Beiträge von ferreron

    enopol danke für die Infos. Hier hast du definitiv Recht, dass es bei Reifen deutliche Unterschiede gibt, egal ob Sommer, Winter und auch die Energieklasse nicht wirklich eine eindeutige Aussagekraft hat. Leider finden sich kaum verlässliche Angaben dazu. Was ich dennoch der Überzeugung bin, dass Winterreifen tendenziell höheren Rollwiderstand haben. Das zeigen Tests und auch die eher schlechtere Klassifizierung von Winterreifen (z.b. gibt es noch keine mit Klasse A). Ob der Unterschied tatsächlich so groß ist wie in meiner Rechnung, darf dennoch gerne angezeigt werden und sicher gibt es auch Winterreifen die besser rollen als "schlechte" Sommerreifen.

    KLeine zusätzlich Anmerkung zu den Tools. Mit ecalc.ch habe ich bereits diverse reale Fahrten von mir nachgestellt. Und sobald ich das Tool mit korrekten Werten zu Temperatur, Reifen, Zusatzverbraucher (Heizung z.b. ca 1-1,5 kWh/ 100km) etc gefüttert habe. War die Abweichung zur Realität bei mir immer kleiner 10 Prozent. Das habe ich für so ca. 10-15 Fahrten durchgespielt.

    E-dersee ich weiß nicht ob das hier wirklich zielführender wird, als die Erfahrungen welche bereits in den entsprechenden Threads geteilt werden.

    Falls nicht jemand genau! die gleiche Strecke mit den genau! gleichen Bedingungen gefahren sind, bringen die Erfahrungswerte für dich gleich Null. Hier werden dir die Tools wie e-calc und abrp etc. die besten Ergebnisse liefern welche du bekommen kannst. Das schöne bei Elektroautos ist, dass die Realität und die Berechnung, bei korrekter Datenfütterung, sehr gut übereinstimmen.

    Der Koeffizient (cr) ist auch in meiner Berechnung ddimenstionslos. Allerdings wird er mit der Gewichtskraft Fg multipliziert...


    Für mich erscheint dies logisch, da ich der Meinung bin ein VW Up könnte ich auf ebener Strecke mit 5km/h schieben. Beim Enyaq werden da vermutlich früher die Beine lahm?


    Kennst du die korrekte Berechnungsmethode für den Rollwiderstand unter Einbeziehung der Reifen Effizienzklasse? Frage gilt auch an alle andern, ich vertraue ecalc schon, aber die Werte erscheinen mir relativ hoch (insbesondere im Vergleich zu meiner eigenen Rechnung) Aber wo ist der Fehler?

    Tatsächlich bin ich mir nicht sicher welches die korrekte Berechnung ist. Für Hinweise hier bin ich dankbar. Folgende Formel erschien für mich schlüssig: Widerstandskraft Reifen = cr * Fg.

    womit der Widerstand proportional zum Gewicht ist. Dies bestätigt auch die Berechnung von ecalc.ch, welche bei ansonsten gleichen Parametern dem Tesla einen geringeren Rollwiderstand bescheinigt.

    Ernst Stavro Blofeld

    Hast du die Diagramme angeschaut? Auch bei den zwei Diagrammen mit den Daten von ecalc werden nur Luft und Rollwiderstand betrachtet und dennoch ist es ein Unterschied von Tesla zu Enyaq.


    Das Gewicht geht sehr wohl in den Rollwiderstand ein, zwar nicht extrem, aber 1 kWh pro 100 km unterschied kommt hier schnell zusammen, insbesondere bei Reifen mit schlechtem Rollwiderstandskoeffizienten.


    Und zu dem Luftwiderstand, hier wird der cw Wert mit der Frontfläche multipliziert. Und genau hier hat der Enyaq bauartbedingt Nachteile gegenüber Model 3.

    Also, aktuell würde wirkaufendeinauto für einen egolf der ersten Generation aus 2016, ca. 13.000 Euro bieten. 2016, je nach Rechnung sind das 5-6 Jahre. Bei einem Listenpreise von 35 tEuro also ca. 60 Prozent Wertverlust: in 5! Jahren. Meiner Meinung nach weit weg von 70 Prozent. Wenn man aktuell einen 3 Jahtr e-golf aus 2018 mit 60 Prozent des Listenpreises anbieten würde, dann wären das 14400 Euro. Und ich glaube da würde der gerade auch noch weg gehen wie warme Semmeln. Wenn ich aber bei mobile anschaue, geht's erst bei 18000 mit den Angeboten los...


    Ich bin ja dabei es nicht zu rosig zu sehen. Aber 70 Prozent in 3 Jahren ist schon arg pessimistisch. Da müsste schon noch viel anderes passieren.

    Wie wir mittlerweile alle gelernt haben, verbrauchen unsere Enyaq im Winter, teils deutlich mehr als im Sommer. Oftmals wird dies auf den Heizungsverbrauch reduziert. Auch wenn die Heizung (inklusive die Akkuheizung) ein großer Verbraucher im Winter ist, so finde ich, dass wir oft einen ganz wichtigen Faktor vergessen, an dem weder Wärmepumpe, Updates oder zukünftige Batterietechnik etwas ändern können. Und das sind die Fahrwiderstände. Kalte Luft hat eine höhere Dichte und somit erhöht sich der Luftwiderstand. Zusätzlich fahren die meisten mit Winterreifen, welche alleine durch ihr Profil einen höheren Verbrauch mit sich bringen.


    Deshalb will ich hier darstellen wie sich der Energiebedarf im Sommer und Winter unterscheiden, welche allein auf die Fahrwiderstände bezogen sind.


    Meine Annahmen:

    • IV 80 mit ca. 2100 kg Fahrgewicht
    • Sommer = 25 °C mit Reifen Energieklasse A
    • Winter = 0 °C mit Reifen Energieklasse C
    • cWA = 0,70
    • Keine steigungen
    • Konstantfahrt
    • Trockener Asphalt


    Als ersten habe ich versucht mit folgenden Formeln den Bedarf selbst zu errechnen:

    Formeln:

    cwA-Wert = cw-Wert * Stirnfläche
    Widerstandskraft Luft = cwA-Wert * Geschwindigkeit² / 2 * Luftdichte

    Widerstandskraft Reifen = cr * Fg
    Erforderliche Leistung = Widerstandskraft * Geschwindigkeit


    Luftwiderstand war hier klar.

    Beim Rollwiderstand habe ich den Rollwiderstandsbeiwert (cr) mit 5,9 für Sommerreifen bzw, 8,4 für Winterreifen angesetzt, so habe ich die Werte ca. aus der Einklassifizierung der Energielabel entnommen. Der so errechnete Wert erschien zwar irgendwie schlüssig, aber ich bin mir nicht sicher ob diese einfache Rechnung so zutreffend ist. Deshalb hab ich zusätzlich noch ecalc als vergleich heran gezogen und mit den entsprechenden Daten aus der Annahme gefüttert. Hier weiß ich aber auch nicht genau was für eine Berechnung vorgenommen wird. Die Realität liegt eventuell irgendwo dazwischen.

    Zusätzlich habe ich mal noch nen Tesla M3 LR dagegen gestellt als leichteres Fahrzeug mit weniger Luftwiderstand.


    Hier die Ergebnisse:

    1. Eigene Rechnung

    pasted-from-clipboard.png

    2. Ecalc

    pasted-from-clipboard.png

    3. Tesla M3


    pasted-from-clipboard.png



    Ein paar Erkenntnisse die ich daraus ziehe:


    • >3 kWh Verbrauchsunterschied Sommer / Winter sind beim Enyaq alleine durch die Physik bedingt eigentlich nicht zu vermeiden.
    • Ein schweres (Kombi) SUV ist hier naturgemäß ebenfalls im Nachteil gegenüber leichterer Limousine

    Interessant hier auch, da dies eine reine Bedarfs (und nicht Verbrauchs) Betrachtung ist, gilt diese Berechnung ebenfalls für einen vergleichbares Verbrennerfahrzeug.


    Es ist mir wichtig dies auch mal aufzuzeigen, da dies aus meiner Sicht sehr selten thematisiert wird und oft sehr einfach der Mehrverbrauch nur auf die Heizung geschoben wird.


    Gebe keine Gewähr auf die Auswertung, falls euch was unstimmig vorkommt gerne melden.

    Ich bin hier zwar falsch im Thema, da ich nicht geleast habe. Auch wenn man nur raten kann, aber 70 Prozent Wertverlust in 3 Jahren halte ich für absolut unglaubwürdig. Das würde bedeuten mein Enyaq 60 mit mit noch zwei Jahren Garantie und 5 Jahren Akkugarantie wäre nur noch 13t Euro wert... Wenn das so kommt, kauf ich mir noch einen. Kann es nicht auch sein, dass der Mietakku der Grund war für die schlechte verkaufbarkeit? Ich meine gerade als Gebrauchkäufer würde ich den Wagen lange fahren wollen und genau da schlagen aus meiner Sicht die Mietkosten des Akkus überproportional zu..