Beiträge von enopol

    wieder ein gutes Beispiel dafür, was man in der Praxis, bei minimalem Aufwand, nur mit permanenter Spannungsaufzeichnung erkennen kann.

    Die Vertrags- Werkstatt könnte das, zumal, wenn es nicht immer auftritt, nicht erkennen.....


    Konstant rund 30 Minuten Entladung der 12V-Batterie, ohne dass man dafür den "doofen" Kunden verantwortlich machen kann (weil der z.b. eine Kühlbox an der 12V- Kofferraumsteckdose aktiv hatte), sind ein ganz klarer Beleg dafür, dass irgend etwas im Fz nicht stimmt.

    Dafür ist die relativ kleine Starterbatterie, ohne Unterstützung durch HV, nicht ausgelegt.

    Selbst wenn diese relativ lange Entladung denn überhaupt nötig war, stellt sich immer noch die Frage, weswegen die HV-Batterie nicht zugeschaltet wurde.

    Ausschließlich private Spannungsdiagramme haben m.E. dazu geführt, dass man überhaupt gesicherte Kenntnis darüber hat, dass es teilweise durchaus relevante Entladungen der 12V-Batterien gibt, wenn eigentlich Busruhe herrschen sollte.


    Wenn man diese Kenntnis, zumindest offiziell nicht hat (oder vom "Werk" bestimmt, nicht haben soll), so wie bei den Vertragswerkstätten laut Meldungen von Betroffenen der Fall, erkennt man, wenn es zu den bekannten 12V-Problemen kommt, meistens keinen Fehler:

    Der Ruhestrom ist bei einer einzelnen Werkstatt-Messung normal und/oder man kann maximal eine bereits geschwächte Batterie ausmachen.


    Das ist halt der Unterschied zwischen Spannungsaufzeichnungen und dem, was die Werkstatt macht/machen darf.....


    Daraus ergibt sich dann die "Lösung", die die Werkstatt durchführt:

    Bisher war das der Batterietausch, wenn die Batterie ebenfalls schon auffällig (ermittelt durch Werkstatt-Standard-Tests) schwächelt.


    Die Werkstatt erkennt offenbar ebenfalls nicht, dass der Kapazitätsdurchsatz der Batterie (Summe der entladenenen und der geladenen Kapazität) und damit die äquivalente Zyklenanzahl, bereist bei relativ jungen Fz, recht groß ist.

    Das wäre (neben der Spannungsaufzeichnis, die sie nicht durchführt) ein weiteres Indiz dafür, dass "irgendwie" zu viel/ zu häufig entladen wird und diese Werte kann auch eine Werkstatt, genau wie jeder Privatmann mit Carscanner, in 10sec auslesen.

    Die Batterie altert:

    1. durch häufigere, stärker teilentladene Zustände und

    2. durch die hohe Zyklenzahl (die übrigens auf bei rechtzeitiger "Not"-Ladung auftreten würde)

    zu schnell.


    und selbst, wenn man gar nicht gezielt messen will, darf oder kann.....:

    Irgendwann sollte es "eigentlich" auffallen, wenn ein Fz, wie in diesem Forum der Fall, nach 4,5 Jahren bereits die 3. Batterie eingebaut bekommt und spätestens dann, sollte man sich um die eigentlichen Ursachen kümmern.

    Du selbst hattest mich nun mal mit meiner Aussage, die sich auf den Ruhestrom/Ruhespannung bezog, zitiert. Deswegen habe ich reagiert.


    Wenn du lediglich eine Einzel-Spannungsmessung mit einem Multimeter ausführst kannst du nicht unbedingt erkennen, ob in dem Moment gerade normaler Ruhestrom fließt oder nicht.

    Beispiel:

    Die 12V-Problemfälle, wo "unerklärlich" entladen wurde.

    Nach so einer Entladung, bei normalem Ruhestrom, kannst du ohne weiteres ebefalls nur 12,3V messen und mehr wird es (bis zum nächsten Laden) dann auch nicht.

    Wenn du die Spannung dagegen aufzeichnest, ist es kein Problem, nur anhand des Spannungsverlaufes zu erkennen, ob gerade normaler Ruhestrom ansteht oder nicht.


    12,3 V bei 0,8A Entladung sind, gerade bei den aktuellen Temperaturen, zumindest ohne Kenntnis des Ladezustandes, kein ausreichendes Indiz für eine defekte Batterie.

    Selbst eine normale App-Abfrage lässt die Spannung durchaus bei Kälte, innerhalb der ca 3 Minuten langen Belastung, auf Werte von 12,3V abrutschen und das bei intakter EFB-Batterie, die einen relativ guten Ladezustand hat (Spannung vorher 12,7V)

    Hauptsache, du hast alles ausreichend vermerkt und kannst alles beweisen......

    Vor Ablauf der Garantie würde ich die Werkstatt schriftlich (mit Eingangsbestätigung der Werkstatt) auffordern, den "eigentlichen" Mangel zu beheben, denn, dass 3 Starterbatterien jeweils durchschnittlich nur 1,5 Jahre gehalten haben, ist mit einiger Sicherheit nicht darauf zurück zu führen, dass alle 3 Batterien herstellerbedingte Fehler aufwiesen.

    Mit dem OBD Adapter lässt sich da durchaus eine sinnvolle Aussage machen, da Strom und Spannung angezeigt werden.

    sinnvoll ja, aber z.b. eben nicht, wenn es darum geht, den normalen Ruhestrom oder die normale Ruhespannung an zu zeigen...auch der aktive OBD-Dongle hat zur Folge, dass zumindest ein Teil des Fz-Bussystems ebenfalls aktiv bleibt.


    Die fast 0,8A, die auch deinem verlinktes Bild zu sehen sind, sollten das eigentlich deutlich machen......rund 0,8A hat mit normalem Ruhestrom nichts zu tun (der ist rund 20x geringer...) und daher hat auch die dort angezeigte Spannung nichts mit der normalen Ruhespannung zu tun.

    Skoda hat allerdings früher damit geworben, dass ein Vorkonditionieren die Batterie erwärmen würde. War hier im Forum auch schonmal Thema, dass das zwar technisch korrekt ist, aber keinen nennenswerten Beitrag zur Batterietemperatur liefert. Ausnahme natürlich, wenn die Batterie unter 0°C hatte und dann auf 2°C erwärmt wurde, ob das dann am Ende des Tages in Mitteleuropa das Zünglein an der Waage für ein befriedigendes Schnellladeerlebnis ist, steht auf einem anderen Blatt ;)


    "[...] und dies ist auch nicht dafür gedacht, dass schneller geladen wird (im Gegenteil....), sondern, um den Akku bei der anschließenden Fahrt zu schonen"

    Das müsstest Du mir mal erklären - das erschließt sich mir nicht, da der Akku (egal über welchen Weg) deutlich von einer zu hohen Temperatur für's Schnellladen entfernt bleiben wird, daher hab ich keine Idee, wo hier das Gegenteil sein soll.

    Lithium-Akkus sind nun mal nicht besonders für tiefe Temperaturen geeignet und das betrifft nicht nur das Laden, sondern auch das Fahren.

    Einen anderen Grund, als den Akku zu schonen, gibt es für die gezielte Erwärmung der Batterie bis zu 8Grad plus (SW 2.X) und bis zu (bei SW 3.8, aktuell) 0Grad, nicht oder ist dir etwas anderes bekannt?


    Die Erwärmung in diesem Bereich findet grundsätzlich statt, kann vom Fahrer (und auch vom Navi) nicht beeinflusst werden und ist daher m.E. grundsätzlich nicht als Vorkonditionierung zu sehen.

    Der Begriff Vorkonditionierung bezieht sich bei E-Autos m.E. immer, zielgerichtet, auf ein anschließendes (DC-) Laden.


    Wenn die Batterie bei meinem Fz z.b. ein Temperatur von minus 5 Grad hätte, würde es sicherlich etwas bringen, mit dem DC-Laden eine halbe Stunde (Fahrt) zu warten, denn dann darf man mit bei meinem Fz mit satten ca 0Grad Batterietemperatur rechnen (Temperaturen neulich getestet....), was sich sicher auch positiv auf die Ladegeschwindigkeit auswirken würde.

    wenn diese Entladungen von 3 plus 2 Stunden Länge, die die Batterie definitiv weit runter ziehen, gewollt wären:

    umso schlimmer.....

    Einen kontrollierten Eindruck machen diese Entladungen, da sie die Blei-Starter-Batterie eindeutig herunterziehen, es keine rechtzeitige Nachladung gibt und Warnmeldungen und Funktionsausfälle folgen, in jedem Fall nicht.

    Es sei denn, VW hat sich auf die Fahnen geschrieben, die effektive Lebensdauer der 12V-Batterie auf maximal 1-2 Jahre zu begrenzen.

    Im Moment könnte man das meinen....


    Mein Enyaq hat so etwas seit knapp 3 Jahren nicht. Das finde ich durchaus kontrollierter und vermutlich eher "gewollt".

    Man darf bei der ganzen Diskussion auch nicht das Gewicht vergessen, wenn 2,x t in eine andere Richtung wollen als der Fahrer... Beim Anfahren hab ich bisher keine Probleme gehabt, in Kurven hat das ESP schon öfter eingegriffen, mal bewusst provoziert aber auch bei sehr langsamer Fahrt beim abbiegen. Da setzen die Reifen und das Gewicht die physikalischen Grenzen.

    Wenn es ums Anfahren, Bremsen oder Kurven geht, sollte man das Gewicht m.E., zumindest im ersten Ansatz, vergessen....

    Der Enyaq bringt grundsätzlich mindestens 2t mittels seiner 4 Räder auf die Straße (etwas mehr als 1t über die Hinterräder) und daher können diese 4 Räder zusammen, bei sonst gleichen Bedingungen, auch entsprechend mehr Kraft auf die Straße übertragen, als es bei einem leichteren Fz der Fall wäre.


    Auch ein Enyaq kann bei guten Straßenbedingungen und geeigneten Reifen bespielsweise einen Bremsweg von rund 35m von 100 auf 0km/h schaffen.


    Viel wichtiger sind daher die Reifen und der Untergrund.


    Beim Enyaq ist die, im wahrsten Sinne des Wortes, sehr zurrückhaltend programmierte ASR der Grund dafür, dass es bei bestimmten Untergründen mit grundsätzlich sehr wenig Grip, beim Anfahren kaum voran geht.

    Da braucht es nun mal Schlupf, damit es etwas besser geht.

    Ansonsten hat auch der einfache Enyaq durch seine rund 50:50 Achslastverteilung plus Heckantrieb, ganz gute Voraussetzungen für das Anfahren am Berg. I.d.R. sogar bessere, als Front-angetriebene Fz.