Beiträge von enopol

    Ich gebe dir mit allem recht. Das ist ein dickes Manko bei der MEB-Plattform. Keine Ahnung, wie das bei anderen Firmen gelöst ist.

    Wollte nur verdeutlichen, dass der Stromverbrauch durch die vielen Steuergeräte und Aktoren, Bussysteme massiv zugenommen hat und die Batterie belasten. Selbst im Winter unter LiMa geht sie schneller in die Knie, als bei den "primitiven" Autos vor 25/30 Jahren.

    Ein aktueller Konzern-Verbrenner hat nicht unbedingt weniger Steuergeräte, als ein Konzern MEB.

    Das hängt zudem zum großen Teil, von der zusätzliche Ausstattung ab, die meist direkt überhaupt nichts mit der Frage E-Antrieb oder Verbrenner zu tun hat.

    Die meisten der elektronischen Spielerreien, die es so gibt und die manchmal gesonderte Steuergeräte zur Folge haben, findest du in einem Octavia genau so, wie in einem Enyaq.

    Weswegen es dazu kommt, dass beim Enyaq (MEB des Konzerns) öfters nächtliche, stromfressende Aktivitäten vorkommen und beim Octavia (verbrenner des Konzerns) eher nicht, erklärt das m.E. nicht.


    Ich fahre momentan noch einen Hyundai Ioniq 6 bis der Enyag geliefert wird, beim Ioniq ist es so, das die 12 Volt Batterie immer über den Hochvoltakku nachgeladen wird, auch im Stand.

    Der Akku wird also auch während der Ruhezeiten (z.b. über Nacht, im Stand und verriegelt), die ja auch mal gerne 2-3 Wochen (Urlaub) betragen können, ständig geladen?

    Hast du eine Langzeit-Spannungsüberwachung durchgeführt oder woher weißt du das?

    Hört sich zwar verlockend an, ist aber glaube ich leider nicht erlaubt: im Ruhezustand muss, so weit ich gehört habe, dass Hochvolt-System aus Sicherheitsgründen komplett getrennt sein, was i. A. über mechanische Schütze gelöst ist (hört man beim Aktivierten, wenn man sich reinsetzt).

    und diese Schütze müssten dann über 12V geschaltet werden......die Katze beißt sich in den Schwanz... ^^


    ich würde es besser finden, wenn keine Bastellösung kommt, sondern die Ursache größerer Aktivität im Ruhezustand geklärt und behoben werden würde.

    Zudem wäre es nicht schlecht, den Strombedarf bei banalen Dingen (ca 7A), wie z.b. einer kurzen Abfrage durch den Server o.ä., deutlich zu senken und die "Aktivität" deutlich zu verkürzen (momentan "läuft" bei meinem Wagen keine noch so simple "Aktion" unter ca 3 Minuten...).


    Ach ja, dann wäre da noch der Beginn des automatischen Ladens, der gerne so gesetzt werden sollte, dass es nicht erst zu Funktionsausfällen (bis hin zur Startunfähigkeit und damit auch Unfähigkeit 12V zu laden) kommen kann.....


    und nebenbei, könnte für die Altwagen endlich mal der "Knopf" fürs Batterieheizen während der Fahrt realisiert werden....dazu gehört m.E. am wenigsten Gehirnschmalz....

    Das Entladungsproblem gibt es auch bei Verbrennern:

    Zur Fehlersuche an einem Außenspiegel an meinem Passat war lediglich die Zündung über 30 Minuten an, der Basisstromverbrauch der 80 Millionen Steuergeräte und Co hat in der Zeit die Batterie komplett leergesaugt...


    Nichtsdestotrotz sollte beim E-Auto die "Starter"batterie automatisch nachgeladen werden, wenn die Spannung kritisch abfällt. Ich fürchte nur, dass das System komplett überarbeitet werden muss, um das HV-System nicht komplett hochzufahren, sondern nur soweit, dass der Wandler Ladestrom an die 12V-Batterie abgibt, der Rest aus bleibt.

    Bei den MEB führt das Entladungsproblem, m.E. im Gegensatz zu den Konzern-Verbrennern, aber dazu, dass einige Batterien schon nach einem Jahr gewechselt werden müssen.

    Das trifft bei den Verbrennern i.d.R. nicht zu. Dort halten die Batterien nach meiner Beobachtung im Schnitt ca 5-6 Jahre, bis es zu Funktionseinschränkungen (häufig bei Start&Stop und 12V-Rekuperation) kommt.

    Manuelles Starten funktioniert dann i.d.R. noch für längere Zeit.


    Bei einem Konzernverbrenner mit Start&Stop wird so eine Batterie, im Gegensatz zum MEB, (zudem gewollt...) sogar deutlich mehr gefordert, bzw. hat die Batterie dort nicht so ein Luxusleben, dass sie z.b, bereits beim Setzen des Fahrers oder beim relativ häufigen HV-Laden wieder nachgeladen wird....

    Von daher erwarte ich von einem E-Fz, dass die 12V-Batterie mindestens 5-6 Jahre hält, ohne dass es zu Funktionseinschränkungen oder gar Startunfähigkeit führt.


    Dass die Spannung der 12V-Batterie morgens so weit runter war, wie es laut Berichten von MEB-Fahrern teilweise der Fall ist, habe ich bei meinen letzten beiden Konzernverbrennern nicht gehabt. Auch die waren ständig an einen Spannungslogger angeschlossen. Irgendwelche "Entladungsorgien" während der Ruhezeiten waren definitiv nie zu beobachten und das ist, ganz sicher, auch bei einem E-Fz nicht zwingend notwendig.

    "Schlimm" ist daher weniger der Einsatz irgendwelcher Hochvolt-Verbraucher, denn dann erfolgt zumindest keine Entladung der 12V-Batterie, sondern, zumindest bei den "Altwagen", sogar deren Ladung.

    Vorklimatisieren geht nur unter Einsatz von Hochvoltverbrauchern und ist daher, bezüglich einer Entladung der 12V-Batterie, eher unkritisch.


    "Schlimm" ist es eher, wenn die 12V-Batterie, ohne Unterstützung, längere Zeit mit relativ großen Strom gefordert wird und das passiert beispielsweise., wenn man lediglich Türen und Klappen öfters öffnet und schließt, ohne sich auf den Fahrersitz zu setzen.

    Das habe ich gerade beim Packen des Autos vor der Urlaubstour wieder bemerkt....


    Aber auch längere Entladungen der 12V-Batterie mit größerem Strom, von denen der Besitzer zudem selten etwas bemerkt, da sie in Phasen erfolgen, wo eigentlich "Ruhe" herrschen sollte, tragen zu erhöhter Batteriebelastung bei.

    Diese teilweise auftretenden Entladungen sind m.E. durch die privaten Spannungsloggeraufzeichnungen eindeutig belegt, werden aber halt von Vertragswerkstätten leider nicht beachtet bzw. müssen, nach dem was hier im Forum teilweise geschildert wurde, werkseitig ignoriert werden.


    Diese Entladungen ab zu stellen oder deutlich zu verringern (bezüglich der Zeit und bezüglich der Stromstärke...) wäre ein Teil einer nachhaltigen Problemlösung.

    Nachteil:

    Das ist schwierig....in jedem Fall deutlich schwieriger, als in solchen Fällen lediglich die Batterie zu wechseln, um den Kunden kurzfristig zufrieden zu stellen......


    Zudem müsste die automatische Nachladung der 12V-Batterie, die es ja grundsätzlich gibt, so früh einsetzen, dass es normalerweise zu keinen Funktionsausfällen im Fz aufgrund des Batterieladezustands kommen kann.

    Aus meiner Sicht eigentlich eine Selbstverständlichkeit bei E-Autos, deren mitgeführte Energie x-mal dazu ausreicht, eine kleine 12-V-Batterie nach zu laden......für VW aber anscheinend irgendwie ein Problem......

    Wo genau steht das bei Audi?

    Hab mir gerade die techn. Daten des Q4 mit 220kW aus dem Audi Mediacenter herunter geladen. Zumindest dort steht nichts über die Motorenbezeichnung.

    In Wikipedia findet man die Eintragung, dass sowohl die schwächste Heck-angetriebene Variante des Q4 mit 150kW, als auch die Allradversion mit 220kW den APP350-Motor haben sollen.


    Dann wird es wohl stimmen...

    Ich warte erst mal ab, bis in einer werkseitigen Info konkret steht, dass ein AP350 in einem MEB verbaut ist.


    Beim Enyaq hat man anfangs auch 2 Heck-Motoren gehabt (310 und 220Nm), obwohl es meines Wissens hardwaremässig der gleiche Motor war.

    Ich bin gerade in Schweden, wo ich ähnliche Werte, sofern keine AB dabei ist, fast erreiche ( dort ist es allerdingskälter als in D..).


    Hier zeigt sich aber wieder mal deutlich, dass ein größerer Akku nicht verkehrt wäre.

    Für mich passende Ladestationen (Schnellader) existieren dort, wo ich gerade bin, nur im Bereich der Schnellstraßen/ABs.


    Zudem gibt es, ist halt ein angesagtes Urlaubsgebiet, viele Wasserwege/Fjorde.

    Wir wollten zu einem Ort an der Küste, der rund 25km Luftlinie entfernt liegt.

    Fahren müssen wir dazu gut 80km (inkl. Autobahn) oder rund 90km inkl. Fähren, also insgesamt sehr langsam.

    Der von unserem Ferienhaus nächst gelegene, passende Schnellader ist ca 30km entfernt und wird nur über ein kurzes Stück AB erreicht.


    Da kann man schon auf Verbrennerfahrer neidisch werden. Die müssen sich um all das nicht kümmern. Neben der erheblich größeren Reichweite, finden die auch in nahezu jedem kleinen Küstenstädtchen eine (schnelle) Tankmöglichkeit und das zu überall ziemlich identischen Preisen ohne jegliches Abo.

    Die nervigen, relativ weiten Anfahrten, nur um passend laden zu können, entfallen.