Der entscheidende Unterschied beim 60 ist, wie bereits erwähnt, die Software.
Ich kenne sowohl die alte (zuletzt 3.8) als auch die neue (aktuell 5.2) aus eigenem Erleben.
Neben dem etwas anderen Erscheinungsbild sind die Hauptvorzüge von 5.2 im Vergleich zu 3.8:
Höhere Geschwindigkeit:
Bei 3.8 muss man nach dem Einsteigen ca. 30 Sekunden warten, bis das Infotainment "hochgefahren" ist. Bei 5.2 ist beim Platznehmen alles schon da.
Genauere Reichweitenberechnung:
5.2 berücksichtigt bei der Reichweitenberechnung auch die Topographie. Wenn man unter 3.8 mit automatischer Ladeplanung navigiert ist es völlig normal, dass der nächste Ladestopp ein bis dreimal umgeplant wird, weil der Verbrauch höher ist als vom Navi angenommen. Unter 5.2 passen die Stopps meistens, evtl. mal eine Korrektur. Außer natürlich, es kommen unverhersehbare Einflüsse (Gegenwind, starker Regen) dazu. Gerade starker Regen ist ein echter Reichweitenkiller...
Akkuvorwärmung:
Mit 5.2 wird der Akku bei geplanten Ladestopps so temperiert, dass beim Laden die höchstmögliche Leistung erreicht werden kann (sofern die Fahrzeit und -Strecke dafür ausreicht). Mit 3.8 passiert das nicht. Da muss man deutlich mehr darauf achten, dass man nicht mit kaltem Akku am HPC ankommt. Z.B. indem man "im Anflug" auf den Ladestopp etwas forcierter fährt. Im Winter einen HPC früher anpeilen und dafür die letzte halbe Stunde dahin den Tempomaten auf 150 statt 130 einstellen. In der Praxis habe ich aber auch unter 3.8 stets Ladeleistungen > 130 kW gesehen, da ich immer mit vollem Akku starte und nach einer AB-Etappe am HPC zwischenlade. Dann ist der Akku sowieso einigermaßen warm.
Alles in allem ist der Enyaq aber mit beiden SW-Versionen ein gutes Auto. Den Hauptunterschied zwischen dem 85 und dem 80 macht der Motor aus, der spürbar effizienter und auch kräftiger geworden ist. Beim 60 ist das ja kein Thema.