieses Threads habe ich mit einem voll beladenen Enyaq 2600kg Gewicht zugrunde gelegt und das ist nun mal fast das doppelte Gewicht eines unbeladenen Golf 7 bei nahezu identischem Luftwiderstand beider Fz.
Es liegt also auf der Hand, dass für ein Fz mit fast doppelten Gewicht bei ca gleichem Luftwiderstand die alte Faustregel (80km/h) nicht gelten kann und deshalb ist diese Faustregel für schwere Fz mit guten CW x A-Wert schlichtweg nicht relevant.
Wenn man ansonsten gleiche Ausgangs-Werte (auch Reifen) nutzt und beim unbeladenen Golf 7 80km/h als Geschwindigkeit ermittelt, wo Luft- und Rollwiderstand ca identisch sind, kommt man mit voll beladenem Enyaq auf ca 110km/h.
Noch extremer wird es bei sehr windschlüpfrigen, schweren, voll beladenen Fz, wie z.B. den Mercedes EQS.
Dessen CW-Wert beträgt 0,20 und dessen Querschnittsfläche beträgt 2,51m²
Allein das Leergewicht dieses Autos beträgt ca 2,5T. Voll beladen kommt man vermutlich auf 2,9T o.ä.
bei dem wird die Geschwindigkeit im voll beladenen Zustand, wo (bei identischen Reifen) der Rollwiderstand gleich dem Luftwiderstand ist, bei über 130km/h liegen.
"Alte" Faustformel nützen dann eher gar nichts mehr. Da muss man schon im Einzelfall rechnen.....