Heute konnte ich endlich auch mal endlich echte Wintererfahrung mit meinem Enyaq iV 60 machen nachdem es die letzen Winter nie ergeben habe.
Relativ steile Abschnitte im sehr ländlichen Mittelgebirge. Ich habe hier sehr viel Erfahrung auf der Strecke da Weg zu meinem Elternhaus.
Hier bin ich auch bereits früher mit meinen Autos (Frontkratzer Kleinwagen) nicht immer hoch gekommen. Und Erkenntnisse auch damals war, die Reifen (und Luftdruck ) sind meist entscheidender als das Auto.
Und hier war heute mit 5 Jahren alten Hankook Icept EVO mit ca. 4 mm Profil nicht gerade optimal... Der Schnee war unten sehr matschig und wurde nach oben immer griffiger. Und ich finde den Enyaq hier zweischneidig. Bei griffigem Schnee absolut gutmütig und einfach zu fahren und aus meiner Sicht auch guter Vortrieb... Aber insbesondere wenn es drunter matschig ist, dann regelt das esp/asr sehr früh ab. Wo ich mit dem Frontkratzer mit etwas links rechts rutschen hoch wäre, bleibt der Enyaq bei normaler Fahrt tatsächlich einfach stehen.
Was für mich besten geklappt hat war ASR aus (aus ist aber nicht wirklich aus) und dann voll auf das Fahrpedal und den Enyaq regeln lassen und mit der Lenkung, bzw. mit dem Heck leichte Kurven fahren... Aber Achtung, wenn auf einmal Grip kommt geht's dann schwungvoll vorwärts und kommt ggf überraschend.
Allgemein finde ich das Fahrgefühl im Schnee aber auch sehr steril bzw. abgekoppelt, ich bekomme eigentlich genauso viel Rückmeldung durch die ESP Leuchte als vom Fahrzeug ansich... Das war natürlich mit den Frontkratzer Verbrenner komplett anders. Da merkte man den Zustand der Straße sofort über das Gaspedal, Motordrehzahl und am Lenkrad - das macht für mich das Fahrgefühl im Enyaq schwammiger und erzeugt bei mir weniger Vertrauen.
Aber zusammengefasst.. ich bin hoch gekommen und wieder sicher runter und behaupte viel besser wäre ich auch mit einem anderen Nicht-Allrad mit gleichen Reifen nicht hoch gekommen.