Beiträge von enopol

    Okay, also wenn ein System das tut, was es soll, dann ist es fehlerhaft, weil die Erwartungen an das System höher waren, als die Realität hergibt. Diese Ansicht hast du für mich inzwischen überdeutlich herausgearbeitet.

    Welche Erwartungen hast du denn bei einem System, welches Spurhaltassistent genannt wird?

    Würdest du, ohne es vorher zu kennen, erwarten, dass dieses, zudem standardmässig aktive System, wenn es "seine Arbeit" korrekt macht, in bestimmten Situationen in der Weise aktiv eingreift, dass es dich in den Gegenverkehr lenkt?

    Würdest du in dem Fall sagen, dass das nicht fehlerhaft ist, weil ja der LA nur seine Arbeit gemacht hat?


    Würdest du es zudem ebenfalls richtig finden, dass sich dieses System nicht spontan und sicher abstellen lässt?


    Auf engen Landstraßen gibt es gar keine explizite, eigene Spur für das Fz, die es einhalten könnte, da schlichtweg kein Mittelstreifen existiert. Trotzdem bleibt das System aktiv und genau das ist der Fehler.

    Dafür kann das der Spurhalteassistent nichts, denn der macht ja nur stumpf "seine Arbeit", sucht irgend etwas, was er als Rand erkennen kann und orientiert sich daran.


    Es ist Sache der Entwickler die Grenzen ihres Systems zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren.


    Bei einem Tempo unterhalb von 60km/h hat man reagiert und schaltet den LA schlichtweg ab, obwohl es in einer Stadt jede Menge Spuren gibt, die eingehalten werden müssen.

    Warum macht man das bei weniger als 60km/h?

    Der LA würde ja auch bei unter 60km/h korrekt "seine Arbeit" machen.....also, so wie du es vermutlich beschreiben würdest, keine Fehler machen.


    Die Entwickler setzen ganz sicher voraus, dass der LA "seine Arbeit" macht.

    Sie kennen aber auch die Situationen, wo es, obwohl er seine Arbeit mit seinen eingeschränkten Möglichkeiten korrekt macht, häufiger zu Fehlern kommen kann.

    Deswegen die Einschränkung "nicht unter 60km/h" und der Hinweis in der BA, dass der LA hauptsächlich für Autobahnen gedacht ist.


    Wenn die korrekte Arbeit des LA nicht zu häufigeren Fehlern führen könnte, wären beide Maßnahmen völlig überflüssig.


    Bei engen Landstraßen ohne Mittelstreifen müsste der LA schlichtweg ebenfalls abgeschaltet werden, denn dann ist es zumindest nicht sicher, dass 2 Autos sich ohne Ausweichen nach rechts begegnen können, wenn der LA sich, im Rahmen seiner Arbeit, nur an der rechten Markierungslinie orientieren kann.

    Eine eigene Fahrspur gibt es dann nicht.


    Dass für einen die Assis passen und für den anderen nicht, hat mit der Frage, ob von den Assis Fehler gemacht werden, so ca gar nichts zu tun.

    Das wird offenbar von jedem anders empfunden.


    Ob Fehler vorhanden sind, kann man dagegen durchaus objektiv beurteilen und das Lenken in den Gegenverkehr ist im Straßenverkehr grundsätzlich ein Fehler und wenn ein Verkehrszeichen nicht korrekt erkannt und in der Folge darauf nicht richtig reagiert wird, ist das ebenfalls ein Fehler.

    Das sollte "eigentlich" unstrittig sein und man kann dazu im Bussgeldkatalog oder der STVO nachlesen.

    Die habe ich bei Skoda noch nicht gesehen, oder übersehen? Kann ja auch so wie es ist Sinn machen, bin kein Aerodynamiker, ist mir nur so aufgefallen.

    Wie schon erwähnt:

    Der Enyaq hat sogenannte "air curtains", welche dafür sorgen, dass sich an den Felgen/Rädern weniger enrgiefressende Wirbel bilden können und daher ist das Felgendesign bezüglich des Luftwiderstandes nicht mehr so wichtig.

    Okay, wenn ein System genau das macht, was es soll, dann ist es fehlerhaft! Echt?

    ja, das soll vorkommen......

    Die Fähigkeiten des LA sind halt derartig beschränkt, dass das wenige, was er stumpf und für sich allein gesehen korrekt ausführt, in bestimmten Bereichen zu Fehlern führen muss, mit denen nicht unbedingt gerechnet werden kann und die vor allem in der BA nicht mal erwähnt werden.

    Der Fahrer muss sich also an die Fehler, die vom LA ausgehen können, gewöhnen, um zu wissen, wann er das Ding wahrscheinlich übersteuern muss, weil es in die falsche Richtung lenken wird.

    Das sollte er zudem schon vor solchen Streckenabschnitten machen, denn diesen Assi schnell und sicher deaktivieren, funktioniert bekanntlich nicht.


    Für mich sind Assistenzsysteme Unterstützungshilfen, entbinden mich aber nicht von der Verantwortung - und so nutze ich sie auch. Ich kenne auch die Situation mit Ende Ortsschild und kurz dahinter Geschwindigkeitsbegrenzung, aber da mache ich entweder den Assi aus, oder passe gleich die Geschwindigkeit an - that's it.


    Ja, Assis sollen unterstützen, also das Fahren erleichtern und sicherer machen.

    Mit autonomem Fahren haben pACC und LA nicht annähernd etwas zu tun und deren Teilfähigkeiten, die ja auch fürs autonome Fahren benötigt werden, sind derartig beschränkt und fehlerhaft, dass deren Qualität fürs autonome Fahren nicht mal annähernd ausreicht.


    Wie in deinem o.a. Fall:

    Der Assi ist letztendlich zu "blöd", lediglich ein Ortsendeschild, gefolgt von einer Geschwindigkeitsbeschränkung zu erkennen oder gar richtig zu interpretieren.

    So etwas zu erkennen, sollte eigentlich kein Hexenwerk sein....das würde man sogar von einem Fahranfänger erwarten....


    Du als Fahrer musst daher wissen, wann der Assi sich in welcher Weise "blöd" verhält, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ein zu leiten, in dem du den Assistenten entweder ausschaltest oder oder die Geschwindigkeit manuell anpasst.


    Das hat für mich mit Unterstützung eindeutig nichts zu tun.

    Das ist bestenfalls Beschäftigungstherapie für den Fahrer und es stellt sich die Frage, ob es überhaupt lohnt, auf Landstraßen pACC (und den LA) zu benutzen.


    ich wiederhole es gern:

    Deswegen steht in der BA des Enyaqs, sowohl beim LA, als auch beim ACC, dass diese Systeme hauptsächlich für den Einsatz auf Autobahnen geeignet sind.


    Solange keine Baustelle kommt, reicht die Qualität dieser Systeme für ABs.

    Landstraßen und Städte sind diesbezüglich deutlich anspruchsvoller und dann sollte man es lieber lassen.....

    Ich würde es interessant finden, hier mal zusammen zu stellen, wenn es zumindest "Auffälligkeiten" von Assistenten gibt.

    Unter Auffälligkeiten verstehe ich dabei Abweichungen vom üblichen menschlichen Fahrverhalten und natürlich sämtliche reproduzierbare Fehlkennungen, die nicht von Skoda dokumentiert sind.


    Die Bewertung dessen, sollte man m.E. jedem selbst überlassen, denn dazu gibt es unterschiedliche Auffassungen, unterschiedliche Anwendungsverhalten und individuell unterschiedliche Straßenbedingungen.

    Sieht man ja an diesem Thread.


    Das aktive Lenkmoment des Spurhalteassistenten darf übrigens, so wie ich es gelesen habe, bis zu 3Nm betragen und es soll wohl erst dann zum Tragen kommen, wenn bereits gewarnt wurde.

    3Nm wären an einem Lenkrad mit 40cm Durchmesser immerhin 15N (also 1,5kg..) Umfangskraft.

    Bei einer engen Straße mit Gegenverkehr muss ich die Warnung (Vibrieren, optische Hinweise) ignorieren und es kommt dann automatisch zum Gegenlenken.


    Ob das zur Sicherheit beiträgt, wenn mit dieser Kraft kurzzeitig auch bei engen Straßen in Richtung Gegenverkehr gelenkt wird, muss halt jeder für sich selbst einschätzen.

    Ich finde es tendenziell gefährlich und es wäre gut, wenn z.b. die Kamera die Straßenbreite erkennen würde und diesen Assistenten ab Unterschreiten einer bestimmten Breite abschaltet. Leider ist das manuelle Abschalten dieses Assistenten, in der Situation, wo es eigentlich nötig ist (enge Straße, schmale Fahrspur in einer AB-Baustelle), ebenfalls nicht ganz ungefährlich.

    Beim Enyaq ist es z.b., selbst mit Favouriten-Anwendung, m.E. nicht möglich, die Abschaltung ohne freies Hantieren auf dem Touchscreen zu bewerkstelligen.


    Letztendlich bleibt bei mir als Nachbesserungswunsch die Schilderkombination Lichtzeichenanlage+Geschwindigkeitsbegrenzung. Doch wüsste ich ehrlich gesagt nicht, wie ich dieses programmieren würde. Denn ich kenne leider genügend Stellen, an denen sehr wohl die Geschwindigkeitsbegrenzung auch nach der Kreuzung mit Lichtzeichenanlage weiter geht. Und selbst zu Zeiten ohne Assistenzsysteme wusste ich als aufmerksam Fahrender bei solchen Stellen auch früher schon öfters nicht, ob die z.B. 70 km/h nun aufgehoben sind oder nicht. Her ist mein Vorschlag, trotz generellem Wunsch der Schilder-Reduzierung eine klare Beschilderung eines Streckenverbot-Endes.

    es ging ja nur um die Schilderkombination und die ist, soweit ich es weiß auf Landstraßen eindeutig. Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist nach der Gefahr (hier die Ampel) aufgehoben.

    Wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung weiterhin gewünscht ist, muss sie nach der Gefahr erneut als Schild auftauchen.

    Schwer zu verstehen ist das m.E. nicht.


    Die Verkehrszeichenerkennung ist ja durchaus in der Lage, zwei Schilder an einem Pfahl korrekt zu erkennen, wie ich schon selbst gesehen habe, sie müsste sie halt nur noch richtig interpretieren.....


    Wenn das, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich ist, sollte man dieses Verhalten m.E. als "Auffälligkeit" der Verkehrszeichenerkennung kenntlich machen, denn es ist nicht nur unschön, wenn die Anzeige(n) im Cockpit nicht stimmen, sondern es führt in Zusammenarbeit mit aktiv eingreifenden Assistenten zu falschen Reaktionen.


    Z.B. eine weitere dieser undokumentierten Auffälligkeiten wäre das Nicht-Erkennen von rechteckigen Zonen-Geschwindigkeits-Schildern in Dänemark.

    Auch dort werden übrigens Enyaqs verkauft.

    Das sind definitiv Vorschriften, die man, gerade in Skandinavien, möglichst einhalten sollte. Sie werden von der Verkehrszeichenerkennung des Enyaq aber nicht einmal als Verkehrszeichen erkannt, geschweige denn, dass deren Bedeutung erkannt wird.

    Ich habe das mehrfach an unterschiedlichen Orten getestet.


    Ich gehe fest davon aus, dass es noch andere "Auffälligkeiten" bei der Geschwindigkeitserkennung geben wird.

    Also konkret:

    Du benutzt die Systeme bei bestimmten Situationen nicht....

    Das ist ja völlig in Ordnung und ist für mich letztendlich der Grund auf ACC zu verzichten, nur hilft das bei der Ermittlung von Grenzen der Systeme nicht.

    Da du pACC vermutlich auf Landstraßen noch für relevant hältst, wäre ich gespannt, wie sich dein Auto z.b. bei der geannten Schilderkombi verhält.


    Es kommt durchaus drauf an, wie man eindeutig falsch ermittelte Geschwindigkeiten beurteilt. Ob es sich dabei nur um "Grenzbereiche" handelt oder ob man falsch ermittelte Geschwindigkeiten als Fehler betrachtet.


    Ich tendiere bei falsch ermittelten Geschwindigkeiten zu Fehlern.


    Falsch ermittelte Geschwindigkeiten haben mit autonomem fahren nichts zu tun.

    Diese Assistenten sollen ja kein autonomes Fahren ermöglichen, sondern z.b. beim ACC lediglich die Geschwindigkeit möglichst sinnvoll regeln.

    Diese Teilaufgabe sollten sie dann allerdings möglichst fehlerfrei hin bekommen.


    Wenn schlichte Assistenten aufgrund einer falsch ermittelten Geschwindigkeit, mit falscher Geschwindigkeit fahren, kann man das, solange die reale Geschwindigkeit geringer ist, als die maximal zulässige, meinetwegen noch als "Grenzbereich" betrachten.

    Umgekehrt, wenn man dadurch schneller fährt, als erlaubt, ist es für meinen Geschmack ein Fehler....


    Wenn man auch den Spurhalteassistenten einbezieht, müsstest du den schon, genau wie ich es mache, jedes mal vorher abschalten, wenn es um schmale Landstraßen geht.

    Ansonsten macht der Fehler oder lässt, in deinem Fall, das Auto, ohne zusätzlichen manuellen Eingriff, in einen Grenzbereich fahren, wodurch ein Unfall mit dem Gegenverkehr wahrscheinlicher werden kann.

    man muss das böse Wort "Fehler" ja nicht verwenden....

    Angep...t bin ich nicht.

    Jeder hat unterschiedliche Bedingungen, wo er fährt und wann er von den Assistenten Gebrauch macht. Allein deswegen, sind Aussagen zur Qualität der Assistenten nicht ganz einfach.

    Wer nur auf der AB mit ACC fährt, hat zwangsläufig eine andere Wahrnehmung der Qualität der Geschwindigkeitserkennung, als jemand der sehr häufig mit ACC auch in der Stadt und auf kleineren Landstraßen fährt.


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass alle Enyaq Assistenten, sofern kein echter Defekt vorliegt, unter den exakt gleichen Voraussetzungen das Gleiche machen.


    Eine Situation die relativ simpel vergleichbar wäre, ist z.b. das Verhalten der Geschwindigkeitserkennung im Falle der o.a. Schilderkombination, denn da gibt es nicht so sehr viele Möglichkeiten, dass es bei einem Enyaq so und bei einem anderen Enyaq anders läuft.

    Da gibt es auch keinen Interpretationsspielraum der Fahrer.

    Deswegen hatte ich darauf extra hin gewiesen und es wäre m.E. kein großer Aufwand, bei einer solchen Gelegenheit mal darauf zu achten, was die Geschwindigkeitserkennung macht. Nur so lässt sich zweifelsfrei sagen, ob die Zeichenerkennung eines Enyaqs das kann oder nicht.


    Die Situation "Ortsendeschild und 100m später eine relativ deutliche Geschwindigkeitsbeschränkung" wäre ein ähnlicher Fall.

    Dort wird es -meine Behauptung- keinen Enyaq geben, der nach dem Ortsendeschild, wie wohl sinnvollerweise die meisten Fahrer es machen würden, nur bis auf die Geschwindigkeitsbeschränkung in 100m beschleunigt.


    Zitat

    Aber ist das nicht genau das was ein SPURHALTEASSISTENT machen soll, einen in der Spur halten?

    Ja genau.

    Der macht auch auf einer engen Landstraße stumpf das, was er soll und das ist bei Gegenverkehr auf enger Landstraße nun mal ein Fehler.

    Vielleicht steht deswegen in der Bedienungsanleitung, dass Spurhalteassistent hauptsächlich für die AB gedacht ist....


    Die Qualität dieses Assistenten reicht nicht aus, um das zu verhindern bzw. um zu erkennen, das seine Dienste auf engen Landstraßen kontraproduktiv sind.

    Man sollte diesen Assistenten, daher, m.E. auch bei Baustellen auf ABs, in derartigen Situationen ausschalten und das ist, da gesetzlich vorgeschrieben, während der Fahrt nicht gerade sehr einfach und leider zusätzlich nicht ganz ungefährlich.


    Klar, man kann alle Assistenten abschalten.

    Darum geht es hier meiner Meinung nach aber nicht, sondern schlichtweg darum, zu erkennen, wo deren Grenzen sind und das ist bisher teilweise schon deutlich geworden. Solche Erkenntnisse kann man fast nur in Foren bekommen.

    Der Hersteller wird sich dazu m.E. nicht näher äußern.....


    Ich kann für meine häufigsten Fahrstrecken persönlich daraus nur den Schluss ziehen, dass für mich die Nutzung der Assistenten wenig bis gar keinen Sinn macht.

    Das ist definitiv keine generelle Wertung und wenn ich hauptsächlich AB fahren müsste, würde ich beides eingeschaltet lassen, denn dafür ist das m.E. sinnvoll.


    Deswegen schalten wir z.b. den Spurhalteassistenten, mittlerweile bereits bei Antritt der Fahrt standardmässig aus und ich werde die "Function on Demand: ACC" nach Auslauf der 1 monatigen Probezeit nicht übernehmen.

    Für mich reicht die Funktion "Tempomat" völlig aus, die ich bei Bedarf einschalte und bei der ich, weil sie nicht von Sensoren und Fremddaten abhängig ist, genau weiß, was sie macht.

    Die Erlaubte Geschwindigkeit steht doch im Mäusekino direkt im Blickfeld, da muss man doch nicht ständig ins Navi schauen.


    Ich fahre grundsätzlich immer mit pACC, Stadt, Land und AB. Die Verkehrszeichenerkennung und die hinterlegten Navidaten ergänzen sich sehr gut, es gibt kaum was zu bemängeln. Spontan aufgestellte Schilder und deren Aufhebung werden ebenfalls gut erkannt. Das gleiche auch in Österreich und Italien. Das einzige Problem was ich hatte waren versetzte Ortsschilder. Da verzögert b.z.w. beschleunigt der Enyaq falsch. Aber da kann ich ja dem Assistenten assistieren und den Mangel beheben.


    Ich hab das jetzt mal mit dem Spurhalteassistenten bei mir genau beobachtet. Er zeigt mir an das ich die Spur verlasse, das Lenkrad vibriert und die Lenkung wird zu der Richtung wo ich die Spur verlasse schwergäniger. Ein automatisches gegenlenken konnte ich bei mehreren Versuchen nicht feststellen.

    Wo ich die Geschwindigkeit auch ablese:

    Wenn sie falsch erkannt wurde, ist sie überall falsch......


    Es gibt ganz sicher einige Situationen, wo deine Assistenzsysteme nicht korrekt reagieren....

    Führt dein Fz bei den angesprochenen kombinierten Schilder (Ampel und Geschwindigkeit) die automatische Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung ohne Extra-Aufhebungsschild nach dem Passieren der Ampel aus?


    Zum Spurhalteassistenten:

    Selbst in der alten Enyaq-Bedienungsanleitung von 11/2020 (m.E. die einzig brauchbare, wenn auch z.Teil schon veraltet) steht beim Spurhalte-Assistenten:

    Zitat

    Wenn sich das Fahrzeug einer Begrenzungslinie nähert, führt das System eine Lenkbewegung in die entgegengesetzte Richtung von der Begrenzungslinie aus. Der Lenkeingriff kann manuell übersteuert werden.

    Exakt so, wie dort beschrieben, verhält sich auch mein Enyaq Bj 2023.

    Demnach müsste dein Auto einen Defekt haben, weil es, gem. deiner Angabe, nicht gegen lenkt.

    Einstellbar ist das meines Wissens nicht.


    Abgesehen davon, würde ich den Spurhalteassistenten auch dann bei engeren Landstraßen abschalten, wenn er nur virbrieren würde, denn auch das nervt in einer solchen Situation völlig überflüssig, denn das bleibt auf so einer Strecke kein Einzelfall.


    Wenn er zu Schwergängigkeit bei weiterer Lenkung nach rechts führt, kann das ebenfalls gefährlich sein.

    Dazu hatte ich in der Vergangenheit schon diverse Beispiele:

    Es reicht, wenn dir auf solchen Straßen ein Lkw entgegen kommt. dann muss man manchmal leider noch weiter nach rechts lenken und um z.b. mit dem Rad auf dem Markierungsstreifen zu fahren.

    Ansonsten gibt es einen Unfall.

    Wenn der Spurhalteassistent dieses weitere nach rechts lenken behindert, ist das unnötig gefährlich.

    Einer der meistverbreiteten Fehler von Autofahrern ist übrigens, gar nicht mitzubekommen, wenn sie einen Fehler begehen. Oft hupt dann jemand oder es kommt zum Unfall. Meistens fällt es aber gar nicht auf. 🤓

    solange man keine aktiv eingreifenden Assistenten hat,oder benutzt, bekommt man sämtliche Geschwindigkeitsfehler kaum mit, da man ansonsten ständig auf die Geschwindigkeitsanzeige im Navi sehen müsste.


    Zudem ist die Fehlerhäufigkeit, auch die des Fahrers, von der Fahrtstrecke abhängig:

    Auf einem Baustellen-freien Autobahnabschnitt ist alles ok und darauf sind die automatischen Systeme ja auch ausgelegt.

    Die Geschwindigkeitsbeschilderung ist relativ übersichtlich, es zweigen keine Straßen mit eigenem Geschwindigkeitsschild ab usw.

    Die Fahrbahn ist breit genug, so dass der Spurhalteassistent sinnvoll arbeiten kann, es aber auch dem Fahrer keine probleme bereiten sollte, innterhalb der fahrspur zu bleiben.....


    Auf anderen Strecken, Bundesstraßen vielleicht noch ausgenommen, kann das völlig anders aussehen. Die Straßen sind enger, es gibt diverse unterschiedliche Beschilderungen, es gibt Nebenwege. Der Anspruch an die Qualität der Geschwindigkeitserkennung ist deutlich größer.


    Wenn mein persönliches, häufiges Fahrprofil nun mal so aussieht, dass viel enge Landstraßen gefahren werden, wo der Spurhalteassistent definitiv gefährlichen Unsinn macht und das nun mal z.b. die angesprochenen Schilderkombinationen häufiger vorkommen, welche die Verkehrszeichenerkennung des Enyaq grundsätzlich nicht packt, dann ist es wohl zwangsläufig, dass meine Zufriedenheit mit diesen Assistenten weniger ausgeprägt ist, als bei jemandem der viel Autobahn fährt.


    Dazu kommt, dass ACC bzw, Tempomat von vielen Leuten außerhalb von AB und Bundestraßen, kaum genutzt werden.

    Wenn man diese Systeme nahezu nur auf AB und sonstigen gut ausgebauten Straßen nutzt, wird einem kaum auffallen, welche Fehler bei Nutzung auf anderen Straßen zustande kommen.

    Wenn Du "fordert" mit "empfiehlt" ersetzt, sieht der dritte Satz nicht mehr so schlimm aus...

    Anstatt "fordert" müsste ich genau genommen "vorgeschrieben" wählen, denn exakt so steht es in der Enyaq-Bedienungsanleitung, die mir gerade vor liegt.


    2,7bar, so wie bei meinem Wagen minimal "vorgeschrieben", ist bei den Hinterrädern bereits ein recht hoher Luftdruck und bei den Vorderrädern erst recht.
    Ich gehe davon aus, dass Skoda sich hoffentlich genug Gedanken über diesen Luftdruck gemacht hat und der deshalb zumindest keine schlechteren Bremswerte bewirkt.

    Ein unnötig hartes Abrollen bewirkt dieser recht hohe Luftdruck definitiv.


    Die maximal zul. Achslast an der Vorderachse meines Enyaq beträgt 1170kg,

    Die vorderen unverstärkten 19er-Reifen haben einen Lastindex von 101, also 825kg.

    Diese 825kg Tragfähigkeit erreicht der Reifen laut Conti bei 2,5bar.


    Wie schon geschrieben: die maximale zul Achslast beträgt 1170kg und daher wäre minimal bereits eine Tragfähigkeit des Reifens von 585kg ausreichend.

    Der vom Hersteller zudem in der ZB1 genannte Reifen mit einem LI von 101 hat maximal 825kg Tragfähigkeit bei 2,5 bar.

    Von Continental gibt es einen umfangreichen Reifenratgeber, mit dessen Hilfe man u.a. die Tragfähigkeiten bei geringeren Luftdrücken bestimmen kann.

    2,0 bar ist dort bereits die Spalte mit dem geringsten Luftdruck.....

    Für unverstärkte Reifen mit einem LI von 101 beträgt die Tragfähigkeit bei 2,0bar: 690kg


    Noch mal zur Erinnerung:

    Die an zu setztende max. Radlast ist 100kg geringer.....

    Von daher sind 2,7bar beim 19er Vorderrad meines Enyaq bereits ein sehr großer Luftdruck und sehr wahrscheinlich wollte man mit dieser Maßnahme hauptsächlich den Rollwiderstand, also die Reichweite, verbessern.


    Wenn der Enyaq voll beladen ist, die maximal zul Achslast immer noch 1170kg beträgt, schreibt Skoda sogar 3,0bar, also einen um mehr als 50% erhöhten Luftdruck vor.


    Bei den 19er-Hinterrädern mit einem LI von 103 (zul 875kg) und einer maximal zul. Radlast von 796kg ist das Ergenis ähnlich, auch bei diesen Reifen sind selbst bei voller Zuladung nicht mal 2,5bar erforderlich.

    Laut Conti-Umrechnungstabelle für unverstärkte Reifen mit einem LI von 103 wären 2,3bar im voll beladenen Zustand ausreichend.

    Was schreibt Skoda voll belasden vor:

    3,5bar


    Nicht nur unschön, sondern sogar unzulässlig wird es, wenn man weiß, dass einige Reifen der in der ZB1 genannten hinteren Reifengröße (255/50R19 103 T) für 3,5 bar gar nicht zulässig sind. U.A. von Conti.

    Spätestens dann muss man zwangsläufig von zu hohem Luftdruck reden.


    Ich würde daher die vorgeschriebenen Luftdrücke des Enyaqs ganz bestimmt nicht noch weiter erhöhen.....die sind bereits grenzwertig.

    Für meinen IV80 mit 19er-Bereifung fordert Skoda rund herum mindestens 2,7bar.

    Voll beladen vorn 3,0 und hinten 3,5bar.

    Der letzte Punkt schließt dann leider einige Reifen aus.....


    Kleine Anmerkung:

    Selbst bei den 2,7bar bei bis zu halber Beladung handelt es sich eigentlich schon um einen Luftdruck, der relativ deutlich über dem liegt, was für die dann real geforderte Tragfähigkeit nötig wäre.

    Diese "Überhöhung" ist m.E. bereits eine Maßnahme von Skoda, den Rollwiderstand (und vielleicht auch Wankbewegungen) zu verringern.

    Noch mehr Luftdruck tue ich mir nicht an. Das Fahrwerk (bei mir ohne DCC) ist für meinem Geschmack auch mit dem werkseitig geforderten Luftdruck ziemlich "rappelig".