Früher, mit den NiMH oder NiCd Akkus, da war jedes Anstecken ans Ladegerät ein Ladezyklus. Und viele kleine Ladungen haben den Akku genauso altern lassen, wie wenige große.
Heute, bei den Li-XXX Akkus ist das nicht mehr der Fall. Da da sind 10% Ladung auch nur 10% eines Ladezyklus (Pi mal Daumen). Diesbezüglich ist das Leben einfacher geworden.
Das sehe ich anders:
äquivalente Vollzyklen werden immer in der gleichen Weise berechnet.
Das hat mit der Akku-Bauart nichts zu tun.
Bei NiCd kam der Memory-Effekt ins Spiel, weswegen man lieber vollständig entladen und laden sollte und daher Minizyklen keinen Vorteil brachten. Die "alterten" dadurch quasi schneller. Diese "Alterung" war allerdings reversibel.
Bie NiMH war der Memory-Effekt kaum noch ausgeprägt.
bei Bleibatterien gibt es den auch nicht und bei Bleibatterien ist es eindeutig so, dass vollständige Entladungen (also bis ca 11V bei 12V-Batterien) die Lebensdauer definitiv verkürzen.
Deswegen wird die Anzahl der möglichen, äquivalenten Vollzyklen bei jeder Bleibatterie geringer, wenn die Entladetiefe größer wird.
Blei-Starterbatterien sollte man daher fast gar nicht entladen....und übliche Bleiversorgungsbatterien oder auch z.b. AGM-Starterbatterien möglichst nur 50% entladen und möglichst umgehend danach wieder vollladen.
Li-Akkus sind, im Gegensatz zu Blei-Akkus, quasi doppelt eingeschränkt.
Sie sollten möglich nicht tiefer entladen werden und sie sollten möglich nicht voll geladen werden.
Bei Blei-Akkus gilt die Einschränkung lediglich bei der Entladung.
Trotzdem sind Li-Akkus für Antriebszwecke besser geeignet, weil sie durchaus bis auf 10% entladen werden können, ohne dass die Schädigung besonders groß ist. Dadurch ist deren dauerhafte Nutzungsbandbreite recht hoch und sie "fühlen" sich im mittleren Ladezustandsbereich (also um die 50% SOC) besonders wohl.
Das ist bei Bleibatterien nicht der Fall....